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Neue LEC-Sponsoren: "Das ist enttäuschend"

29.07.2020 15:11
Die LEC wird von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Fans für einen neuen Sponsor hart kritisiert. (Archivbild)
© dpa
Die LEC wird von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von Fans für einen neuen Sponsor hart kritisiert. (Archivbild)

Mehrere Gesichter der LEC haben sich auf Twitter öffentlich gegen einen neuen Sponsor der europäischen League-of-Legends-Liga ausgesprochen. Beim neuen Partner "Neom" handelt sich um ein Unternehmen aus Saudi Arabien.

"Das ist enttäuschend, denn dies ist die LEC. Es ist mein Team, mein Produkt, mein Manager mein Büro", twitterte beispielsweise Indiana "Froskurinn" Black. Vor allem, weil sie die Entscheider im Unternehmen kenne, fühle sie sich zum Schweigen gebracht.

Auch Aaron "Medic" Chamberlain sprach sich gegen die Partnerschaft aus: "Ich kann nicht in Worte fassen, wie frustriert und enttäuscht ich heute von der LEC bin."

In Saudi-Arabien wird Homosexualität strafrechtlich verfolgt. Mehrere Caster, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind homosexuell oder begreifen sich als Teil der LGBTQ-Community.

Kritisiert wird die Kooperation vor allem im Zusammenhang mit der parallel laufenden "Pride Week" der LEC. Mit der Aktion spricht sich die LEC gegen Homophobie aus und unterstützt die LGBTQ-Community. So wurde beispielsweise das Logo der LEC auf Twitter in die Pride-Farben geändert. Die LEC reagierte zunächst nicht auf die Kritik.

"Neom" soll eine futuristische Mega-City in Saudi-Arabien werden, mit geschätzten Kosten von 500 Milliarden US-Dollar. In Werbefilmen war von "bessere Menschen, bessere Gesellschaft" die Rede.

Die LEC wurde von Fans bereits in der Vergangenheit für die Auswahl ihrer Sponsoren kritisiert, beispielsweise für eine Kooperation mit Shell. League of Legends wird außerdem von Riot Games entwickelt, einer Tochter des chinesischen Unternehmens Tencent.

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