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Verletzung nach Freizeitkick im Urlaub

Kroos beichtet Notlüge während seiner Bayern-Zeit

06.08.2020 12:23
Toni Kroos (M.) erzählte Team-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (l.) vom FC Bayern nicht immer die ganze Wahrheit
© imago sportfotodienst
Toni Kroos (M.) erzählte Team-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (l.) vom FC Bayern nicht immer die ganze Wahrheit

Toni Kroos vom spanischen Rekordmeister Real Madrid blickt mittlerweile auf eine fast 13-jährige Welt-Karriere im Profi-Fußball zurück. Zu Beginn seiner Laufbahn beim FC Bayern München musste Kroos jedoch einmal wegen einer Verletzung zu einer Notlüge greifen, die er erst jetzt gestand.

Seinen Durchbruch feierte Kroos als junger Profi unter Jupp Heynckes bei Bayer Leverkusen. An die Werkself war er eineinhalb Jahre ausgeliehen und wurde dort zu einer festen Größe. Mit seiner überragenden Passgenauigkeit, Spielübersicht und Entscheidungssicherheit ging es im Sommer 2010 zurück zu seinem Stammverein FC Bayern, wo er eine Weltkarriere startete.

Dass er überhaupt zu Bayer verliehen wurde und dort als Jung-Profi die Chance zu deutlich mehr Spielpraxis bekam als zuvor bei den Bayern, verdankte Kroos einer Notlüge.

Erst jetzt erzählte der Weltmeister von 2014 davon im Podcast "Einfach mal Luppen" mit seinem Bruder Felix. Die Bayern entschlossen sich in der Winterpause 2008/2009 dazu, ihr Mittelfeld-Juwel zu verleihen - und zwar, nachdem Kroos sich im Urlaub verletzt und Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt einen Bänderriss im Fuß diagnostiziert hatte.

Diese Verletzung, die den Youngster damals mehrere Monate zum Zuschauen zwang, zog Kroos sich aber nicht etwa beim freiwilligen Waldlauf zu, wie er es dem Bayern-Doc weismachen wollte. Vielmehr hatte Kroos im Heimaturlaub in Rostock mit Freunden auf einem Kunstrasenplatz gekickt und war dabei umgeknickt. 

FC Bayern: Toni Kroos behielt Geheimnis für sich - bis heute

Nach eigener Aussage verhalf ihm genau diese Verletzung zum vielleicht wichtigsten Karrieresprung seiner jungen Jahre, dem Wechsel nach Leverkusen.

"Ich glaube, dass mir Bayern den Wechsel gar nicht erlaubt hätte, wenn ich fit gewesen wäre. Es war klar, dass die Verletzung Zeit braucht und es dann eine Zeit dauern würde, bis ich wieder in Form bin. Ich habe vorher eh wenig gespielt und dann kam alles zusammen, sodass ich nach Leverkusen durfte", berichtete Kroos in dem Podcast.

Er habe bis heute beim FC Bayern nicht zugegeben, damals über die Ursache seiner Fußverletzung gelogen zu haben, so Kroos: "Sie haben bis heute nichts anderes gehört. Ich habe das nie klargestellt. Vor allem, als rauskam, dass es wirklich ein Bänderriss war, war mir nicht danach zumute, zu erklären, dass das beim Fußball passiert ist. Jetzt ist die These aber verjährt, da kann ich nicht mehr dafür angeklagt werden."

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