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Wettbewerbsverzerrung? Wolfsburger ätzen gegen den BVB

27.06.2020 21:27
Sauer auf den BVB: Maxi Arnold (r.)
© TimGroothuis
Sauer auf den BVB: Maxi Arnold (r.)

Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Kapitän Maximilian Arnold haben Borussia Dortmund für die katastrophale Leistung beim 0:4 gegen Konkurrent 1899 Hoffenheim mehr oder weniger offen kritisiert. Sie wittern Wettbewerbsverzerrung.

"Der letzte Spieltag hat viel Aussagekraft über jede einzelne Mannschaft", sagte Schmadtke gegenüber "Sky" und lobte in diesem Zusammenhang Union Berlin für den 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf und die damit verbundene Schützenhilfe für Werder Bremen.

Auf Nachfrage des Reporters, ob der BVB ein Negativbeispiel sei, antwortete Schmadtke: "Ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse daraus."

Arnold grantelte: "Es ist ein bisschen schade, dass es Platz sieben geworden ist. Ich hätte nicht gedacht, dass Dortmund so spielt. Was soll man dazu noch sagen!?"

Hoffenheim war durch den überraschenden Erfolg beim BVB noch an Wolfsburg vorbei auf Platz sechs gesprungen, da der VfL sein Parallelspiel gegen den FC Bayern wie erwartet verlor (0:4). Die Niedersachsen müssen sich in der Europa League kommende Saison deswegen nun durch die Qualifikation kämpfen.

Arnold kündigte an, seinen Frust darüber in Alkohol zu ertränken. "Heute werde ich mich noch mal ärgern und saufe mir richtig einen rein."

BVB auch nach Mainz-Spiel in der Kritik

Pikant: Gegen den BVB war vor nicht einmal zwei Wochen bereits der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung aufgekommen. Damals leisteten sich die Dortmunder ebenfalls im heimischen Signal Iduna Park eine 0:2-Pleite gegen Mainz 05 und griff damit in den Abstiegskampf ein.

Werder Bremens langjähriger Manager Willi Lemke sprach von einem "Geschmäckle", Ex-Profi Michael Rummenigge wetterte beim "Sportbuzzer": "Die Dortmunder müssen sich fragen, wie man mit so einer Einstellung in ein Spiel gehen kann. Da wurde mit angezogener Handbremse gespielt."

Rummenigge bezeichnete das Mainz-Spiel damals als "Tiefpunkt" der BVB-Saison. Diese Aussage würde er nach dem Debakel gegen Hoffenheim womöglich revidieren.

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