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Sturm zu dünn besetzt? Mislintat erklärt Strategie des VfB

06.08.2020 08:43
Sven Mislintat bastelt noch am VfB-Kader für die neue Saison
© Hansjürgen Britsch via www.imago-images.de
Sven Mislintat bastelt noch am VfB-Kader für die neue Saison

Nicht wenige Anhänger des Bundesliga-Rückkehrers VfB Stuttgart treibt derzeit die Sorge um, ihr Team sei in der Offensive noch längst nicht erstligareif aufgestellt.

Ex-Nationalspieler Mario Gomez hat seine Karriere beendet, Top-Torschütze Nicolás González forciert einen Abgang, und Hamadi Al Ghaddioui muss seine Bundesliga-Tauglichkeit im Alter von bald 30 Jahren erst noch unter Beweis stellen.

Trotz dieser spärlichen Ausgangslage haben die Schwaben bislang noch keinen Neuzugang für die Sturmreihe präsentiert. Die bisherigen Verpflichtungen Waldemar Anton und Konstantinos Mavropanos sind Defensivspieler. Die nun fest transferierten Ex-Leihspieler Pascal Stenzel und Wataru Endo ebenfalls.

Warum gibt es noch keinen neuen Stürmer beim VfB, die in der abgelaufenen Saison vor dem gegnerischen Kasten auch nicht als die treffsichersten galten?

Sportdirektor Sven Mislintat stellt eine einfache Gleichung auf, um seine bisherige Strategie auf dem Transfermarkt zu erklären: "Die Defensive ist wichtiger als die Offensive, um in der Bundesliga zu bleiben", wird der Stuttgarter Manager im "kicker" zitiert. 

Mislintat: "Toreschießen war nicht unser Problem"

Mislintat wisse zwar, "dass viele die Frage beschäftigt, ob man nicht noch einen Knipser braucht". Doch für den einstigen Talentscout von BVB und Arsenal steht fest: "Ich glaube nicht, dass Toreschießen in der vergangenen Saison unser Problem war. Außer, dass wir zu wenig Tore erzielt haben aus den vielen Torchancen, die wir hatten."

In der Tat war die Trefferquote der Schwaben mit 27,6 Prozent verwerteter Großchancen zweitligaweit nur Mittelmaß. Immerhin: Wenigstens die absolute Zahl der geschossenen Tore (62) war zufriedenstellend, hier war nur Meister Arminia Bielefeld besser.

Sportdirektor Mislintat beruhigt die besorgten VfB-Gemüter und vertraut seinem derzeitigen Personal. Mit den bisherigen Transferaktivitäten sei er "zum aktuellen Zeitpunkt zufrieden". Ausgeschlossen sei aber keinesfalls, dass in Kürze nicht doch noch eine echte Alternative für das Sturmzentrum gefunden und verpflichtet wird. Bislang war dem Kaderplaner die Verbesserung der Abwehrreihe einfach wichtiger.

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