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Stimmen zum 33. Bundesliga-Spieltag

Kohfeldt resigniert: "Werde keine Lösung finden"

21.06.2020 07:21
Florian Kohfeldt war nach der Werder-Pleite am Boden zerstört
© Neis /Eibner-Pressefoto
Florian Kohfeldt war nach der Werder-Pleite am Boden zerstört

Durch einen 2:0-Sieg bei Verfolger RB Leipzig hat sich Borussia Dortmund am 33. Spieltag die Vize-Meisterschaft gesichert. BVB-Abwehrchef Mats Hummels adressierte nach der Partie bei "Sky" eine Kampfansage an Meister FC Bayern München, der parallel sein letztes Saison-Heimspiel gegen den SC Freiburg gewann. Die Stimmen zu den Partien.

RB Leipzig - Borussia Dortmund 0:2 (0:1)

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Wir hatten gute Momente in den ersten Minuten. Danach waren wir nicht gut und hatten keinen Zugriff. Wir haben viele Chancen zugelassen und hatten Glück, dass der Rückstand nicht höher ausgefallen ist. In der zweiten Halbzeit haben wir es gut gemacht. Wir wollten idealerweise den Punkt holen. Das zweite Tor am Ende bewerte ich jetzt nicht mehr so."

Peter Gulácsi (Torwart RB Leipzig):

... über das Spiel: "Wir waren heute nicht mutig genug – das hat der BVB leider gut ausgenutzt. Wir sind in der ersten Hälfte nicht in die Zweikämpfe gekommen und waren gegen den Ball nicht aktiv genug. In der zweiten Hälfte haben wir deutlich besser gespielt."

... über den Kampf um die Champions League: "Wir hatten mehrere Chancen zum Ausgleich und mit ein bisschen Glück hätten wir auch noch ein Unentschieden geholt. Im letzten Saisonspiel gegen Augsburg haben wir nun noch die Chance, den dritten Platz zu sichern."

Emil Forsberg (RB Leipzig): "Wir haben heute zu viele Fehler gemacht und unsere gewohnte Ballsicherheit vermissen lassen. Wir hatten alle auf einen Sieg gehofft, freuen uns jedoch, dass wir die Champions-League-Qualifikation so gut wie sicher gemacht haben."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Danach war Leipzig sehr gefährlich. In der ersten Halbzeit haben wir Torchancen gehabt. Am Ende gewinnen wir 2:0 und es ist für mich nicht unverdient."

Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Die letzten Spiele waren nicht so, wie wir es uns vorgestellt hatten - das ging schon in Paderborn los. Jetzt wollten wir Platz zwei klarmachen."

Mats Hummels (Borussia Dortmund) ...

über das Spiel ..."Wir hatten Mittwoch einen Spannungsabfall - und wollten eine Reaktion zeigen. Wir haben ein top Spiel gemacht, eines der besten der Saison. Wir waren ab der ersten Minute präsent, dazu fußballerisch und gegen den Ball sehr gut."

... über die Saison des BVB: "Bayern ist verdient Meister, wir waren nicht gut genug. In der kommenden Saison wollen wir einen Platz nach oben rutschen."

TSG Hoffenheim - Union Berlin 4:0 (3:0)

Alexander Rosen (Interims-Trainer TSG Hoffenheim): "Man kann gar nicht hoch genug bewerten, dass wir es innerhalb von vier Spielzeiten zum dritten Mal in den Europacup geschafft haben. Ich bin begeistert und stolz auf die Mannschaft. Aber wir haben noch mehr vor. Unser Ziel ist Platz sechs."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wenn man über die Ziellinie geht, gibt es einen gewissen Spannungsabfall. Er sollte nur nicht so groß sein. Bei den Gegentoren haben wir nicht gut verteidigt. Das 0:4 ist nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt gilt es, das letzte Spiel nach Möglichkeit zu gewinnen."

Hertha BSC - Bayer Leverkusen 2:0 (1:0)

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben. Wir mussten unser Spiel umstellen und haben das super gemacht. Das war der Schlüssel zum Sieg. Wir haben keine richtige Torchancen mehr zugelassen, aber selber vier große Chancen gehabt. Man kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen, bei so vielen Ausfällen eine solche Leistung zu zeigen, das ist schon stark."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Die Enttäuschung ist sehr groß. Nach der guten Anfangsphase haben wir keinen guten Fußball mehr gespielt. Deshalb hat Hertha verdient gewonnen. Wir haben uns im Laufe des Spiels zu wenige Chancen herausgespielt. Das Einzige, was wir jetzt machen können, ist, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Und dann müssen wir abwarten, was die anderen machen."

FC Bayern München - SC Freiburg 3:1 (3:1)

Hansi Flick (Trainer C Bayern München): "Wir haben den Anspruch, Tore zu erzielen und Spiele zu gewinnen. Wenn du Vertrauen hast in deine Stärke, ist das ein Pluspunkt, den du mehr hast im Spiel. Das kannst du durch Siege untermauern - und ich hoffe, dass wir das noch lange so beibehalten können. Wir haben noch einiges vor. Das Zwischenziel ist, im DFB-Pokal erfolgreich zu sein. Und dann gibt es noch ein Ziel, wo wir versuchen, so weit wie möglich zu kommen ..."

Thomas Müller (FC Bayern München): "Jeder Bundesliga-Mannschaft sagt ähnliche Sachen vor dem Spiel in der Kabine. Das sind ja Standard-Sprüche, aber wir leben es im Moment ganz gut. Das hat mit einem inneren Antrieb zu tun, der uns dazu berechtigt, beim FC Bayern zu spielen. Es wird nichts anderes als Erfolg von uns verlangt und dem haben wir uns auch verschrieben."

Joshua Kimmich (FC Bayern München): "Wir merken schon, dass auch wir viele Spiele in den Knochen haben. Wir haben sehr oft mit der gleichen Aufstellung gespielt."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Bayern war sehr dominant, weil wir die Spielverlagerung nicht hinbekommen haben. Ballentfernt waren total viele Räume da, aber wir haben uns nicht richtig entschieden, obwohl wir nicht das extreme Gegenpressing gegen uns hatten. Daher sind wir heute nicht so glücklich. Wir haben ganz, ganz viel, eine außergewöhnliche Saison für Freiburg, aber wir wollten alles, deshalb sind wir heute enttäuscht."

Fortuna Düsseldorf - FC Augsburg 1:1 (1:1)

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Für uns ist es nicht das gewünschte Resultat. Unsere Struktur im Spiel mit Ball war nicht klar. Wenn du gegen so eine Mannschaft spielst, müssen die Abläufe top sein. Wir hatten nicht die geistige Frische gehabt, um die Dominanz mit dem Ball zu entwickeln. Wir sind nicht zufrieden mit dem Punkt, das ist ganz klar. Als Fortuna Düsseldorf müssen wir absolut am Limit spielen, um Spiele in der Bundesliga gewinnen zu können. Heute haben wir keine Top-Leistung geboten. Wir können besser spielen, es ist jetzt meine Aufgabe, das in dieser Woche wieder hinzukriegen."

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir sind überglücklich, dass wir es jetzt auch rechnerisch geschafft haben. Beim nicht gegebenen Tor war ich froh, dass es den Videobeweis gibt. Unser Tor hat uns Kraft gegeben, wir haben das Spiel gut kontrolliert. Wir haben zwar das Tor bekommen, aber insgesamt wenig zugelassen. Wir werden ruhig und leise feiern. Durch die Vorgaben der DFL weiß jeder um die Verantwortung, die er hat. Wir müssen weiter professionell bleiben."

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt 1:1 (1:0)

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Die Zielerreichung mit dem Klassenerhalt überlagert gerade alles, weil uns allen ein großer Stein vom Herzen fällt. Als wir im Winter angefangen haben, war hier praktisch alles erledigt, und dann haben wir uns rausgearbeitet. Alle haben viel investiert, es lief, es hat alles funktioniert, wir hatten einen Teamgeist entwickelt. Und dann kam Corona, und das hat uns diese Möglichkeit, dieses Gemeinsame genommen. Ich glaube, dass uns das mehr gekostet hat als jede andere Mannschaft der Liga, weil wir sehr eng waren, auch in der Art und Weise, wie wir gemeinsam die Gegner bespielt haben. Wir haben sehr viel Energie gelassen, und die haben wir im Mai und Juni nicht mehr komplett auf den Platz bekommen. Trotzdem war die Mannschaft immer stabil."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich sehe zwei verlorene Punkte, weil wir über 90 Minuten besser waren. Wir haben auch in der zweiten Hälfte auf Sieg gespielt, es ist schade für die Jungs. Die Leistung war absolut in Ordnung. Wir wollten die letzte Chance auf Platz sieben wahren, aber wir wussten in der Pause schon, dass die Konkurrenz führt. Als Verein, als Mannschaft hätten wir es uns gewünscht. Auf der anderen Seite war es aber auch keine einfache Saison, und man darf auch auf einen einstelligen Tabellenplatz mal stolz sein. Enttäuschung ist daher das völlig falsche Wort."

Schalke 04 - VfL Wolfsburg 1:4 (0:1)

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Wenn du so einen Negativlauf hast, ist es eine extrem lange Saison - für jeden. Dann fühlt es sich noch schlimmer an. Es gibt sicher einige Spieler, die mit der Situation nicht so gut klar kommen wie andere. Wenn wir das Spiel in Freiburg gespielt haben, können wir froh sein, dass die Saison zu Ende ist."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich bin richtig zufrieden, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Die Erfolge zu bestätigen, ist noch schwieriger, als sie zu erreichen. Es freut mich riesig, dass wir uns ein zweites Mal in Serie für Europa qualifiziert haben. Wir stehen jetzt hier wegen der geschlossenen Mannschaftsleistung in der gesamten Saison. Jeder hat einen großen Beitrag dazu geleistet. Ich bin hier die unwichtigste Person."

Daniel Caligiuri (Schalke 04): "Wir sind in einer richtigen Scheißsituation. Es läuft nicht alles perfekt. Das Einzige was wir machen müssen, ist, uns an den Plan halten. Jeder muss sich an die eigene Nase packen. Im Moment funktioniert es einfach nicht, wir schlagen uns selbst."

SC Paderborn - Borussia Mönchengladbach 1:3 (0:1)

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Über die 90 Minuten ist es ein Spiegelbild der ganzen Saison. Von der Idee haben wir es ganz gut gemacht, wie immer. Aber die qualitative Umsetzung ist bei uns nicht immer gegeben. Wir haben die wenigsten Punkte, die meisten Tore gekriegt, die wenigsten geschossen. Dann hast du es nicht verdient, in dieser Liga zu spielen."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir sind ziemlich happy mit den drei Punkten. Wir hatten uns vorgenommen, uns eine Ausgangsposition für das letzte Spiel zu schaffen, die es uns ermöglicht, das ganz große Ding zu erreichen. In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen Souveränität verloren und den Ausgleich kassiert, aber darauf sehr gut reagiert. Ich bin sehr froh über das Ergebnis und die Leistung."

FSV Mainz 05 - Werder Bremen 3:1 (2:0)

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "3:1, Deckel drauf, Sack zu und durchschnaufen. Ich merke schon, dass die letzten Wochen sehr anstrengend waren. Jetzt sind wir einfach überglücklich. Es war kein Endspiel, aber wir haben heute einen Matchball gehabt. Den haben wir verwandelt. Das waren 97 Minuten, in denen wir arbeiten mussten. Deshalb großes Lob für diese Mentalität und Identifikation. Wir haben es geschafft. Druck war die ganze Zeit da, aber wir haben die Momente genutzt."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen):

... zur Stimmungslage nach der Niederlage: "Aktuell ist da viel Leere, weil wir eine große Chance hatten, nochmal alles zu unseren Gunsten zu drehen im Abstiegskampf. Wir haben diese Chance verpasst. Jetzt ist es natürlich noch möglich am letzten Spieltag, aber es wird sehr schwer. Wir müssen auf Union Berlin hoffen und selber vor allen Dingen gewinnen. Wir sind es allen in diesem Verein schuldig, und allen, die mit diesem Verein fiebern, dass wir uns schütteln und ab übermorgen alles probieren, um zumindest nicht den gleichen dummen Fehler zu machen wie heute. Das ist sehr, sehr, sehr enttäuschend. Es tut mir weh für den Verein, es tut mir weh für alle Mitarbeiter, für alle, die dem Verein die Stange halten. Aber wir werden nächste Woche alles probieren."

... zum Spiel: "Was soll ich hier jetzt ein Spiel bewerten heute? Tut mir leid, es ist jetzt mein 90. Bundesliga-Spiel. Ich muss doch heute kein Spiel bewerten, es ging um alles. Wir haben Chancen gehabt genug, wir haben genug Möglichkeiten gehabt, die Gegentore zu vermeiden. Aber wir haben es wieder nicht geschafft. Ich werde jetzt nicht in einer Woche noch eine Lösung finden, dass das taktisch anders wird, das ist keine Frage von Taktik. Bei den ersten beiden Toren, da musst du einfach hingehen. Das will ich heute nicht bewerten. Ich bin einfach brutal leer."

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen): "Wir müssen uns selbst helfen. Wir müssen die Mannschaft so wieder hochziehen, dass sie am Samstag alles davor gibt, dass wir drei Punkte holen und, wenn möglich, noch etwas für unser Torverhältnis tun."

Niklas Moisander (Kapitän Werder Bremen): "Niemand hat etwas gesagt. Es war Stille in der Kabine. Wir sind sehr enttäuscht. Nichts ist verloren. Wir haben noch ein Spiel und glauben noch immer dran."

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