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Rekordmeister sollte Riesensumme zahlen

Medien: Bayern-Erpresser drohte, Interna zu verraten

12.08.2020 21:33
Der FC Bayern München wurde erpresst
© Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Der FC Bayern München wurde erpresst

Der FC Bayern ist offenbar vor gar nicht so langer Zeit von einem Mann erpresst worden. Der Vorgang soll sich im Sommer 2019 abgespielt haben, im April 2020 folgte die Anklage. Nun ist enthüllt worden, womit der 46-Jährige den Münchnern eine Riesensumme aus der Tasche ziehen wollte.

Nach Informationen von "Bild" drohte der Verfasser per E-Mail, Interna über den damals anvisierten Transfer von Timo Werner preiszugeben, die rufschädigend sein sollten. Genauere Angaben, worum es dabei konkret gegangen sein soll, machte das Blatt jedoch nicht.

"Im Juli 2019 ging an eine allgemeine Email-Adresse des FC Bayern München eine Mail ein. Darin drohte der Absender, es gäbe einen großen Knall, wenn der FC Bayern ihm nicht 250 000 zahlen würde", zitiert "Bild" Florian Weinzierl von der Staatsanwaltschaft München.

Doch der große Knall blieb aus und auch die Viertelmillion blieb auf dem Konto des Serienmeisters. Da sich der Erpresser nicht besonders klug anstellte, konnte er schnell geschnappt werden.

FC Bayern: Mutmaßlichem Erpresser droht lange Haft

Offenbar hatte der Verfasser der besagten E-Mail eine Adresse genutzt, die ihm ohne große Probleme zugeordnet werden konnte. Die Beamten hatten also leichtes Spiel.

Laut dem Bericht besitzt der 46-Jährige die deutsche Staatsbürgerschaft und ist nicht vorbestraft. Seinen Wohnsitz hat der Mann aber wohl nicht in Bayern - also fernab von München, der Heimat des deutschen Rekordmeisters.

Im nun folgenden Prozess, der wohl im Herbst beginnen soll, wird der E-Mail-Verfasser nun von Anwältin Nicole Schneiders vertreten, die im vielbachteten NSU-Prozess einen der Angeklagten betreut hatte.

"Ihm wird versuchte Erpressung vorgeworfen. Ihm droht bei einer Verurteilung ein Strafmaß von bis zu fünf Jahren Haft", sagte Weinzierl von der Staatsanwaltschaft.

Sportlich dürfte der aufsehenerregende Erpressungsfall keine Auswirkung auf das Team von Hansi Flick haben, das am Freitagabend (21:00 Uhr) in der Champions-League-Endrunde im Viertelfinale gegen den FC Barcelona antreten muss.

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