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Niemand mehr "unfreiwillig an Vereine wie Dortmund" abgeben

Leverkusen-Boss schickt Kampfansage an den BVB

15.07.2020 09:28
Fernando Carro verfolgt ehrgeizige Ziele mit Bayer Leverkusen
© Jörg Schüler via www.imago-images.de
Fernando Carro verfolgt ehrgeizige Ziele mit Bayer Leverkusen

Fernando Carro will den großen Abstand zum deutschen Fußball-Meister FC Bayern München reduzieren und schon bald wieder auf einer Stufe mit Vizemeister Borussia Dortmund sein. Dieses Ziel unterstrich der Geschäftsführer von Bundesligist Bayer 04 Leverkusen einmal mehr.

"Wir dürfen uns nicht einfach damit abfinden, dass die Bayern die Besten sind. Wir müssen ihnen näher kommen wollen. Ich habe den Anspruch, die Meisterschaft spannender zu machen, wenn wir die Chance dazu erhalten", stellte der 55-Jährige im Gespräch mit der "Sport Bild" klar. 

Von den Konkurrenten solle künftig wieder jeder die Werkself "auf dem Zettel haben", wenn es um die Frage nach den Favoriten in den verschiedenen Wettbewerben geht, so der Bayer-Boss. 

Ehrgeizige Ziele, die verdeutlichen: Zumindest im Kampf um den Platz hinter dem deutschen Branchenkrösus FC Bayern will sich Leverkusen wieder besser positionieren.

Bayer will "keinen Spieler mehr an Vereine wie den BVB verlieren"

Carro akzeptiere, dass es eine Gruppe von absoluten Top-Klubs in Europa gebe, an die er mit seinem Klub nicht heranreichen kann. Darunter Teams wie der FC Liverpool, der FC Barcelona, Real Madrid oder eben auch der FC Bayern. "Wenn dann jemand von uns zu einem der zehn Spitzenklubs in Europa geht, muss ich damit leben", räumte der Spanier ein.

Dahinter solle es aber keinen Konkurrenten mehr geben, der Bayer dauerhaft im Wettbewerb um einzelne Spieler direkt schwächen kann. Vor allem den BVB nimmt Carro ins Visier: "Wir müssen es uns erarbeiten, dass unsere Topspieler länger bleiben. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Erfolge. [...] Wir müssen es schaffen, keinen Spieler mehr unfreiwillig an Vereine wie Borussia Dortmund zu verlieren." In den letzten Jahren wanderten beispielsweise Julian Brandt, Ömer Toprak oder Gonzalo Castro zu den Schwarz-Gelben ab.

Hinter der Aussage des Bayer-Geschäftsführers steckt die klare Zielsetzung der Werkself, sich hinter der absoluten Elite in Fußball-Europa wieder dauerhaft zu etablieren, wie es schon einmal vor rund 15 bis 20 Jahren der Fall war. "An die Gruppe der ganz großen Klubs werden wir nicht rankommen. Aber wir haben die Top 16 in Europa als klares Ziel formuliert. Dazu stehen wir, darauf arbeiten wir hin", so die unmissverständliche Kampfansage Carros.

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