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Corona-Fall bringt VfL Wolfsburg in Personalnot

26.07.2020 11:54
Kevin Mbabu ist mit dem Coronavirus infiziert
© Moritz Mueller/Pool
Kevin Mbabu ist mit dem Coronavirus infiziert

Die Corona-Infektion von Außenverteidiger Kevin Mbabu hat den Trainingsauftakt beim Bundesliga-Siebten VfL Wolfsburg überschattet und die Niedersachsen in Personalnot gestürzt

Gut 80 Zaungäste empfingen die Fußballprofis des VfL Wolfsburg mit Beifall zum ersten Training. Nur bei Kevin Mbabu kam der freundliche Applaus nicht an. Denn nach einem positiven Coronatest musste sich der Außenverteidiger vorerst in häusliche Quarantäne begeben.

Schon am Mittwoch hatte eine erste Untersuchung eine Infektion ergeben, der Schweizer Nationalspieler wurde umgehend isoliert, um Ansteckungen auszuschließen. "Zumindest aber hat unser Testsystem funktioniert. Wir hatten die Testzeiten so gelegt, dass Spieler und Staff-Team vor dem ersten gemeinsamen Training nicht zusammentreffen", erläuterte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer das Procedere.

Dennoch trifft der vorläufige Ausfall des 25-Jährigen den Bundesliga-Siebten personell an einem wunden Punkt. Denn zehn Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League am 5. August (18:55 Uhr) in der Ukraine gegen Schachtjor Donezk gehen Trainer Oliver Glasner die Abwehrspieler aus.

"Scheiße, wieder ein Außenverteidiger", so bekannte Glasner, habe er gedacht, als er von der neuen Situation um Mbabu erfuhr. Denn sicher fehlen ihm die beiden Langzeitverletzten Paulo Otavio und William sowie Mbabus Landsmann Renato Steffen (Gelbsperre). Überdies wird im Mittelfeld Admir Mehmedi (Achillessehnenprobleme) nicht zur Verfügung stehen.

Ungewissheit als Herausfordung für den VfL Wolfsburg

Dennoch wertete Maximilian Arnold den Aufgalopp der Niedersachsen als gelungen. "Es war ein bisschen mehr Krieg mit dem Ball am Fuß als sonst. Aber das ist ja ganz normal", sagte der mittlerweile dienstälteste VfL-Profi. Mental indes sei alles ein bisschen komisch: "Man ist ja noch in der alten Saison und wenn das abgehakt ist, ist man plötzlich sofort in der neuen Saison."

Diese ungewohnten Ungewissheiten sind auch für Coach Glasner eine neue Herausforderung. "Wir haben jetzt die zehn Tage bis Donezk, für die Zeit danach liegen alle unsere Pläne erstmal in der Schublade", sagte der Österreicher.

Sollten die Norddeutschen die 1:2-Hinspielniederlage im eigenen Stadion gegen den ukrainischen Meister noch wettmachen können, ginge es schon eine Woche später beim Finalturnier der Europa League in Nordrhein-Westfalen mit dem Viertelfinale weiter. Ansonsten würde es für die "Wölfe" erst am zweiten September-Wochenende mit der ersten Runde im DFB-Pokal wieder ernst.

Lieber wäre Glasner natürlich, dass seine Schützlinge im August international weiter im Rennen bleiben, nächster Gegner wäre dann wahrscheinlich der FC Basel.

Dieses Ziel haben auch die Wolfsburger Spieler, so jedenfalls interpretierte Glasner den körperlichen Zustand der Profis nach dem Aufgalopp: "Alle sind mit einem Top-Gewicht aus dem Urlaub gekommen und haben nicht nur im Liegestuhl gelegen."

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