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Der Ex-BVB-Kapitän erinnert sich das an Pokalfinale 2012

Kehl schwelgt in Erinnerungen: "Haben Bayern gedemütigt"

10.07.2020 12:52
Sebastian Kehl und der BVB besiegten den FC Bayern im Pokalfinale 2012
© imago sportfotodienst
Sebastian Kehl und der BVB besiegten den FC Bayern im Pokalfinale 2012

Mit dem 5:2-Kantersieg im DFB-Pokalfinale 2012 gegen den FC Bayern München schrieb Borussia Dortmund Vereinsgeschichte. Ex-BVB-Kapitän Sebastian Kehl blickte nun auf den Triumph zurück.

"Wir haben Bayern München damals in einem denkwürdigen Finale gedemütigt, das erste und bis heute einzige Double der Vereinsgeschichte gewonnen und Borussia Dortmund einen historischen Moment beschert", erinnerte sich Kehl in einem Interview mit der "Sport Bild".

Nachdem der BVB drei Wochen zuvor bereits die zweite Deutsche Meisterschaft in Folge eingetütet hatte, strotzten die Schwarz-Gelben im Pokalfinale nur so vor Selbstbewusstsein.

"Die Lust auf diesen Titel und die Überzeugung, ihn auch zu gewinnen, war unfassbar groß", erzählte Kehl und ergänzte: "Allen war klar: Wir haben die einzigartige Chance, BVB­-Geschichte zu schreiben. Und das wollten wir unbedingt."

Dieses "Gefühl der Unbesiegbarkeit" habe der Revierklub auch benötigt, um das Finale zu gewinnen. "Es war ja nicht so, dass sich Bayern München einfach kampflos ergeben hat", so Kehl.

Der heutige Leiter der Lizenzspieler-Abteilung führte damals gerade mit den jungen Spielern viele Gespräche, "um den Druck zu nehmen und die Freude auf das Spiel in den Vordergrund zu stellen. Nicht nur in diesen Punkten hat das Zusammenspiel mit Jürgen Klopp über viele Jahre perfekt funktioniert", blickte Kehl auf die erfolgreichen Zeiten zurück.

Das hat zum Umdenken beim FC Bayern geführt

Nach der Pokal-Pleite rüstete der FC Bayern mit Javi Martínez, Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri auf und legte damit den Grundstein für die erfolgreichen Jahre.

"Wir haben sie nicht nur fünfmal in Serie geschlagen, sondern damals auch kurzzeitig an ihrer Vormachtstellung im deutschen Fußball gekratzt. Es war ja nicht nur dieses eine Endspiel, das in München zum Umdenken und Aufrüsten geführt hat", betonte Kehl.

Der 40-Jährige fügte hinzu: "Natürlich haben wir Bayern München in diesen zwei Jahren mehr als nur geärgert. Sie haben darauf reagiert und uns mit Mario Götze 2013 und Robert Lewandowski 2014 zwei ganz entscheidende Spieler genommen."

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