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Masson fürchtet komplizierten Restart

18.07.2020 07:15
Caroline Masson lebt in den USA
© Jorge Lemus
Caroline Masson lebt in den USA

Caroline Masson hegt Zweifel an einem reibungslosen Restart im Frauen-Profigolf. "Golf ist ein so internationaler Sport, im Damengolf mehr noch als bei den Männern. Rund 30 Prozent der Spielerinnen leben außerhalb der USA und waren zwischenzeitlich zu Hause. Das könnte alles kompliziert werden", sagte Masson der "Süddeutschen Zeitung".

Dass die US-Tour der Männer bereits im Juni begonnen hat, weckt laut Masson in der Szene gemischte Gefühle. "Das Gute ist: Wir können uns erst mal anschauen, wie das bei den Herren läuft", sagte die 31-Jährige: "Aber wir haben jetzt auch kein Geld verdient, da ist es für viele natürlich frustrierend, die Männer spielen zu sehen."

Die US-Tour der Frauen soll Ende Juli in Ohio starten. "Die Tour der Männer hat, so scheint es, unendliche finanzielle Möglichkeiten. Sie kann es sich erlauben, 150 Spieler, 150 Caddys plus Helfer und Journalisten mehrmals die Woche zu testen", sagte die 31-Jährige.

An ihrem Wohnsitz im US-Bundesstaat Florida erlebt Masson die drastischen Auswirkungen der Pandemie und die politischen Spannungen aus nächster Nähe mit. "Nicht dass ich mich super unwohl fühle in den USA - aber es ist bedrückend zu sehen, was hier los ist", berichtet die zweimalige Solheim-Cup-Siegerin.

Die gesellschaftliche Spaltung macht Masson auch im privaten Umfeld zu schaffen: "Es ist leider ganz, ganz schwierig geworden, mit Freunden oder Bekannten über Politik zu reden. Das große Problem ist: dass eine andere Meinung einfach nicht akzeptiert wird."

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