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Daniel Ricciardo gibt seine Einschätzung ab

Welchen Einfluss die verkürzte F1-Saison hat

28.06.2020 15:59
Wie werden sich weniger Rennen auf die Strategien der Teams auswirken?
© Octane via www.imago-images.de
Wie werden sich weniger Rennen auf die Strategien der Teams auswirken?

Wenn die Formel 1 nächste Woche beim Grand Prix von Österreich verspätet in ihre Saison startet, ist noch unklar, wie viele Rennen sie letztendlich umfassen und auf welchen Strecken sie über die Europa-Tour hinaus gastieren wird. Ein Umstand, der auch auf das Risikomanagement der Teams und Fahrer Einfluss haben könnte.

"Ich denke, es wird beide Herangehensweisen geben", mutmaßt Renault-Pilot Daniel Ricciardo im Podcast "In the Fast Lane". "Auf der einen Seite gibt es den konservativen Ansatz: Ich kann mir keine Ausfälle leisten, weil es nicht genug Rennen gibt, um das wieder aufzuholen." Die Strategie: Fehlervermeidung und wenig Risiko.

"Auf der anderen Seite könnte man sagen: Okay, es gibt nicht allzu viele Möglichkeiten, also sehe ich zu, dass jedes Rennen zählt und gehe auf Risiko", erklärt Ricciardo weiter. "Ich denke, jede Herangehensweise hat ihre Berechtigung." Er selbst tendiert für seine letzte Formel-1-Saison mit Renault in eine klare Richtung.

Ricciardo: "Viele von uns können nicht aus ihrer Haut"

"Ich weiß natürlich nicht, was die anderen Fahrer denken, aber für mich kann ich nur so viel sagen: Es wird sich nichts ändern. Man setzt seinen Helm auf, nimmt den Startplatz ein und wenn die Ampel ausgeht, versucht man einfach, nach vorn zu kommen. Ich denke also, man wird den konservativen Stil in meinem Fall nicht sehen."

Bei anderen könnte er sich das aber vorstellen: "Vielleicht wird jemand wie Lewis (Hamilton; Anm. d. R.) im ersten Rennen potenziell weniger Risiko eingehen, um erst mal ein paar Punkte zu sammeln. Er, der immer an der Spitze mitfährt, hat womöglich einen etwas anderen Ansatz. Aber ich denke, es wird nicht allzu viel ändern."

"Die Jungs aus dem Mittelfeld werden naturgemäß etwas mehr Risiko nehmen", prognostiziert Ricciardo. "Aber, wie gesagt, ich glaube, viele von uns können auch einfach nicht aus ihrer Haut, wenn die Startlichter einmal ausgehen. Hinzu kommen das Adrenalin und die Aufregung, nachdem wir so lange nicht gefahren sind."

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