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"Kosten und Aufwand nicht zu stemmen"

Rhein-Neckar Löwen verzichten vorerst auf Zuschauer

11.09.2020 15:09
Die Rhein-Neckar Löwen verzichten vorerst auf Fans
© Marco Wolf via www.imago-images.de
Die Rhein-Neckar Löwen verzichten vorerst auf Fans

Die Rhein-Neckar Löwen verzichten zum Start der neuen Handball-Saison bei ihren Heimspielen auf Fans.

Trotz geltender Landesverordnung, bis zu 500 Besucher bei öffentlichen Veranstaltungen zuzulassen, hat sich der Bundesligist nach enger Absprache mit der Mannheimer SAP Arena und den zuständigen Behörden entschieden, "sämtliche Heimspiele bis Ende Oktober ohne Zuschauer auszutragen". Dies teilten die Löwen am Freitag mit.

"Kosten und Aufwand, ein solches Szenario mit wenigen Zuschauern in der SAP Arena umzusetzen, sind für uns nicht zu stemmen", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann.

Die aktuell geltende Verordnung stelle für den Klub und die Arena keine Geschäftsgrundlage für einen Spielbetrieb mit Publikum dar, heißt es in der Mitteilung.

Betroffen vom Zuschauerausschluss sind drei Bundesliga-Heimspiele im Oktober. Zudem werden die Löwen das Heimspiel in der Qualifikation zur EHF European League gegen den dänischen Vertreter Holstebro am 29. September vor leeren Rängen austragen.

"Die Politik ist gefordert"

Kettemann betonte, dass die Arena über ein umfangreiches Hygienekonzept verfügt, welches Veranstaltungen mit mehreren Tausend Zuschauern unter Einhaltung strikter behördlicher Vorgaben ermöglichen würde.

"Die Politik ist gefordert, die Profiklubs bei der Rückkehr in den Spielbetrieb bestmöglich, aber auch schnellstmöglich zu unterstützen", sagte Kettemann. Die Klubs der Handball-Bundesliga hätten sich mit ihren Hallen und den jeweiligen Hygienekonzepten einen Start "mit einer vertretbaren Zahl von Zuschauern und das Vertrauen der Politik verdient".

Die Löwen hoffen darauf, durch eine Anpassung der Landesverordnung Baden-Württembergs spätestens zum 1. November und dem Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten eine Lösung im Sinne des Klubs zu finden.

"Wir würden es begrüßen, wenn die Politik auf Bundes- und Landesebene Großveranstaltungen individuell bewertet und damit auch auf infrastrukturelle Voraussetzungen des Veranstaltungsortes, wie zum Beispiel die Anzahl der Ein- und Ausgänge oder das Belüftungssystem, eingehen würde", sagte Kettemann.

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