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Sportler gegen Staatschef Lukaschenko

19.08.2020 13:07
Der Widerstand gegen Lukaschenko wächst
© AFP/SID/SIARHEI LESKIEC
Der Widerstand gegen Lukaschenko wächst

In Belarus hat der Widerstand gegen den in Bedrängnis geratenen Staatschef Alexander Lukaschenko mittlerweile auch den Sport erreicht.

Mehr als 100 Athleten fordern in einem offenen Brief, aus dem "insidethegames.biz" zitiert, die Annullierung des Wahlergebnisses vom 9. August. Der Autokrat soll die Präsidentschaftswahlen mit gut 80 Prozent der Stimmen gewonnen haben.

"Wir verurteilen die Fälschung des Wahlergebnisses und auch die Gewalt durch Sicherheitskräfte gegen friedlich demonstrierende Bürger", heißt es in der Stellungnahme: "Alle Sportler werden solidarisch auftreten. Das geht bis zur möglichen Weigerung, für die Nationalteams anzutreten oder internationale und nationale Sportevents zu organisieren."

Zu den Unterzeichnern gehören etwa die Schwimmerin Alexandra Herassimenja, die zweimal Olympia-Silber in London 2012 und Bronze in Rio 2016 gewann, sowie Alexandra Pankina, Ruder-Bronzegewinnerin 1996 in Atlanta. Auch Sportjournalisten und -funktionäre aus dem ganzen Land haben sich angeschlossen.

Üblicherweise sind die Verknüpfungen zwischen Lukaschenko und dem Spitzensport sehr eng. Der 65-Jährige, seit 1994 an der Macht, ist auch Präsident des Nationalen Olympischen Komitees.

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