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Avdijaj könnte Schalke "sicherlich weiterhelfen"

30.06.2020 12:43
Donis Avdijaj flirtet mit einer Rückkehr zum FC Schalke 04
© Seskimphoto via www.imago-images.de
Donis Avdijaj flirtet mit einer Rückkehr zum FC Schalke 04

Einst beim FC Schalke 04 als Jahrhundertalent gehandelt, weist die Vita von Donis Avdijaj mit 23 Jahren inzwischen sechs Profistationen, aber nicht unbedingt enorme Erfolge auf. In Kürze endet sein Vertrag beim schottischen Erstligisten Hearts of Midlothian, der Offensivspieler muss sich erneut einen neuen Arbeitgeber suchen. Nun hat sich der gebürtige Osnabrücker zu seiner Karriere geäußert.

Er habe zu Beginn zwar selbst "Fehler" gemacht, gibt Avdijaj im Gespräch mit "Sport1" zu, moniert jedoch auch, dass ihm "zu dieser Zeit die nötige Unterstützung von Schalke gefehlt" habe. "Damals war ich nicht der Spieler, der bei den Profis mittrainiert und gespielt hat, sondern nur noch der Junge mit der 47-Millionen-Klausel. Das hat mich schon belastet."

"Es ist oft nicht leicht, mit dem schnellen Ruhm nach einigen guten Spielen umzugehen. Und genauso schnell wird man eben auch kritisiert. Und das eben nicht immer auch fair. Gerade Jungs im Alter von 18, 19 brauchen da mehr Unterstützung vom Verein", konkretisiert der Angreifer seine Vorwürfe.

Der FC Schalke hatte sein Eigengewächs 2014 in den Profi-Kader befördert und mit einer Ausstiegsklausel in Höhe von 47 Millionen Euro ausgestattet. Eine schwere Hypothek, auch wenn Avdijaj zugibt, die Summe habe ihn zuerst "glücklich gemacht".

Der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler sorgte zu Jugendzeiten für Rekorde, die erst BVB-Wunderkind Youssoufa Moukoko brechen sollte. In 51 Spielen der B-Junioren-Bundesliga traf er 59 Mal, in 18 Einsätzen im A-Junioren-Oberhaus 17 Mal. Damals an seiner Seite: Leroy Sané (Manchester City) und Thilo Kehrer (PSG), die sich zu internationalen Top-Stars gemausert haben.

Diese Entscheidung bereut Avdijaj bitter

"Ich bin mir aber auch sicher, dass ich von den Anlagen her eine vergleichbare Qualität vorweisen kann", gibt sich Avdijaj selbstbewusst und ergänzt: "Es gibt Karrieren so wie meine, da fährt man Achterbahn, und andere laufen glatt nach oben durch. Leroy und Thilo sind prima Jungs und ich wünsche ihnen auch, dass sie noch mehr erreichen."

Dass er nicht auch den Weg zu einem ausländischen Spitzenklub eingeschlagen hat, bezeichnet Avdijaj heute als seinen "größten Fehler", den er "bitter bereut". Bevor er seinen ersten großen Vertrag auf Schalke unterschrieben habe, hätte ihm ein "Mega-Angebot" vom FC Liverpool vorgelegen, auch Real Madrid habe Interesse gezeigt. 

Doch auch sein gewählter Karriere-Verlauf stimmt Avdijaj nicht unzufrieden. Auch jetzt habe er "viele Anfragen" vorliegen, die Gespräche würden laufen. Ob sein Ex-Klub FC Schalke - für Avdijaj weiterhin "eine Herzensangelegenheit" - dazu gehört, bleibt offen. Der Kicker aus der Knappenschmiede ist sich jedoch sicher, dass er "dem Verein sicherlich weiterhelfen" könnte.

"Ich liebe Schalke 04, weil alles, was ich besitze - Liebe, Fleiß, harte Arbeit und Emotionen - in dem Verein steckt", schwärmt Avdijaj.

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