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US Open 2020

Williams scheitert erneut - Azarenka im Finale gegen Osaka

11.09.2020 07:00
Auf der Jagd nach ihrem 24. Grand-Slam-Titel erneut gescheitert: Serena Williams
© Juergen Hasenkopf via www.imago-images.de
Auf der Jagd nach ihrem 24. Grand-Slam-Titel erneut gescheitert: Serena Williams

Serena Williams ist auf der Jagd nach ihrem 24. Titel bei einem Grand Slam erneut gescheitert. Im Halbfinale der US Open unterlag die 38 Jahre alte Amerikanerin nach einem starken ersten Satz der zweimaligen Australian-Open-Siegerin Victoria Azarenka (Belarus) mit 6:1, 3:6, 3:6.

Williams hatte ihren bislang letzten Titel bei einem der vier Major-Turniere 2017 bei den Australian Open gewonnen. Nun verfehlte sie die Bestmarke der Australierin Margaret Court beim neunten Grand Slam in Serie.

Azarenka dagegen steht nach ihrem erst fünften Sieg im 23. Duell mit Williams zum dritten Mal nach 2012 und 2013 im Endspiel der US Open. Sie trifft dort am Samstag (22 Uhr MESZ) auf Naomi Osaka aus Japan.

Die Gewinnerin der US Open von 2018 und der Australian Open von 2019 hatte ihr Halbfinale mit 7:6 (7:1), 3:6, 6:3 gegen Angelique Kerbers Bezwingerin Jennifer Brady (USA) gewonnen.

Lob für Williams: "Sie hat mir ein tiefes Loch gegraben"

"Ich bin so dankbar für diese Gelegenheit", sagte Azarenka nach dem Match. Im Duell der Mütter hatte die ungesetzte Belarussin, Siegerin bei den Australian Open 2012 und 2013, zunächst ihre Nerven nicht im Griff. Williams dominierte das Match. "Sie hat mir ein tiefes Loch gegraben", so Azarenka.

Ab dem zweiten Satz war die 31-Jährige dagegen wie verwandelt, spielte mutiger und sicherer und ließ ihrer Gegnerin keine Chance mehr.

Osaka hat bislang zweimal in einem Grand-Slam-Finale gestanden - und zweimal gewonnen: Ihr erster großer Triumph gelang ihr 2018 bei den US Open in einem denkwürdigen Match gegen Serena Williams (6:2, 6:4), das gekennzeichnet war von Diskussionen zwischen der Amerikanerin und dem Schiedsrichter.

Osaka siegte anschließend auch im Finale der Australian Open 2019 gegen die Tschechin Petra Kvitova durch. Davor und danach war sie bei den Grand Slams nicht über das Achtelfinale hinausgekommen.

Osaka protestiert erneut gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA

"Es bedeutet mir sehr viel. New York ist meine zweite Heimat. Ich liebe die Atmosphäre hier", sagte Osaka nach ihrem Einzug ins Finale.

Die Japanerin trug aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA diesmal vor und nach dem Match eine Maske mit dem Name von Philando Castile: Der Schwarze war im Juli 2016 bei einer Verkehrskontrolle im US-Bundesstaat Minnesota von einem Polizisten erschossen worden.

Mit Brady, die vom Deutschen Michael Geserer trainiert wird, lieferte sich die 23 Jahre alte Osaka einen hochklassigen und ausgeglichenen Schlagabtausch. Als erste Spielerin konnte sie der Amerikanerin im Turnierverlauf einen Satz abnehmen, ohne sich dabei zunächst einen Breakball erspielt zu haben.

Dafür nutzte Osaka im entscheidenden dritten Satz gleich ihre erste Breakchance zu einer 3:1-Führung und dominierte anschließend das Match. Nach 2:08 Stunden stand ihr Finaleinzug fest.

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