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"Unter dem Vorbehalt werterhellender Tatsachen"

BVB erwartet satten Verlust für 2019/20

29.06.2020 14:48
Der BVB schreibt rote Zahlen
© unknown
Der BVB schreibt rote Zahlen

Borussia Dortmund bekommt die Folgen der Corona-Pandemie deutlich zu spüren. In einer Ad-Hoc-Meldung gab der an der Börse notierte BVB am Montag bekannt, dass für das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem Fehlbetrag von 45 Millionen Euro gerechnet wird.

"Dieser Ausblick steht unter dem Vorbehalt werterhellender Tatsachen bis zum Abschluss der Aufstellung des Jahresabschlusses sowie der im Zuge der Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019/2020 nach dem Bilanzstichtag gewonnen Erkenntnisse sowie möglicher weiterer Transfererträge", heißt es in der Mitteilung des Ruhrgebiets-Klubs. 

Der BVB verweist zudem darauf, dass die Einbußen in direktem Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie stehen. Vor allem die fehlenden Einnahmen aus den Geisterspielen schlagen demnach zu Buche. 

"Borussia Dortmund verfügt in Deutschland über das größte Stadion mit einer Gesamtkapazität in Höhe von 81.365 Zuschauern und die zweitgrößten VIP-Hospitalitybereiche. Der Sonderspielbetrieb 'ohne Zuschauer' hatte daher deutliche Auswirkungen", teilt der BVB mit.

"Von besonderer Bedeutung" sei zudem, "dass der globale Transfermarkt im vierten Quartal nahezu vollständig zum Erliegen gekommen ist."

BVB sieht sich "gewappnet"

Aufgrund der guten vorigen Geschäftsjahre sieht sich der Klub zwar "gewappnet, die erwarteten Verluste zu tragen", man werde die Entwicklungen allerdings fortlaufend bewerten und dies bei der "Erarbeitung neuer Konzepte und Maßnahmen für den Start der neuen Saison 2020/2021" berücksichtigen. 

Gelindert werden können die Einbußen, wie vom BVB erwähnt, noch durch etwaige Einnahmen aus Transfers. Zuletzt bestätigte Klub-Boss Hans-Joachim Watzke allerdings, dass man sich nicht auf einen Corona-Discount einlassen werde.

Vor allem Youngster Jadon Sancho wird immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. Unter 120 Millionen Euro wird man am Borsigplatz dem Vernehmen nach allerdings nicht schwach.

Die BVB-Aktie hatte sich zuletzt etwas erholt, am Montag wurde das Papier für 6,05 Euro gehandelt. Noch am 21. Februar stand die Aktie bei 9,39 Euro, war mitten in der Krise aber zwischenzeitlich bis auf 4,59 Euro abgesackt.

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