Anzeige

Ludwig lässt "Löwen" raus, Lippmann mit" Nahtoderfahrung"

19.07.2020 19:29
Laura Ludwig und Margareta Kozuch belegten in Düsseldorf Platz zwei
© Georg Hochmuth
Laura Ludwig und Margareta Kozuch belegten in Düsseldorf Platz zwei

Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig hat mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch beim Turnier in Düsseldorf nach monatelanger Corona-Pause einen gelungenen Auftritt hingelegt. Nur die Zuschauer fehlten dem Duo.

Laura Ludwig genoss die Rückkehr auf den Court sichtlich. "Es ist perfekt, in diesem Jahr noch in den Competitionmodus zu kommen. Wir können unseren Löwen nochmal rauslassen", sagte die Beachvolleyball-Olympiasiegerin beim ersten Turnier nach monatelanger Corona-Zwangspause.

Zum Happy End reichte es nicht, im Finale des hochklassig besetzten Events in Düsseldorf unterlag Ludwig mit ihrer Partnerin Margareta Kozuch den Schweizerinnen Joana Heidrich/Anouk Verge-Depre 0:2 (12:21, 15:21).

In zwei Wochen steht an gleicher Stelle das zweite Frauen-Turnier auf dem Programm. Dann gibt auch Kira Walkenhorst, die in Rio an Ludwigs Seite Gold geholt hatte, ihr Comeback. Die lange verletzte 29-Jährige tritt mit ihrer neuen Partnerin Anna-Lena Grüne in der Qualifikation für die deutschen Meisterschaften an, Ludwig/Kozuch haben ihr Ticket ebenso wie die anderen Nationalteams bereits in der Tasche.

"Man muss bei sich bleiben, seine 8x8 Meter ausfüllen"

Hinter verschlossenen Türen zu spielen, war für Ludwig "schon eine große Umstellung". Gerade die extrovertierte Wahl-Hamburgerin lässt sich von der Stimmung auf den Rängen gern tragen. "Man muss wirklich bei sich bleiben, seine 8x8 Meter ausfüllen. Das Publikum gibt halt nochmal Adrenalin, wenn man gepusht wird, oder auch mal ausgebuht," sagte die 34-Jährige.

Ludwig und Kozuch sind dankbar, endlich wieder Wettkampfpraxis zu sammeln. "Für uns ist es auf jeden Fall perfekt jetzt. Wir haben drei bis fünf sehr gute Spiele, die für uns Training bedeuten". Bei der DM in Timmendorfer Strand (3. bis 6. September) wollen die beiden den Titel holen. Danach steht auch noch die EM in Jürmala/Lettland (16. bis 20. September) auf dem Programm.

"Wir haben noch nicht so viel als Team gespielt und trainiert. Wir haben die letzten drei Monate an unseren individuellen Sachen gearbeitet, wirklich auch tiefgründig. Das war so ein bisschen spannend und überraschend zu sehen, wie wir die Puzzleteilchen zusammenkriegen", so Kozuch. Mit Ludwig gewann sie in Düsseldorf vier von fünf Spielen.

Lippmann witzelt über "Nahtoderfahrung"

Louisa Lippmann war beim Turnier mit Isabell Schneider auf ungewohntem Terrain unterwegs. Die Hallen-Nationalspielerin wagte sich nach nur vier gemeinsamen Trainingseinheiten erstmals in den Sand. Dem Duo gelang zwar in drei Spielen kein Sieg, zumindest über einen Satzgewinn durften sich die beiden aber freuen.

Als "Nahtoderfahrung" beschrieb Lippmann ihr erstes Spiel über drei Sätze, trotz der Anstrengung genoss die 25-Jährige ihren Abstecher in vollen Zügen. "Deswegen bin ich hier, mich einfach mal reinzuschmeißen in das Abenteuer", so Lippmann.

Schneider wird beim nächsten Auftritt in Düsseldorf wahrscheinlich wieder mit Viktoria Bieneck antreten, die diesmal aufgrund einer Bauchmuskelverletzung passen musste. "Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass wir auf dem Court so schnell harmonieren. Louisa hat ihre Sache richtig, richtig gut gemacht", lobte Schneider ihre Interims-Partnerin.

Für seine Top-Teams organisierte der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) vor der DM drei Turniere, zeitgleich findet auch die DM-Qualifikation statt. Am kommenden Wochenende treten die Männer um die Vizeweltmeister Julius Thole/Clemens Wickler (Eimsbüttel) erstmals in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt an. Nach einem weiteren Stopp in Düsseldorf ist Hamburg die letzte Station.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige