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Funkel glaubt an F95-Klassenerhalt unter seiner Regie

28.06.2020 19:59
Bis Ende Januar war Friedhelm Funkel Fortuna-Trainer
© AFP/SID/RONNY HARTMANN
Bis Ende Januar war Friedhelm Funkel Fortuna-Trainer

Ex-Trainer Friedhelm Funkel ist der festen Überzeugung, dass Absteiger Fortuna Düsseldorf mit ihm sehr gute Chancen auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gehabt hätte.

"Ich sage nicht, mit mir hätten wir das hundertprozentig geschafft. Aber die Hoffnung wäre sehr groß gewesen", sagte der 66-Jährige im Interview mit der "Rheinischen Post" und ergänzte: "Dazu muss man die letzten vier Jahre einbeziehen. Dann wird man schnell verstehen, warum ich das glaube. Wir haben uns in der Rückrunde immer verbessert, und vor allem haben wir die wichtigen Spiele gewonnen."

Unter Funkels Nachfolger Uwe Rösler unterlag die Fortuna am Samstag bei Union Berlin mit 0:3. Mit einem Sieg hätten die Düsseldorfer die Relegation gegen den 1. FC Heidenheim erreicht. "Diese Schlüsselspiele konnte man diesmal leider nicht gewinnen. Warum auch immer es so gekommen ist. Es liegt mir fern, irgendwelche Schuldzuweisungen zu machen", sagte Funkel.

Der Ex-Profi war nach 15 Punkten aus 19 Spielen beurlaubt worden. Rösler holte in 15 Spielen ebenfalls 15 Zähler. Dabei zeigten sich die Rheinländer aber spielerisch deutlich verbessert.

Direkter Wiederaufstieg als schwieriges Unterfangen

"Fortuna liegt mir am Herzen, Fortuna ist mein Verein. Wir haben vier Jahre Dinge sehr gut entwickelt, waren auf einem sehr guten Weg. Keiner kann jetzt schon abschätzen, was dieser Abstieg tatsächlich bedeutet", sagte Funkel, der eine Rückkehr - in welcher Funktion auch immer - nicht ausschloss: "Unter gewissen Umständen wäre ich bereit, mich bei Fortuna wieder einzubringen. Dazu müssten sich aber gewisse Dinge ändern, so etwas geht im Fußball manchmal ganz schnell."

Als Ziel gab er den "direkten Wiederaufstieg" aus. Man könne ja nicht "schon wieder ein paar Jahre in der Zweiten Liga festhängen wollen". Seinem Nachfolger Rösler prognostizierte der Routinier eine schwierige Aufgabe: "Und es ist schwierig, dort zu arbeiten, wenn man die Liga nicht kennt. Man fährt auf einmal, ohne das despektierlich zu meinen, nach Sandhausen und Kiel, als Favorit in kleine Stadien und muss damit erstmal umgehen."

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