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Audi eröffnet letzte DTM-Saison mit Fünffach-Sieg

01.08.2020 14:58
Nico Müller gewann 1. Rennen in Spa
© Thomas Pakusch via www.imago-images.de
Nico Müller gewann 1. Rennen in Spa

Auch die vielleicht letzte Saison der altbewährten DTM dürfte ganz im Zeichen Audis stehen: Die Ingolstädter feierten zum Auftakt am Samstag in Spa-Francorchamps einen Fünffach-Erfolg, der Schweizer Nico Müller führte das Quintett als Sieger an - und damit wurde das erste Rennen ausgerechnet für den Hersteller zum Triumph, der die DTM mit seinem Ausstieg zum Jahresende an den Rand des Abgrunds treibt.

Die DTM in ihrer jetzigen Form dürfte es 2021 nicht mehr geben, weil nur noch BMW als Hersteller bliebe. Und auch der Verbleib der Bayern ist höchst fraglich. Ob und wie es weitergeht, ist völlig unklar.

Ziemlich wahrscheinlich ist seit Samstag, dass der Titel auch in dieser so einschneidenden Saison an Audi geht. Hinter Müller landeten Jamie Green (Großbritannien), Loic Duval (Frankreich), Ex-Champion Mike Rockenfeller (Neuwied) und Titelverteidiger Rene Rast (Minden) - der Meister hatte auf Podestkurs gelegen, bis seine Reifen rätselhaft stark abbauten. Bester BMW-Starter war der Österreicher Philipp Eng. Schon im vergangenen Jahr hatte Audi Fahrer-, Team- und Markentitel gewonnen.

Das neue DTM-Jahr begann aufgrund der Corona-Pandemie nun spät wie nie. Erstmals seit 2005 war die Rennserie zudem wieder auf der Traditionsstrecke in Spa zu Gast, wo am Sonntag (13.30 Uhr/Sat.1) auch noch das zweite Saisonrennen steigt.

Rast rettet Rang fünf

Nach dem Start auf der Berg- und Talbahn ging es vor allem zwischen dem Audi-Führungstrio aus Robin Frijns, Müller und Rast eng zu, Rast schob sich zunächst auf Rang zwei vor. Noch in der Hochgeschwindigkeits-Senke Eau Rouge ging Müller aber wieder vorbei und sicherte sich wenige Runden später auch die Führung. In der Folge raste dieses Trio in geringem Abstand über den Kurs.

Die gut 7 km lange Strecke in den Ardennen bot den Piloten die seltene Möglichkeit, ihre Boliden an die Topspeed-Grenze zu treiben, am Ende der langen Kemmel-Geraden erreichten die Fahrer am Samstag knapp 300 km/h. Einer der meistgenutzten Überholpunkte lag allerdings unmittelbar davor: In der Eau Rouge erwischte es auch Rast ein zweites Mal, der Mindener fiel hinter Rockenfeller auf Rang vier zurück.

Auch im weiteren Verlauf tat er sich schwer, der Grund wurde wenig später klar: Die Reifen des Titelverteidigers brachen ein, "ich weiß nicht, was ich machen soll", funkte er an die Box. Ein zweiter Stopp war die Lösung, Rast konnte mit neuen Pneus zumindest Rang fünf retten.

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