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"Haben nicht zu wenig Tore geschossen"

Stürmer-Problem beim BVB? Das sagt Zorc

24.07.2020 12:43
Erling Haaland bleibt wohl der einzige Neuner in Kader des BVB
© Kirchner-Media via www.imago-images.de
Erling Haaland bleibt wohl der einzige Neuner in Kader des BVB

Im November 2019 erklärten die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund noch öffentlich, es sei ein Fehler gewesen, mit nur einem echten Neuner in die Saison zu gehen. Beinahe auf den Tag genau neun Monate später will man von dieser Erkenntnis beim BVB allerdings nicht mehr viel wissen.

Vom "kicker" mit der Frage nach der Notwendigkeit eines zweiten echten Stoßstürmers neben Youngster Erling Haaland konfrontiert, erklärte BVB-Sportdirektor Michael Zorc lediglich: "Wir haben in der vergangenen Saison nicht zu wenig Tore geschossen." 

Damit hat der Ur-Borusse natürlich recht, stellten die Schwarz-Gelben mit 84 Ligatoren doch einen neuen Vereinsrekord auf. Dennoch stellt sich die Frage, was passiert, wenn Haaland eine Verschnaufpause benötigt oder längere Zeit ausfällt? Zorc zumindest beschert der Gedanke keine schlaflosen Nächte. Der 57-Jährige verweist auf das bereits 2019/20 praktizierte Alternativsystem mit zwei Spitzen, in dem es "gar keinen klassischen Neuner mehr" gibt.


Mehr dazu: Gefährliches Spiel? Der BVB in der Stürmer-Falle


Zudem hat der BVB den 15-jährigen Youssoufa Moukoko in der Hinterhand. Der deutsche Juniorennationalspieler stellte in der U17-Bundesliga einen irren Tor-Rekord auf und knüpfte 2019/20 auch bei den A-Junioren an seine Ausbeute an. Als die Saison der A-Junioren-Bundesliga West aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, stand Moukoko bei 34 Tore in 20 Partien. Im November dürfte der Deutsch-Kameruner auch für die Profis der Borussen auflaufen. Zorc warnt jedoch ausdrücklich, "vor einer zu großen Erwartungshaltung."

Was passiert beim BVB, wenn Sancho geht?

"Handlungsbedarf" sieht Zorc dennoch nur, sollte Jadon Sancho doch noch das Weite suchen. Der 20-Jährige zauberte in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend 40 Scorerpunkte (20 Tore/20 Vorlagen) auf den Rasen und würde eine große Lücke reißen. 

Für 120 Millionen Euro dürfte der Engländer Dortmund allerdings verlassen. Vor allem Manchester United soll großes Interesse haben. Laut "kicker" gab es jedoch noch keine Gespräche zwischen Borussia Dortmund und den Red Devils.

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