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Sieg reicht nicht: Bayer verpasst die Königsklasse

27.06.2020 17:46
Sven Bender (l.) siegte zum Abschluss mit seiner Werkself
© Anke Waelischmiller/SVEN SIMON
Sven Bender (l.) siegte zum Abschluss mit seiner Werkself

Pflicht erfüllt, aber das Wunder verpasst: Bayer Leverkusen hat im Rennen um die Königsklasse am letzten Spieltag die erhoffte Wende verpasst.

Zwar gewann das Team von Trainer Peter Bosz mit 1:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05, doch die erhoffte Schützenhilfe von Hertha BSC gegen Kontrahent Borussia Mönchengladbach blieb zeitgleich aus. Die Werkself muss in der Bundesliga mit dem Trostpreis Europa League vorliebnehmen.

Nach gutem Jahresbeginn fehlten nach einer kleinen Schwächephase nach dem Restart letztlich zwei Punkte auf Platz vier und die damit verbundene Qualifikation für die Champions League. Daran änderte zum Saisonabschluss auch der verdiente Erfolg nach einem Tor von Kevin Volland (2.) gegen die bereits seit der Vorwoche geretteten Rheinhessen nichts.

Nur mit einem Titelgewinn beim Finalturnier der Europa League im August kann nun noch das millionenschwere Ticket für die Königsklasse gelöst werden. Zumindest konnte Bayer aber nach schwachen Vorwochen noch etwas Selbstvertrauen für das DFB-Pokalfinale gegen Meister Bayern München am kommenden Samstag sammeln.

Im letzten Saisonspiel machte Leverkusen auch ohne seinen überraschend nur auf der Bank sitzenden Topstar Kai Havertz in den ersten Minuten deutlich, die eigenen Hausaufgaben erledigen zu wollen. Volland gelang nach nur 68 Sekunden mit einer beherzten Einzelleistung die Führung, Aaron verhinderte in höchster Not mit einer Grätsche gegen Florian Wirtz (5.) das frühe 0:2.

Youngster Wirtz erneut mit starker Partie

Nach Anfangsschwierigkeiten konnten die 05er die Partie allerdings offener gestalten. Defensiv ließ das Team von Trainer Achim Beierlorzer nach der ersten Viertelstunde kaum noch etwas zu, Bayer mangelte es trotz deutlicher Ballbesitzvorteile bis zur Pause oftmals an Tempo und Kreativität im Offensivspiel. Lediglich die starken Wirtz und Nadiem Amiri sorgten im Zusammenspiel gegen ebenfalls harmlose Mainzer in einem Spiel auf überschaubarem Niveau immer mal wieder für Gefahr.

Auch nach dem Wechsel gelang der Werkself beinahe ein Blitzstart, doch der erst 80 Sekunden zuvor eingewechselte Mitchell Weiser (47.) scheiterte am Pfosten. Anders als im ersten Durchgang hielten die Rheinländer nun den Druck konsequenter hoch, auch die Einwechslungen von Havertz und Moussa Diaby brachten nochmals Schwung.

Mainz riskierte in der Schlussphase mehr und offenbarte so den Rheinländern Räume für ihr gefürchtetes Umschaltspiel.

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