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Viele Bundesliga-Klubs in der Verlosung

Kruses Optionen: Werder raus - wird's BVB oder Schalke?

06.08.2020 08:58
Max Kruse will in die Bundesliga zurückkehren - doch zu welchem Verein?
© Hanno Bode via www.imago-images.de
Max Kruse will in die Bundesliga zurückkehren - doch zu welchem Verein?

Max Kruse liebt es, seine Fans liebevoll an der Nase herumzuführen. Anders lassen sich die teils mysteriös anmutenden Andeutungen des 32-Jährigen in den Sozialen Netzwerken nicht erklären. Fest steht, dass der Routinier in die Fußball-Bundesliga zurückkehren will. Fest steht mittlerweile auch, dass Werder Bremen aus dem Rennen ist. Wie sieht es mit Schalke 04, Union Berlin oder mit dem BVB aus?

Eine Rückkehr an die Weser galt bislang als wahrscheinlichste Option für Kruse, der im vergangenen Sommer einen langfristigen Vertrag beim türkischen Klub Fenerbahce unterschrieben hatte. In Istanbul wurde Kruse jedoch nur bedingt glücklich.

Zunächst warfen ihn Verletzungen zurück, dann blieben seine Gehaltszahlungen über Monate hinweg aus. Die Folge: Der ehemalige deutsche Nationalspieler kündigte seinen Vertrag einseitig auf.

Laut "Bild" hatten die Bremer ihrem ehemaligen Kapitän, dessen Fehlen in der Vorsaison entscheidend zum Fast-Abstieg beigetragen hatte, bereits ein Vertragsangebot über zwei Jahre plus Option unterbreitet. Auch in puncto Gehalt, 2019 einer der Hauptgründe für die Trennung, sollen beide Seiten zusammengekommen sein.

Dennoch wird es nicht zu einer Rückkehr nach Bremen kommen. Manager Frank Baumann bestätigte am Mittwochnachmittag zwar Gespräche mit dem Offensivmann, "aber er hat sich anders entschieden und wird nicht zum SV Werder wechseln".

Auch Kruse selbst äußerte sich via Instagram zur geplatzten Werder-Rückkehr und meinte: "Ich habe es mir überlegt und mich für einen anderen Weg entschieden, den jeder auch respektieren sollte. Nichtsdestotrotz bin ich sehr dankbar, dass viele mir geschrieben haben und auf eine Rückkehr gehofft haben. Leider wird eine Rückkehr nicht der Fall sein, Werder wird dennoch immer in meinem Herzen sein. Ich freue mich darauf, euch bald im Weserstadion wiederzusehen, in welchem Dress es auch immer sein wird."

Wohin könnte es Kruse nun verschlagen? Wir machen den Check:

  • Kruse zu Schalke 04?

Im Zuge der ersten Gespräche über eine mögliche Rückkehr von Max Kruse zu Werder Bremen berichtete die klubnahe "Deichstube" auch von einem Interesse des FC Schalke. Die klammen Knappen suchen nach günstigen Verstärkungen, da würde ein ablösefreier Qualitätsspieler durchaus ins Bild passen.

Laut "Sky"-Reporter Dirk große Schlarmann ist an den Gerüchten allerdings nichts dran. Hinzu kommt, dass der zuletzt verliehene Mark Uth, ebenfalls ein Linksfuß mit Qualitäten als hängende Spitze, offenbar aufgepäppelt werden soll. Für Kruse wäre in Gelsenkirchen somit kein Platz mehr.

  • Kruse zu Union Berlin?

Mitte Juli tauchten die Eisernen plötzlich in der Gerüchteküche auf. Laut "Bild" soll Kruse damals schon beim individuellen Training in der Hauptstadt gesehen worden sein.

Der Ex-Nationalspieler antwortete süffisant mit einem Video aus dem Urlaub, das er mit dem Kommentar "Gutes Wetter hier in 'Berlin'" versah.

Sportlich würde es zwischen Kruse und Union sicher gut passen, das Gehalt des Stürmers ist für die Köpenicker aber wohl nicht zu stemmen.

Entsprechend deutlich fiel das Dementi des Berliner Geschäftsführers Oliver Ruhnert in der "B.Z." dann auch aus: "Es ist totaler Quatsch. Das wird weder heute, noch morgen, noch übermorgen der Fall sein."

  • Kruse zu Eintracht Frankfurt?

Im Vorjahr sollen die Hessen großes Interesse an Kruse gezeigt haben. Seit der 32-Jährige vertragslos ist, wurde die Eintracht medial freilich noch nicht als Bewerber gehandelt.

Bei genauerer Hinsicht würde ein Deal aber durchaus Sinn ergeben. Nach dem Abgang von Mijat Gacinovic ist Daichi Kamada der einzig verbliebene Kreativspieler im Zentrum der SGE.

Um in der kommenden Saison im Rennen um die Europapokal-Plätze wieder ein Wörtchen mitreden zu können, muss Frankfurt hier dringend nachlegen. Dass Lebemann Kruse die Perspektive in der Mainmetropole reizvoll finden könnte, liegt auf der Hand.

Zudem gilt Trainer Adi Hütter als Verfechter eines attraktiven Angriffsspiels - für Kruse sicher kein Nachteil.

  • Kruse zum VfB Stuttgart?

Ende Juni begann Kruse sein Katz- und Mausspiel mit den Fans, als er der Geschäftsstelle der Schwaben einen Besuch abstattete. Sofort wurde über ein Engagement des erfahrenen Edeltechnikers beim VfB spekuliert.

Wenig später löste er die Aktion via Instagram auf. "Es war ein sozialer Prank", erklärte Kruse, der lediglich auf sein Engagement für die Organisation "Viva Con Agua" aufmerksam machen wollte.

  • Kruse zu Borussia Dortmund?

Auch der BVB soll 2019 kurzzeitig über Kruse nachgedacht haben. Ein Jahr später spricht auf den ersten Blick wenig für ein neu aufgeflammtes Interesse der Westfalen: Kruse ist bereits 32 Jahre alt, besitzt keinen Wiederverkaufswert und hätte in Dortmund obendrein extrem starke Konkurrenz.

Fakt ist aber auch, dass die spielerische Qualität des Routiniers unbestritten ist und sein Gehalt für die Borussia zu stemmen wäre. Als verhältnismäßig günstige Soforthilfe könnte Kruse helfen, den langfristigen Ausfall von Kapitän Marco Reus zu kompensieren. Sonderlich viel spricht für diese Option derzeit jedoch nicht.

Heiko Lütkehus

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