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Dresden-Profi Löwe erneuert DFL-Kritik

19.06.2020 14:39
Chris Löwe übt scharfe Kritik an der DFL
© Steffen Kuttner
Chris Löwe übt scharfe Kritik an der DFL

Fußball-Profi Chris Löwe vom stark abstiegsgefährdeten Zweitligisten Dynamo Dresden hat am Tag danach seinen emotionalen Ausbruch erklärt.

"Was mich so aufgewühlt hat: Wenn du am Ende in einem fairen Wettbewerb absteigst, dann musst du dir am Ende selbst an die Nase fassen, weil es einfach nicht gereicht hat. Jetzt aber habe ich das Gefühl - und ich spreche für den ganzen Verein -, dass uns etwas geklaut wurde", sagte er "Sport1".  

Nach der 0:2-Niederlage am Donnerstag bei Holstein Kiel war Löwe im Sky-Interview der Kragen geplatzt. "Wir sind am Ende die, die den Preis bezahlen für den ganzen Scheißdreck", hatte er dort unter anderem unter Tränen geschimpft.

Dresden musste nach dem Liga-Restart und einer deutlich kürzeren Vorbereitungszeit binnen 19 Tagen sieben Spiele bestreiten, weil die Mannschaft kurz vor dem Restart wegen positiver Coronatests in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden war. 

Löwe: Geld seht für die DFL an erster Stelle

Durch die Pleite in Kiel hat der Traditionsklub aus dem Osten nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. "Es kann keiner sagen, dass wir nicht auch unter normalen Bedingungen abgestiegen wären. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir nach dem 32. Spieltag über ganz andere Dinge sprechen würden, wenn diese Quarantäne im Vorfeld nicht gewesen wäre", sagte Löwe weiter.

Schon am Donnerstag hatte er die Deutsche Fußball Liga (DFL) und deren Chef Christian Seifert für die Planung scharf kritisiert und erneuerte dies am Freitag.

Für ihn stehen hinter den DFL-Entscheidungen vor allem finanzielle Interessen. "Ich klopfe dreimal auf Holz und bin sehr froh darüber, dass sich kein Spieler und auch kein Verantwortlicher mit dem Coronavirus infiziert hat. Damals, als die Entscheidung mit dem Restart getroffen wurde, konnte man das nicht zu 100 Prozent ausschließen", so Löwe: "Und deshalb habe ich den Eindruck, dass für die DFL Geld an erster Stelle steht und nicht der Fußball."

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