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DSV-Coach macht Zukunft vom Erfolg abhängig

21.07.2020 12:55
Weinbuch macht sein Karrierende vom Teamerfolg abhängig
© APA/APA/SID/GEORG HOCHMUTH
Weinbuch macht sein Karrierende vom Teamerfolg abhängig

Erfolgscoach Hermann Weinbuch hat seine Zukunft beim Deutschen Skiverband (DSV) einmal mehr vom sportlichen Abschneiden seiner Mannschaft im kommenden Winter abhängig gemacht.

"Wenn es wider Erwarten nicht so gut funktionieren sollte, dann ist es auch für mich gut, wenn ich ein Jahr früher aufhöre als angekündigt", sagte der Bundestrainer der deutschen Kombinierer dem "SID". Geplant ist das Karriereende des 60-Jährigen nach Olympia 2022.

Weinbuch hatte seinem Team im Frühjahr nach einem weitgehend enttäuschenden Winter die Vertrauensfrage gestellt. "Ich habe schon immer gesagt, dass ich von Jahr zu Jahr schaue. Es war heuer schon sehr knapp. Ich habe die Jungs eindringlich gefragt, ob sie mit mir noch arbeiten wollen. Sie haben darum gebeten, dass ich das weitermache", sagte er am Rande einer Trainingseinheit in der Jochen-Schweizer-Arena in Taufkirchen.

Vor allem auf der Schanze offenbarten Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Co. zuletzt erhebliche Schwächen. Die Lücke zu Überflieger Jarl Magnus Riiber war riesig. Dafür verpflichtete Weinbuch in Heinz Kuttin einen neuen Sprungtrainer.

"Wir sind auf einem guten Weg", betonte Weinbuch. Man gehe für bessere Leistungen im Springen aber "ein gewisses Risiko ein, indem wir im Laufen einiges weggenommen haben. Wir haben fürs Skispringen sehr viel hinten angestellt." Er sei "trotzdem guter Dinge".

Bei der Heim-WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März 2021) sind die Erwartungen entsprechend hoch. "Wir haben vier Wettkämpfe, drei Medaillen wollen wir gewinnen. Es wäre natürlich sehr schön, wenn eine goldene dabei wäre", unterstrich Weinbuch: "Zuhause will man schon glänzen. Man erwartet von uns viel, wir können aber mit dem Druck umgehen."

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