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"Ich habe immer noch so viel Liebe für die Formel 1"

Darum macht Vettel trotz Krisen-Jahr 2020 weiter

10.09.2020 10:49

Es ist die Nachricht des Tages: Sebastian Vettel bleibt der Formel 1 erhalten, wechselt in der kommenden Saison zu Aston Martin, das aktuell noch Racing Point heißt. 

Nach seinem Aus bei Ferrari war lange spekuliert worden, ob der 33-Jährige überhaupt weitermacht – auch ein Rücktritt stand im Raum. In der offiziellen Mitteilung von Racing Point wird mehr als deutlich, wieso Vettel der Rennserie erhalten bleibt: Er ist ein echter Racer, liebt die Formel 1.

Vier Weltmeistertitel, 53 Siege, 57 Poles – in 14 Jahren in der Formel 1 hat Sebastian Vettel wohl alles erreicht, was zu erreichen ist.

Mit BMW Sauber startete der Heppenheimer 2007 seine Karriere, wechselte dann im gleichen Jahr zu Toro Rosso. Mit den Italienern kamen die ersten Erfolge: Auf der Heimstrecke in Monza feierte Vettel mit gerade mal 21 Jahren seinen ersten Formel-1-Sieg.

Von 2009 bis 2014 dann seine größte Erfolgsphase: Mit Red Bull wird der Deutsche viermal Weltmeister. Der nächste Schritt, ein Wechsel zu Ferrari, scheint nur logisch. Wie sein großes Vorbild Michael Schumacher will Vettel die Scuderia zum Erfolg führen und auch in rot Weltmeister werden. 

Doch die Zeit bei den Italienern wird Vettels größte Herausforderung, 2020 ist wohl das schwierigste Jahr seiner Karriere. Während Ferrari mit Youngster Charles Leclerc frühzeitig verlängert, wird der ehemalige Weltmeister abserviert. 

Der Entschluss der Scuderia, seinen Vertrag nach fünf gemeinsamen Jahren nicht zu verlängern, sei ein "Schock" gewesen, sagte er damals im exklusiven "RTL"-Interview.

"Ich bin nicht derjenige, der mitmacht, nur um Geld zu verdienen"

Für den Deutschen ist schnell klar: Er will weitermachen – aber nur "wenn die Vorzeichen stimmen. Ich bin nicht derjenige, der mitmacht, nur um mitzumachen. Ich bin auch nicht derjenige, der mitmacht, nur um Geld zu verdienen." Für Vettel das wichtigste: Konkurrenzfähig sein und um die Weltmeisterschaft zu fahren. 

Genau dieses Paket kann Racing Point Vettel bieten: Das Team, das nächste Saison als Aston Martin an den Start gehen wird, fährt dank Mercedes-Motor vorne mit. In Monza sicherte sich Lance Stroll mit dem dritten Platz sein erstes Podium. Ein starkes Signal – auch in Richtung Sebastian Vettel, dem die starke Entwicklung des Teams nicht vorborgen geblieben ist.

"Ich bin sehr beeindruckt von den Ergebnissen, die das Team dieses Jahr erzielt hat und glaube, dass die Zukunft noch besser aussieht", wird Vettel in der offiziellen Pressemitteilung von Racing Point zitiert. "Ich glaube, wir können gemeinsam etwas sehr besonderes aufbauen."

Denn trotz aller vergangenen Erfolge: Vettels Siegeswille ist ungebrochen. "Ich habe immer noch so viel Liebe für die Formel 1 und meine einzige Motivation ist es, vorne mitzufahren. Das mit Aston Martin zu machen, ist ein großes Privileg", unterstreicht der 33-Jährige.

© RTL
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