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Weg für Rekorddebüt frei

So lief Moukokos erstes Training bei den BVB-Profis

03.08.2020 14:42
Youssoufa Moukoko (l.) durfte beim BVB erstmals neben Stars wie Dan-Axel Zagadou (r.) trainieren
© TEAM2 via www.imago-images.de
Youssoufa Moukoko (l.) durfte beim BVB erstmals neben Stars wie Dan-Axel Zagadou (r.) trainieren

Youssoufa Moukoko ist bei den Profis von Borussia Dortmund angekommen - und das mit gerade einmal 15 Jahren. Der unausweichliche Weg in die Bundesliga könnte schon im November Realität werden.

Der Jüngste nimmt die Bälle - diese ungeschriebene Regel gilt in der Kreisliga und auch beim Vizemeister Borussia Dortmund. Brav beugte sich der 15-jährige Youssoufa Moukoko seinem Schicksal und schleppte das vollgepackte Netz nach seiner ersten Trainingseinheit bei den Profis vom Platz. Wenn es nach Sportdirektor Michael Zorc geht, soll sich das Megatalent künftig nicht mehr nur als Ballträger verdient machen.

"Er ist ein überragendes Talent", sagte Zorc vor dem Trainingsauftakt in der vergangenen Woche über Moukoko: "Er soll bei uns bleiben." Im Sommer 2016 hatte der Vizemeister den gebürtigen Kameruner mit gerade einmal elf Jahren vom FC St. Pauli losgeeist. In den letzten drei Spielzeiten erzielte er für die U17 und U19 des BVB wahnsinnige 128 Treffer und wurde dreimal Torschützenkönig in den jeweiligen Ligen.

Angesichts dieser Leistungen forderte Dortmunds Jugendkoordinator Lars Ricken im April "den nächsten Entwicklungsschritt" für den physisch starken Angreifer. Dieser Bitte kamen die BVB-Verantwortlichen nun nach, indem er den "blutjungen" Moukoko fest in den Profikader aufnahmen. Der deutsche U19-Nationalspieler trainiert jetzt bei der ersten Mannschaft mit, wird aber laut Zorc weiter bei den A-Junioren spielen.

Moukokos Weg für Rekorddebüt beim BVB frei

Aber es gibt kaum Zweifel, dass nach seinem 16. Geburtstag im November der Schritt auf die große Fußballbühne folgen wird. Der Ex-Dortmunder Nuri Sahin, dessen frühere Rückennummer 18 Moukoko beim Trainingsauftakt am Montag trug, muss sich dann von seinem Titel als jüngster Spieler der Bundesliga-Geschichte (Debüt mit 16 Jahren und 335 Tagen) verabschieden. Die Deutsche Fußball Liga hatte durch die Senkung des Mindestalters im April den Weg für Moukokos Rekorddebüt freigemacht.

Ricken begrüßte diesen Schritt, sei doch so der "Wettbewerbsvorteil ausländischer Ligen" gegenüber der Bundesliga aufgehoben. Trotz der früheren DFL-Bestimmungen war der BVB mit seiner Transferstrategie in der Vergangenheit äußerst erfolgreich: Junge hoffnungsvolle Talente wie Jadon Sancho, Christian Pulisic oder Ousmane Dembélé wurden früh in ihrer Entwicklung verpflichtet und konnten sich in Dortmund zu heiß begehrten Topstars entwickeln.

Mit Neuzugang Jude Bellingham (17) vom englischen Zweitligisten Birmingham City stand am Montag bereits der nächste "Teenager" in Dortmund auf dem Rasen. Bei seinem Profi-Debüt war Bellingham gerade einmal 16 Jahre und 38 Tagen alt. Er musste im Gegensatz zu Moukoko keine Bälle mehr vom Platz tragen.

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