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Corona-Unterstützung für Profisport ausgeweitet

10.09.2020 14:21
Auch Football-Klubs dürfen auf Zuschüsse hoffen
© Marburg Mercenaries/Marburg Mercenaries/Marburg Mercenaries/Holger
Auch Football-Klubs dürfen auf Zuschüsse hoffen

Die Bundesregierung hat im Zuge der Corona-Unterstützung für Profisportvereine den Kreis der Antragsberechtigten ausgeweitet. Nunmehr haben auch "alle dritten Ligen der olympischen, nicht-olympischen und paralympischen Sportvereine, Verbände und Unternehmen die Möglichkeit, Überbrückungshilfen zu beantragen", heißt es in einer Erklärung.

Die Große Koalition hatte im Juli ein Hilfspaket in Höhe von 200 Millionen Euro geschnürt, diese Summe wird durch die Ausweitung aber nicht erhöht. Seit Anfang September können die Unterstützungsgelder beantragt werden. Sollte sich herausstellen, dass die Summe für den Bedarf nicht ausreicht, könnte es zu weiteren Beratungen kommen. Davon sei allerdings derzeit nicht auszugehen.

Antragsberechtigt ist, wer durch abgesagte Spiele und Wettbewerbe massive Einnahmeausfälle insbesondere aufgrund der ausgebliebenen Zuschauereinnahmen geltend machen kann. "Diese Veränderungen waren dringend notwendig, das haben einige Rückmeldungen während der Sommerpause gezeigt", sagte Martin Gerster, stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses.

Mit der beschlossenen Neuregelung sei es nun möglich, so der SPD-Politiker weiter, "dass beispielsweise American-Football-Vereine, die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten sind, nicht rückzahlbare Zuschüsse erhalten können. Ich freue mich über jeden Verein, den wir damit zusätzlich retten können", sagte Gerster.

Der ehemalige Reck-Weltmeister Eberhard Gienger, sportpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert zudem eine stärkere Unterstützung für den Breiten- und Spitzensport. Abgesagte Wettbewerbe und wichtige Qualifikationsturniere, stark eingeschränkte Trainings- und Reisemöglichkeiten sowie aufgelöste Sponsorenverträge würden eine gute Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio ungemein erschweren, erklärte Gienger.

Wenn man zudem im Nachwuchskader nicht eine ganze Generation verlieren wolle, "müssen wir die Leistungssportler und ihre Vereine noch stärker unterstützen", erklärte Gienger, der ergänzte: "Die Athletinnen und Athleten sollten über die Stiftung Deutsche Sporthilfe weiterhin auch direkt auf eine stärkere Unterstützung bauen können, vor allem wenn sie in eine finanzielle Schieflage geraten und andernfalls die sportliche Karriere beenden müssten."

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