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USA wollen WADA Millionen streichen

26.06.2020 08:53
Die WADA verliert womöglich Fördergelder der USA
© AFP/SID/KIRILL KUDRYAVTSEV
Die WADA verliert womöglich Fördergelder der USA

Die US-Regierung droht der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit dem Entzug von Fördergeldern in Millionenhöhe.

Das Büro für nationale Drogenkontrollpolitik des Weißen Hauses drängt zu diesem Schritt, sie kritisiert die WADA in einem 19-seitigen Bericht scharf für ihren Umgang mit dem russischen Dopingskandal und fordert tiefgreifende Reformen.

Die Causa Russland zeige erneut die Unzulänglichkeiten der WADA "in Bezug auf Unabhängigkeit und die Fähigkeit, die Regeln durchzusetzen". Die Länder müssten entschlossener zur Rechenschaft gezogen werden um den Erwartungen sauberer Athleten gerechtzuwerden, hieß es in dem Bericht.

Die USA stellen der WADA jedes Jahr 2,7 Millionen Dollar (circa 2,4 Mio. Euro) zur Verfügung und sind damit größter staatlicher Geldgeber. Der Bericht stellt nun infrage, ob die Vereinigten Staaten dafür einen entsprechenden Gegenwert erhalten.

"Die amerikanischen Steuerzahler sollten eine Rendite erhalten, in Form von sauberem Sport, Fairplay, einer effektiven Verwaltung des weltweiten Anti-Doping-Systems und einer angemessenen Stimme bei der Entscheidungsfindung der WADA", heißt es weiter.

Zudem wird gefordert, dass die Führung der WADA "frei von Beeinflussung durch Sportorganisationen mit einem direkten finanziellen Interesse an WADA-Entscheidungen" sein müsse. Dies könne nur erreicht werden, indem die Zahl der Vertreter der Organisationen in den derzeitigen Entscheidungsgremien der WADA verringert werde, hieß es weiter.

Die US-Anti-Doping-Behörde USADA, die auf den Bericht gedrängt hatte, kritisiert die Strukturen der WADA schon länger.

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