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Pérez-Ersatz bereitet sich auf (erneuten) Einsatz vor

Hülkenberg im Interview: "Habe Blut geleckt"

04.08.2020 22:19
Nico Hülkenberg würde gern auch bei Silverstone II im Formel-1-Auto sitzen
© HOCH ZWEI/Pool/Glenn Dunbar
Nico Hülkenberg würde gern auch bei Silverstone II im Formel-1-Auto sitzen

Der Formel-1-Krimi des Nico Hülkenberg hatte ein bitterböses Ende, doch der Deutsche darf auf eine Fortsetzung hoffen. Wenn Racing-Point-Stammpilot Sergio Pérez nach seinem positiven Coronavirus-Test in der Vorwoche keine Freigabe durch die britische Gesundheitsbehörde erhält, kriegt Hülkenberg am kommenden Wochenende erneut in Silverstone eine weitere Chance zur Eigenwerbung.

Im exklusiven Interview mit unseren Kollegen von RTL verrät Hülkenberg, was ihm besonders zu schaffen gemacht hat und wie hoch er die Chancen auf einen weiteren Einsatz im Formel-1-Boliden von Racing Point sieht.

Nico Hülkenberg: … über die Herausforderung nach 9 Monaten Pause:

Ja, ich hab den Nacken auf jeden Fall gespürt. Es gibt eine generelle Fitness, wie wir sie alle kennen, wenn man laufen geht oder im Gym Zirkeltraining macht. Aber das Rennfahren mit den G-Kräften - das ist die Fahrfitness und die kriegst du einfach nur beim Fahren. Da kann man Gewichte stemmen wie man will. Und das ist von 0 auf 100 recht brutal. Und das habe ich raus aus dem Auto und am nächsten Morgen nicht so gemerkt, aber im Auto - das muss ich schon zugeben. Das war echt brutal.

Auch im Qualifying, wobei die Fliegkräfte natürlich am höchsten sind. Die Autos sind leer, neue Reifen jedes Mal, es wird schneller und schneller - und da bin ich schon an meine Grenzen gekommen. Das hat mich auch ein bisschen beeinträchtigt, inwieweit ich pushen kann und noch sicher dabei bin. Das war schon eine echte Herausforderung.

… über die besondere Belastung für den Körper in Silverstone:

Da wird man von links nach rechts nach links geworfen. Auch nach der Hangar Straight in die drittletzte Kurve rein - auch brutal schnell, bei 300 km/h wird da voll eingelenkt. Ich weiß nicht wie oft, aber hier sind Querbeschleunigungen von über 5G ein paar Mal pro Runde. Das ist schon richtig Kasalla auf den Nacken.

… das Feedback auf sein Comeback:

Auf dem Handy gab es ordentlichen WhatsApp-Stau. Da gibt es immer noch Nachrichten, die ich noch nicht gelesen habe, weil es glaube ich über 100 Nachrichten waren. Es gab ein paar Mails, natürlich haben Fans auf Instagram geschrieben - also da habe ich gesehen, das hat eine kleine Welle losgelöst.

… auf die Frage, ob wir sagen können, dass er dieses Wochenende erneut fahren wird:

Können wir nicht zu 100 Prozent sagen. Ich glaube, die finale Antwort wird glaube ich am Donnerstag kommen. Bis dahin müssen wir uns noch gedulden. Ich glaube, das Team geht schon schwer davon aus. Aber wie gesagt: Richtig bestätigt kriegen wir es dann erst am Donnerstag.

Weil Checo (Pérez, Anm.d.Red.) natürlich der Hauptfahrer ist - und wenn er negativ getestet werden sollte und wieder einsatzbereit ist und ins Paddock darf und fahren kann, dann ist er natürlich wieder zurück.

… auf die Frage, ob er heiß ist auf einen erneuten Einsatz:

Natürlich habe ich am Wochenende Blut geleckt. Und bin heiß, wieder ins Auto zu steigen. Gar keine Frage. Aber ich bin ja temporärer Gast, das ist schon die Situation. Ich nehme es, wie es kommt. Im Moment bereite ich mich darauf vor, dass der Einsatz kommen wird. Wenn nicht wird es natürlich auch ein bisschen enttäuschend sein - speziell mit der Vorgeschichte von Sonntag. Aber wenn ich fahren werde, klar, dann bin ich heiß und freue mich riesig drauf.

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