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Zulassung von Zuschauern möglich?

"Große Fortschritte": F1 bestätigt Nürburgring-Comeback

24.07.2020 16:11

Die Formel 1 macht in diesem Jahr doch noch in Deutschland Station. Wie die Motorsport-Königsklasse am Freitag bekannt gab, wird am 11. Oktober der elfte Saisonlauf auf dem Nürburgring ausgetragen. Darüber hinaus gab die Formel 1 weitere Rennen im portugiesischen Portimao (25. Oktober) sowie in Imola/Italien (1. November) bekannt. Damit sind nun 13 Läufe terminiert.

"Wir freuen uns, dass wir bei der Fertigstellung unserer Pläne für die Saison 2020 weiter große Fortschritte machen", sagte Formel-1-Boss Chase Carey: "Wir möchten den Veranstaltern, den Teams und der FIA für ihre volle Unterstützung bei unseren Bemühungen danken, unseren Fans in dieser Saison spannende Rennen in einer beispiellosen Zeit zu bieten."

Das Rennen auf dem Nürburgring wird aus lizenzrechtlichen Gründen Großer Preis der Eifel und nicht Großer Preis von Deutschland heißen.

Hintergrund dieser Benennung ist: Die Namensrechte am Deutschland-Grand-Prix hält der Automobilclub von Deutschland (AvD), der am Nürburgring aber nicht als Veranstalter auftritt. Stattdessen übernimmt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) die Schirmherrschaft über das Rennen, das folgerichtig einen anderen Namen braucht.

Ausschlaggebend für den Zuschlag war offenbar, dass das Land Rheinland-Pfalz den F1-Bossen in Aussicht gestellt hat, Fans zuzulassen. Für den Hockenheimring gab es aus der baden-württembergischen Politik dagegen ein klares Nein für solche Pläne.

Zwischen 20.000 und 30.000 Zuschauer am Nürburgring?

"Also wichtig ist, dass die Corona-Zahlen unten bleiben. Dann wird der Nürburgring auch viele Fans zulassen, ich gehe mal davon aus, zwischen 20.000 und 30.000 Fans sind dann möglich, das wäre natürlich super", sagte "RTL"-Experte Felix Görner.

Das bislang letzte F1-Rennen auf dem Nürburgring fand 2013 statt. Der Sieger? Sebastian Vettel im Red Bull. Rekordsieger ist – wen wundert's – Rekordweltmeister Michael Schumacher mit fünf Erfolgen.

Neben der deutschen Traditionsrennstrecke bestätigte die F1 zwei weitere Europa-Rennen: In Portimao (Portugal) vom 23. bis 25. Oktober und Imola (Italien) vom 31. Oktober bis 1. November. Portimao ist ein Neuling in der F1-Welt. Zuletzt gastierte die Königsklasse 1996 in Portugal. In Estoril. Von 1984 bis 1996 Renn-Hotspot.

Imola voller Formel-1-Geschichte

Auf eine lange Rennsportgeschichte blickt hingegen Imola zurück. Von 1980 bis 2006 rasten die Boliden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari um Siege und Punkte. Die Rennen in der Nähe von Bologna fanden unter dem Titel Großer Preis von San Marino ihren Platz im Rennkalender. Letzter Sieger war übrigens Michael Schumacher (Ferrari).

Zugleich war Imola Ort eines der größten Dramen der Sportgeschichte. 1994 kam im Abschlusstraining Roland Ratzenberger ums Leben – einen Tag später, am 1. Mai, starb F1-Legende Ayrton Senna bei einem Crash in der Tamburello-Kurve. Danach wurde das Streckenlayout entschärft.

Während mit dem Nürburgring, Portimao und Imola drei Stationen in Europa hinzukommen, brechen aufgrund der Corona-Pandemie im Rest der Welt weitere etatmäßige Rennen weg. So wird in den USA, Mexiko, Brasilien und Kanada in diesem Jahr definitiv kein GP stattfinden.

Formel 1 in 2021 wieder in Amerika

Es ist aber nur ein Abschied auf Zeit, wie Carey betont: "Wir freuen uns schon darauf, im kommenden Jahr wieder [nach Amerika] zurückzukehren. Dann werden [unsere Partner] wieder dazu in der Lage sein, Millionen von Fans rund um die Welt in Atem zu halten."

Was Carey indes nicht sagte: Im November könnten noch weitere Rennen in den Kalender aufgenommen werden. Zu den Kandidaten zählen Vietnam, wo im Frühjahr die Formel-1-Premiere hätte erfolgen sollen, und Malaysia, wo zuletzt 2017 ein Formel-1-Rennen ausgetragen wurde.

Derweil zeigt man sich in Montreal "enttäuscht" darüber, den geplanten Grand Prix nicht abhalten zu können. "Es ist schwierig für uns, diese Entscheidung hinzunehmen, aber wir müssen sie akzeptieren", sagt Francois Dumontier als Rennpräsident vor Ort. "Die Gesundheit und die Sicherheit [aller Beteiligten] haben aber stets Vorrang."

© RTL
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