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2. Bundesliga

Trainer, Präsident und Investor auf dem Prüfstand

Matthäus knöpft sich den HSV vor: "Schlechter geht's nicht"

23.06.2020 11:33
Lothar Matthäus knöpfte sich den HSV vor
© TEAM2 via www.imago-images.de
Lothar Matthäus knöpfte sich den HSV vor

Zum zweiten Mal in Folge könnte der Hamburger SV den Aufstieg in die Bundesliga verpassen. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kritisierte den HSV nun scharf und hinterfragte den Investor, den Präsidenten und den Trainer.

"In Hamburg haben nur noch die tollen Fans und das fantastische Stadion eine gute Ausstrahlung. Ansonsten erinnert maximal der Name an einen ehemals großen Klub", teilte Matthäus in seiner "Sky"-Kolumne gegen die Hanseaten aus.

Seit fünf oder sechs Jahren denke man mein HSV nur noch: "Schlechter geht's nicht. Und dann beweisen sie einem doch noch das Gegenteil. Wenn man sarkastisch sein möchte, könnte man sagen, dass sie in dieser Saison einen Fortschritt gemacht haben", schoss Matthäus weiter.

Immerhin habe der HSV den Aufstieg im letzten Jahr schon nach 33 Spieltag verspielt. "Nun könnte der einst so tolle Klub, wenigstens mit Schützenhilfe aus Bielefeld noch den Relegations-Platz erreichen", so Matthäus, der bedauerte: "Was für ein bitteres Zeugnis für einen ehemaligen Europapokal-Sieger und sechsmaligen Deutschen Meister."

Matthäus: Jansen sollte "eine Art Sebastian Kehl des HSV" sein

Der TV-Experte stellte auch Trainer Dieter Hecking auf den Prüfstand. Zwar stehe außer Frage, dass der 55-Jährige "über 20 Jahre überragende Arbeit in der Bundesliga geleistet hat", doch ob Hecking "der richtige Mann für so einen Neuaufbau, eine Aufbruchsstimmung, einen modernen und dynamischen Fußball" sei, hinterfragte Matthäus.

Zweifel hat der Weltmeister von 1990 auch an Präsident Marcell Jansen. Der Ex-Profi sei zwar ein "netter Kerl", dem es mit 32 Jahren jedoch an Erfahrung fehlt. "Wer wird schon mit 32 Jahren Präsident eines der größten Fußball-Klubs des Landes?", fragte sich Matthäus.

Jansen sei laut dem 59-Jährigen besser als "eine Art Sebastian Kehl des HSV" aufgehoben, "als Bindeglied zwischen Trainer und Team".

Investoren lassen fußballerisches Know How vermissen

Kein gutes Haar ließ Mattäus zudem indirekt an Investor Klaus-Michael Kühne. "Bei vielen Vereinen ist es leider so, dass irgendwann jemand die Macht übernimmt, der zwar die wirtschaftlichen Möglichkeiten hat, jedoch das fußballerische Know How vermissen lässt", bedauerte der ehemalige Mittelfeldmann.

Zu große Eitelkeit bei zu geringer fachlicher Kompetenz würden meisten zum Niedergang eines Klubs führen. "Viele Präsidenten und Aufsichtsrats-Vorsitzende wären gut beraten gewesen, wenn sie sich nicht nur fußballerische Erfahrung an die Seite gestellt, sondern auch auf den wertvollen Rat gehört hätten", so Matthäus.

Matthäus rechnet mit Kohfeldt-Entlassung bei Werder Bremen

Nun steht der HSV allerdings vor einem dritten Jahr in der 2. Bundesliga und könnte dort auf Werder Bremen treffen, die akut vom Abstieg bedroht sind. Ein Nordduell im deutschen Unterhaus bezeichnete Matthäus als" traurigen Tiefpunkt zweier großer Traditions-Vereine".

Der Ex-Bayern-Profi rechnet ohnehin damit, dass Trainer Florian Kohfeldt Werder Bremen nach dem Saisonende verlässt. Selbst wenn der Verein den ersten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga seit 40 Jahren noch verhindern sollte.

"Was ich aber sehr wohl erwarte, ohne Unruhe transportieren zu wollen, ist ein Abschied von Florian Kohfeldt am Ende der Saison. Schafft er das Unmögliche und rettet die Grün-Weißen, dann dürfte er gehen, weil es schwer vorstellbar ist, dass er noch mal die Energie aufbringt, um eventuell noch so eine Saison zu erleben", sagte der deutsche Rekord-Nationalspieler.

Die Bremer stehen nach der Niederlage in Mainz als Tabellenvorletzter vor dem zweiten Abstieg in ihrer Bundesliga-Geschichte. Nur wenn der 1. FC Union am 27. Juni gegen Fortuna Düsseldorf punktet, hat Bremen durch einen Sieg gegen den 1. FC Köln noch die Chance auf den Relegationsplatz.

Werder geblendet durch Erfolg der Vorsaison?

"Sollte der Klub absteigen, sehe ich die Trennung sogar noch deutlicher als ohnehin. Die Spieler und der Trainer haben dann in den allermeisten Fällen einen kompletten Neubeginn nötig", meinte Matthäus. Zudem gäbe es nach seiner Meinung einige Interessenten aus der Bundesliga an Kohfeldt. Zugleich lobte er den 37-Jährigen.

Kohfeldt habe einen attraktiven und sehr ansehnlichen Fußball spielen lassen: "Er ist ein guter Typ, kann sich hervorragend verkaufen und hat eine sehr gute Ausstrahlung."

Grund für die prekäre Situation sei nach Ansicht von Matthäus, dass der Verein verkannt hat, "was für Spieler und Charaktere in dieser Saison benötigt werden. Der Erfolg der Vorsaison hat dazu geführt, dass man keine Profis verpflichtet hat, die nun in der Lage sind zu kämpfen, den Abstiegskampf so anzunehmen, wie es nötig ist."

19. Spieltag

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SV Sandhausen
Sandhausen
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SV Sandhausen
SV Darmstadt 98
Darmstadt
SV Darmstadt 98
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SC Paderborn 07
Paderborn
4
1
SC Paderborn 07
Fortuna Düsseldorf
Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
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Jahn Regensburg
Regensburg
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1
Jahn Regensburg
Arminia Bielefeld
Bielefeld
Arminia Bielefeld
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1
Eintracht Braunschweig
Braunschw.
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Eintracht Braunschweig
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
1. FC Heidenheim 1846
0
0
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K'lautern
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1. FC Kaiserslautern
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Holstein Kiel
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Nürnberg
1. FC Nürnberg
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Hansa Rostock
Hamburger SV
Hamburger SV
Hamburger SV
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St. Pauli
2
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FC St. Pauli
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Hannover 96
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Magdeburg
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1. FC Magdeburg
Karlsruher SC
Karlsruhe
Karlsruher SC
1
1
    #MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
    1SV Darmstadt 98SV Darmstadt 98Darmstadt19126133:151842
    2Hamburger SVHamburger SVHamburger SV19131535:211440
    31. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim19106335:221336
    41. FC Kaiserslautern1. FC KaiserslauternK'lautern1998234:25935
    5SC Paderborn 07SC Paderborn 07Paderborn19102740:231732
    6Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf1992830:26429
    7Hannover 96Hannover 96Hannover 961984726:23328
    8Holstein KielHolstein KielHolstein Kiel1977533:31228
    9FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli1958626:25123
    10SpVgg Greuther FürthSpVgg Greuther FürthGr. Fürth1958624:28-423
    11Eintracht BraunschweigEintracht BraunschweigBraunschw.1956822:30-821
    12Hansa RostockHansa RostockRostock19631017:27-1021
    13Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeld19621127:31-420
    14Karlsruher SCKarlsruher SCKarlsruhe19541027:32-519
    15SV SandhausenSV SandhausenSandhausen19541023:34-1119
    161. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg19541016:27-1119
    17Jahn RegensburgJahn RegensburgRegensburg19541021:35-1419
    181. FC Magdeburg1. FC MagdeburgMagdeburg19531123:37-1418
    • Aufstieg
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    • Relegation
    • Abstieg
    • N = Aufsteiger
    • A = Absteiger

    Torjäger 2022/2023

    #Spieler11mTore
    1Hamburger SVRobert Glatzel013
    21. FC KaiserslauternTerrence Boyd010
    1. FC Heidenheim 1846Tim Kleindienst010
    Holstein KielSteven Skrzybski010
    5SC Paderborn 07Robert Leipertz09