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Ex-Nürnberg-Boss skeptisch wegen Hecking

10.08.2020 10:26
War viele Jahre der mächtige Mann beim 1. FC Nürnberg: Michael A. Roth
© Sportfoto Zink / DaMa
War viele Jahre der mächtige Mann beim 1. FC Nürnberg: Michael A. Roth

Für den langjährigen Präsidenten des 1. FC Nürnberg, Michael A. Roth, steht der neue Sportvorstand Dieter Hecking vor einer schwierigen Aufgabe beim fränkischen Traditionsverein.

"Dieter Hecking ist kein schlechter Mann. Aber kann er sich durchsetzen? In ihm steckt ja selber noch ein Trainer. Ich stelle deshalb infrage, ob er mit dem neuen Trainer auskommt", sagte Roth der "Deutschen Presse-Agentur" im Interview anlässlich seines 85. Geburtstags am Donnerstag.

Hecking ist seit dieser Saison neuer Sportvorstand beim Fußball-Zweitligisten, Robert Klauß neuer Trainer. Über Hecking sagte Roth weiter: "Wenn er die Verantwortung ganz alleine übernimmt, ist das auch problematisch, weil man eines Tages sowieso der Buhmann ist, wenn es nicht funktioniert. Dann stehst du zum Abschuss frei. Ich sage nicht, dass es nicht geht, aber es wird sehr schwierig."

Roth war früher Teppich- und Textilunternehmer sowie zweimal Präsident des 1. FC Nürnberg. Sein Ende als Vereinschef 2009 nach einem Zerwürfnis mit der damaligen Führungsetage beschäftigt ihn noch immer.

"Ich habe den Club immer schuldenfrei und in der ersten Liga hinterlassen, das ist ja eine Basis. Mir ist am Ende aber vieles zu dumm geworden. Wo wird es einem schon gedankt, wenn man sich so einsetzt wie ich? Ich habe meine Zeit und mein Können geopfert", sagte Roth, der Ehrenpräsident des Vereins ist. "Der 1. FC Nürnberg könnte ganz andere Ziele anstreben. Ich leide aber schon noch mit."

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