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Was das wohl gegeben hätte?

Enthüllt: Hertha BSC fragte bei Jürgen Klopp an

15.07.2020 19:49
Jürgen Klopp war zuletzt 2017 im Olympiastadion zu Gast
© KOCH/ Eibner-Pressefoto
Jürgen Klopp war zuletzt 2017 im Olympiastadion zu Gast

Jürgen Klopp hat in den letzten Jahren mit dem FC Liverpool eine sagenhafte Erfolgsgeschichte geschrieben. Nachdem er am Ende der Saison 2014/2015 beim BVB aufhörte, legte er im Oktober 2015 als Teammanager bei den Red los und führte sie bis an die Spitze Englands und auf den Fußball-Thron Europas. Dabei hätte alles auch ganz anders laufen können ...

Laut "Sport Bild" hatte Jürgen Klopp schon einige Monate vor seiner Anstellung beim FC Liverpool ein anderes konkretes Job-Angebot auf dem Tisch liegen. Wie das Sportmagazin vermeldete, war BVB-Ligakonkurrent Hertha BSC heiß auf den heute 53-Jährigen.

Nachdem sich in der Spielzeit 2014/2015 das Ende der Klopp-Ära bei Borussia Dortmund abzeichnete, wollten die Hertha-Bosse um Vereinspräsident Werner Gegenbauer und Manager Michael Preetz nichts unversucht lassen und kontaktierten Berater Marc Kosicke.  

Der Verlauf eben jener Gespräche wurde jetzt bekannt. Demnach habe Kosicke zwar direkt klargestellt, dass der Hauptstadtklub, der damals wie heute im grauen Bundesliga-Mittelfeld angesiedelt war, nicht auf dem Niveau spiele, welches sich Klopp als neuen Verein grundsätzlich vorstelle. Anhören wollte er sich das Angebot und den Zukunftsplan der Berliner aber trotzdem. 

Die Hertha-Verantwortlichen setzten laut "Sport Bild" alle Hebel in Bewegung, um den finanziellen Rahmen für eine Klopp-Anstellung schaffen zu können. Neu-Investor KKR wurde über den Geheim-Plan informiert. Und mit Klopps Werbepartner, dem Autobauer Opel, sollte eine ganz neue Kooperation gestartet werden. Den Rüsselsheimern sollte in Aussicht gestellt werden, neuer Hauptsponsor der Hertha zu werden, um so das hohe Gehalt des Wunschtrainers zahlen zu können.

Windhorst äußert sich zu Klopp

Der Plan lag somit in der Schublade beziehungsweise sogar schon auf dem Schreibtisch von Hertha-Manager Preetz. Zur Umsetzung sollte es dennoch nie kommen. Von intensiveren Verhandlungen sah der Dortmunder Meistertrainer Klopp damals ab. Zunächst wollte er nach der intensiven Zeit beim BVB eine Pause einlegen. Wenige Monate später klopfte dann der FC Liverpool an. Ein Klub wie maßgeschneidert für den leidenschaftlichen Klopp - der Rest ist Fußball-Geschichte. 

Die Beziehungen zwischen Herthas Management und dem Startrainer sollen seit dem dennoch top sein. Zwei Spieler wurden in den letzten Jahren bereits auf Leihbasis von Liverpool nach Berlin transferiert (Allan und Marko Grujic), außerdem trafen sich die Klubs im Sommer 2017 zum Testspiel im Olympiastadion.

Den Berliner Träumereien, mit den neuen Windhorst-Millionen einen neuen Abwerbeversuch bei einem der weltweit erfolgreichsten Trainer der letzten Jahre zu starten, kommentierte der Investor zuletzt höchstpersönlich: "Jeder Verein wünscht sich zurzeit einen Namen wie Klopp, das ist keine Frage. Aber diese Frage stellt sich aktuell nicht. Wir haben mit Bruno Labbadia einen tollen Trainer."

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