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Keine 18 Stunden Pause

Darum spielten Brandt und Can sofort wieder für den BVB

08.09.2020 19:04
Can (hinten) und Brandt waren am Montag für den BVB aktiv
© TEAM2 via www.imago-images.de
Can (hinten) und Brandt waren am Montag für den BVB aktiv

Viel ist in diesen Tagen zu lesen von Reisestrapazen und irren Begründungen, warum es für das DFB-Team unbedingt nötig war, die kurze Anreise von Stuttgart nach Basel mit dem Flugzeug zu absolvieren. Julian Brandt und Emre Can von Borussia Dortmund haben derweil bewiesen, dass Erholung ein weitreichender Begriff ist.

Die beiden BVB-Profis standen - etwas überraschend - weniger als 18 Stunden nach dem 1:1 gegen die Schweiz, zu dem sie beide mit unterschiedlichen Spielzeiten beitrugen, schon wieder in Deutschland am heimischen Brackeler Feld für die Schwarz-Gelben auf dem Platz.

Brandt hatte zu diesem Zeitpunkt 45 Nationalmannschaftsminuten in den Beinen, Can immerhin noch zwölf. Trotzdem beorderte BVB-Coach Lucien Favre die beiden in die Startelf gegen Sparta Rotterdam (2:1).

Sebastian Kehl hat diese ungewöhnliche Maßnahme nun begründet. "Beide hatten gestern Abend nach dem Spiel noch Kontakt mit dem Trainer", sagte der Lizenzspielerchef  rund um die Partie, bei der Can durchspielte und Brandt in der 64. Minute gegen Immanuel Pherai ausgetauscht wurde und fügte an: "Das tat beiden ganz gut. Wir sind noch in der Vorbereitung und da hat das heute so gepasst."

Can und Brandt offenbar froh über Einsatzminuten beim BVB

Klingt ein wenig so, als wären Can und Brandt nicht unbedingt mit ihren Spielminuten im DFB-Dress zufrieden gewesen und waren dadurch von der Chance auf Einsätze im Vereinstrikot angetan.  Mit Erfolg.

Beim Erfolg gegen Rotterdam zeigte der BVB vielversprechende Spielzüge, ließ jedoch das ein oder andere Tor (mehr) vermissen. Immerhin: Rückkehrer Marco Reus traf in der 63. Minute zum 1:0 und leitete damit den vierten Sieg im siebten Test ein. Schon von Beginn an war der Offensivspieler auffällig, kam in der ersten Halbzeit zu einer guten Gelegenheit aus knapp zwölf Metern (21.), nach dem Seitenwechsel ließ er einen Pfostenschuss folgen (59.).

Nur vier Minuten später erzielte Reus nach Vorlage von besagtem Brandt den Führungstreffer. In der 70. Minute wurde der Comeback-Mann ausgewechselt. BVB-Nachwuchsspieler Pherai baute die Führung zunächst aus (66.), ehe Rotterdams Emanuel Emegha für den 2:1-Endstand sorgte.


Stimmen zum Spiel:

Lucien Favre (Trainer BVB)

... über Reinier: "Es war heute schwierig für ihn. Er braucht seine Zeit, auch physisch kann er noch nicht bereit sein. Er hat zwei Verletzungen aus seiner Zeit bei Real Madrid hinter sich. Er muss noch ein wenig mehr mit seinen Mitspielern zusammenspielen."

... über Reus: "Wir sind alle sehr zufrieden, dass er wieder da ist. Er hat gut gearbeitet, viel intensives Training absolviert. Seit ein paar Tagen trainiert er wieder mit uns, aber er ist physisch noch nicht bereit.

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