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Das sagt BVB-Geschäftsführer Cramer zum Frauenteam-Plan

04.07.2020 12:32
Carsten Cramer (r.) will das Interesse an einem Frauenteam des BVB herausfinden
© TEAM2 via www.imago-images.de
Carsten Cramer (r.) will das Interesse an einem Frauenteam des BVB herausfinden

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat lange den Aufbau einer Damen-Mannschaft abgelehnt. Mittlerweile überdenkt der BVB seine Position, das neue Team könnte schon bald Realität werden.

In einer Online-Umfrage unter Mitgliedern, Anhängern und Fanklubs will der Revierklub bis zum 9. Juli wichtige Erkenntnisse ziehen, ob ein konkrete Pläne erarbeitet werden sollen. "Unser Ziel ist es, mit einem klaren Konzept, das die Wünsche unserer Mitglieder beinhaltet, in die nächste Mitgliederversammlung zu gehen", erklärte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer gegenüber "Ruhr Nachrichten".

Ende November könnte auf der Versammlung daher, je nach Ausgang der Erhebung, ein entsprechender Beschluss vorgelegt werden.

Mithilfe der Umfrage will die Borussia erfahren, wie groß das Interesse für den Frauenfußball ist. Und ob es sich erhöhen würde, falls ein eigenes Team gegründet wird.

Vier Szenarien umreißt der BVB dabei: In der Kreisliga mit einem eigenen Team starten und sich in den nächsten Jahren mit Aufstiegen hocharbeiten; ein Team lediglich mit einem Breitensport-Status anmelden, das nur Freundschaftsspiele absolviert; ein bestehendes Frauenteam in Dortmund unterstützen oder eine Lizenz erwerben, womit die Möglichkeit bestünde, höherklassig einzusteigen.

Cramer sieht "Tendenz" bei der BVB-Umfrage

"Es gibt eine Tendenz in den Rückläufern unserer Umfrage, aber die verrate ich nicht, um die Umfrage nicht zu manipulieren", so Cramer.

"Ruhr Nachrichten" zufolge könnte eine Fusion mit einem Klub aus der Region eine der vielversprechendsten Optionen sein. Der SV Berghofen, eigentlich nur Dritter in der Regionalliga, steigt zur nächsten Saison in die 2. Bundesliga auf. Hintergrund ist, dass der 1. FC Köln aus der Bundesliga ins Unterhaus abgestiegen ist. Die zweite Mannschaft des Effzeh, die in der Regionalliga West Erster wurde, darf somit nicht aufsteigen.

Dieser Aufstiegsplatz geht nun an den SV Berghofen, der sich künftig in der 2. Bundesliga etablieren will. Ob der Klub dabei Hilfe vom BVB bekommt oder gar mittelfristig unter dem Dach der Schwarz-Gelben aufläuft, sei derzeit aber noch völlig offen.

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