Anzeige
powered by Formel1.de

Racing-Point-Boss Szafnauer hadert mit begrochenem Bolzen

Deswegen konnte Hülkenberg in Silverstone nicht fahren

04.08.2020 10:07
Nico Hülkenberg konnte am Sonntag nur zuschauen
© MST
Nico Hülkenberg konnte am Sonntag nur zuschauen

Für Nico Hülkenberg war das erste Silverstone-Wochenende 2020 wohl eines der verrücktesten seiner gesamten Motorsport-Karriere. Pech für ihn: Bevor sein Comeback so richtig losging, da war es schon wieder vorbei. Am Rennen am Sonntag konnte der Ersatzmann von Sergio Pérez bei Racing Point gar nicht erst teilnehmen.

Teamchef Otmar Szafnauer hat mittlerweile verraten, dass ein Bolzen im Kupplungsgehäuse des RP20 gebrochen sei und sich anschließend verklemmt habe. Deshalb konnte man den Motor nicht starten. Er habe allerdings noch "keine Ahnung", was das Problem ausgelöst habe. "Er ist abgebrochen, daher könnte es ein Materialproblem [bei der Herstellung] sein."

"Es könnte aber auch ein zu hohes Drehmoment gewesen sein, ich weiß es nicht", so Szafnauer, der klarstellt: "Wir müssen die Ursache klären und dafür sorgen, dass es nicht noch einmal passiert." Doppelt bitter ist, dass es sich bei dem besagten Bolzen um ein von Mercedes hergestelltes Teil handelte. "Es ist kein Teil von Racing Point", betont Szafnauer.

"Es wäre sehr nützlich für Nico gewesen, ein Rennen zu fahren", erinnert der Teamchef zudem. Denn aktuell besteht die Möglichkeit, dass der Deutsche auch am kommenden Wochenende noch einmal für Perez einspringen muss. Da wäre jeder Kilometer am Sonntag wichtig gewesen, denn Szafnauer erinnert, dass Hülkenberg "wirklich bei Null" angefangen habe.

"Er hatte keine Wintertests und überhaupt keine Ahnung vom Auto. Es ist ein anderes Auto als das, welches er zuvor gefahren ist, ein anderer Antriebsstrang", erinnert er. Von 2017 bis 2019 fuhr Hülkenberg für das Renault-Werksteam. Zwar kennt er das ehemalige Force-India-Team noch aus den Jahren davor. Doch seitdem änderten sich dort ein paar Sachen.

"Er hatte einen anderen Ingenieur [als damals], denn sein alter Ingenieur arbeitet am Auto von Lance [Stroll]", nennt Szafnauer ein Beispiel. "Es war eine steile Lernkurve", erklärt er. Deswegen habe Hülkenberg unter diesen Umständen einen "großartigen Job" gemacht. "Es ist schade, dass er das Rennen nicht fahren konnte", so Szafnauer.

Im Qualifying hatte Hülkenberg zwar nur den 13. Platz belegt. Allerdings fehlte in Q2 weniger als eine Zehntelsekunde auf seinen Teamkollegen und damit zum Einzug in Q3. Sollte er am kommenden Wochenende noch einmal zum Einsatz kommen, darf man dann mit etwas mehr Vorbereitungszeit wohl einen noch stärkeren "Hülk" erwarten.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige