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Die Stimmen zum 31. Spieltag der Bundesliga

S04 hat "Glück auf unserer Seite", BVB-Gegner "sprachlos"

14.06.2020 21:02
Schalkes Caligiuri (re.) hat sich zum umstrittenen Elfmeter geäußert
© ChristofKoepsel
Schalkes Caligiuri (re.) hat sich zum umstrittenen Elfmeter geäußert

RB Leipzig und der BVB bleiben auf Champions-League-Kurs, Eintracht Frankfurt dreht die Partie, Werder Bremen trifft wieder, beim 1. FC Köln wird Trübsal geblasen, der FC Bayern hat den Titel quasi in der Tasche und Schalke kann weiter nicht gewinnen.

sport.de hat die Stimmen zu den Spielen des 31. Spieltags der Fußball-Bundesliga gesammelt:

FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen 1:1

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ... zur Unterstützung durch die verletzten Spieler: "Wir hatten das letzte Woche schon in Berlin, dass uns seit einigen Monaten wichtige Spieler fehlen, insbesondere Führungsspieler. Wir hatten letzte Woche schon einen sehr kleinen Kader, deswegen konnten wir unsere Gruppe an verletzten Spielern, die mit nach Berlin fährt und die Jungs supportet, erweitern. Heute haben wir das wieder gemacht. Es zeigt aber, dass diese Truppe trotz Resultate, trotz Schwierigkeiten, die wir jetzt seit drei, vier Monaten haben, zusammensteht und versucht, unmögliche Sachen möglich zu machen. Wir versuchen, Führungsspieler nah an der Mannschaft dran zu haben."

... zur Vertragssituation von Stambouli: "Ich habe ganz klar mit Jochen kommuniziert, dass das Sachen sind, die in dieser Phase hintenanstehen müssen. Benji ist in alle unsere Gedanken eingeweiht."

Daniel Caligiuri (Torschütze und Kapitän FC Schalke 04) ... zum umstrittenen Elfmeter: "Ich habe die Situation selber nicht gesehen, ich freue mich, dass das Glück mal auf unserer Seite war. Wenn der Video-Assistent sich gemeldet hat, gehe ich davon aus, dass es Hand war. Wir hatten Glück, dass es Elfmeter für uns war."

... zur Frage, ob die Gelbe Karte gegen ihn unberechtigt war: "Für mich ganz klar. Bei uns liegt einer verletzt am Boden, wir spielen den Ball raus. Die Leverkusener spielen einfach weiter und es entsteht fast das 1:1. Für mich ist das unsportlich. Dann geht Kabak zurecht hin und beschwert sich. Ich sehe Amiri, der Kabak wegstößt. Ich gehe dazwischen und will meinen Spieler schützen und bekomme die dafür die Gelbe Karte. Für mich unverständlich."

... zum Spiel: "In unserer Situation ist es wichtig zu punkten. Ich denke, in der ersten Halbzeit war die komplette Mannschaft bereit voll mitzugehen. Wir haben die Leverkusener kaum zum Spielen kommen lassen. Die Mannschaft hat wieder gezeigt, was Schalke ausmacht. Jeder hilft dem anderen, nur so können wir es in der Krise hinkriegen."

Jochen Schneider (Vorstand Sport FC Schalke 04) ... zum Vorwurf, dass Schalkes Führung gesichtslos sei (vor dem Spiel): "Es ist klar, dass diese Diskussion jetzt beginnt. Wir arbeiten in keiner anderen Konstellation als im ersten Teil der Saison und an Weihnachten hatten wir in dieser Konstellation 30 Punkte. Wir haben die Probleme auf dem Platz, in unserer Mannschaft. Da gibt es Gründe, dass wir im Moment da stehen, wo wir stehen, weil wir in der Rückrunde weitgehend nicht mit der Mannschaft spielen, die wir in der Hinrunde hatten. Wir schieben das nicht nur auf das Verletzungspech, sondern wir analysieren auch genau, warum fehlen uns welche Spiele. Dementsprechend werden wir Schlüsse daraus ziehen. Diese Diskussion jetzt an einer anderen Stelle zu führen, das trifft den Nagel nicht auf den Kopf."

... zum "WAZ"-Artikel, der u.a. über die Kündigungen von Mitarbeitern des Schalke-Fahrdienstes berichtete: "In dem Artikel wurde viel Unwahres und gefährliches Halbwissen verbreitet. Ich habe mich letzte Woche für das Thema Härtefallantrag entschuldigt, das nehmen wir voll auf die Kappe des Vereins, ohne Wenn und Aber, das war ein kapitaler Fehler. Aber die Geschichte hier, ist eine andere. Es gibt zwei Komponenten. Die eine ist die betriebswirtschaftliche und unternehmerische und da ist es mehr als vertretbar, diesen Bereich an den externen Dienstleister zu vergeben. Da gibt es genügend Gründe: Flexibilität, auch dass Corona-bedingt Spieler einzeln gefahren werden müssen. Das ist eine unternehmerische Entscheidung. Und dann gibt es die soziale Komponente und das ist die Seite, die in dem Artikel nicht stimmt. Fakt ist nämlich, dass mit jedem einzelnen Mitarbeiter gesprochen wurde und für jeden einzelnen nach einer Lösung gesucht. Ich kann Ihnen versichern, dass jeder dieser 24 Mitarbeiter, deren Existenz an dem Job bei Schalke 04 hängt, dass wir dafür eine Lösung finden werden."

Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen) zum Champions-League-Platz in der Tabelle (vor dem Spiel): "Da spielt man ein ganzes Jahr für, um dabei zu sein. Wir sind ganz nah dran, aber absolut noch nicht da."

... zum Spiel: "Wir haben sehr wenige Torchancen herausgespielt, wir haben schlecht gespielt in Ballbesitz. Wir haben so viele einfache Ballverluste gehabt. Den Elfmeter habe ich von der Bank aus nicht gesehen. Nach dem 1:1 haben wir auf Sieg gespielt, leider hat es nicht gereicht. Aber vielleicht ist dieser Punkt am Ende noch wichtig."

Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen) ... zur Elfmeterentscheidung: "Ich habe es von meinem Blickwinkel nicht richtig einschätzen können. Ich habe Edi dann immer wieder gefragt, ob er mit der Hand dran war und er meinte, 'Nein, nein, alles okay.' Dann hat uns der Schiedsrichter fast eine zweite Halbzeitpause beschert, hat ja ewig gedauert. So schnell, wie er dann letztendlich entschieden hat, muss es ja eindeutig gewesen sein. Dann gehe ich davon aus, dass es zu hundert Prozent ein Elfmeter war. Eben gerade habe ich aber erfahren, dass es doch gar nicht so eindeutig da."

... zum Spiel: "Ich glaube, dass wir gar nicht mehr verdient haben heute. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, wir waren die ersten zwanzig Minuten nicht so griffig wie Schalke und dann ist es schwierig, sich das über die 90 Minuten zu verdienen. Am Ende ist das 1:1 dann auch gerecht."


FSV Mainz 05 - FC Augsburg 0:1

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Es ist äußerst unglücklich gelaufen für uns. Nach nicht einmal 60 Sekunden sind wir 0:1 zurück, das ist so ziemlich der schlechteste Start für so ein Spiel, in dem es um so viel geht. Dann sind wir gut reingekommen, haben Augsburg dominiert. Wir müssen aber aus der Vielzahl der Torchancen - wir sprechen von 17 Torschüssen - was Zählbares rausholen. Der Mannschaft kann ich sonst keinen Vorwurf machen. Natürlich ist es für uns brutal enttäuschend, weil wir viel mehr wollten."

Karim Onisiwo (1. FSV Mainz05) ...zum Spiel: "Man muss das ganze Spiel sehen. Wir haben schnell das 1:0 kassiert. Dann haben wir kurz durchgeatmet und versucht, guten Fußball zu spielen. Das haben wir auch geschafft, wir haben auch viele Torchancen gehabt vor der ersten Halbzeit. Wenn man keinen reinkriegt, dann wird es schwierig, dass man gewinnt."

... zum schnellen Gegentor nach 43 Sekunden: "Wir hatten uns vorgenommen, die Punkte hierzubehalten. Wir haben die drei Punkte gebraucht. Aber so ein schneller Nackenschlag schockt erstmal. Wir haben das gut weggesteckt, auch in der zweiten Halbzeit guten Fußball gespielt."

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg: "Man hat gesehen, dass es ein richtiges Abstiegsduell war. Der Druck war immens. Du machst früh ein Tor, dann hast du was zu verteidigen und der Druck wird immer größer. Ich denke, Mainz und wir hatten gleich viele Großchancen. Heute hatten wir aber das nötige Spielglück, das uns gegen Köln nicht vergönnt war. Deshalb sind wir happy und zufrieden, die drei Punkte mit nach Augsburg nehmen zu können."

Florian Niederlechner (Torschütze FC Augsburg) ... zu seinem ersten Tor seit Februar: "Es war ein unglaublich gutes Gefühl. Ich habe versucht, vor dem Spiel und in den letzten Wochen nicht viel zu lesen. Letzte Woche war ich noch der Depp, diese Woche bin ich der Held. Das ist das Schöne am Fußball."

... zum Sieg und der Bedeutung für den Klassenerhalt: "Wir sind positiv geblieben, haben heute alles reingeworfen. Mainz hat ein gutes Spiel gemacht. Den glücklichen Sieg heute, nehmen wir gerne mit. Ich glaube, dass es ein großer Schritt war. Wir dürfen uns jetzt aber nicht ausruhen. Mittwoch ist ein wichtiges Spiel gegen Hoffenheim und damit wollen wir es dann endgültig schaffen."

Felix Uduokhai (FC Augsburg) ... zum Zusammenprall mit dem Mainzer Taiwo Awoniyi: "Es tut mir wahnsinnig leid, es war keine Absicht. Ich weiß jetzt auch nicht, wie es ihm geht, ich habe nur gehört, dass er halbwegs wach war, das ist schön, zu hören. Ich hoffe einfach, dass da nichts allzu Wildes passiert ist."


FC Bayern München - Borussia Mönchengladbach 2:1

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München) ... zu einer möglichen Rache für die Hinspielniederlage: "Nein, das war ein anderes Spiel. Wir wollten das Spiel einfach nur gewinnen. Ich bin happy, dass die Mannschaft das geschafft hat. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war. Gerade nach dem DFB-Pokalspiel steckte die Powersaison von neun Spielen natürlich so ein bisschen in den Knochen. Deshalb bin ich happy, dass wir den Abstand wahren konnten und wir das Spiel gewonnen haben."

... zu Benjamin Pavard: "Benji ist zu 100 Prozent ein Profi. Man kann sich auf ihn verlassen. Wir spielen immer mit sehr viel Risiko. Das so eine Aktion dann ins eigene Tor geht, ist dann halt so. Umso schöner, dass er dann das entscheidende Tor vorbereitet."

... zum Fehlen von Robert Lewandowski und Thomas Müller: "Am Ende steht ein Erfolg, das sind drei richtige Big-Points auf unserer Seite. Ich bin nicht so einer, der über die Spieler spricht, die nicht dabei sind. Aber klar sind Thomas und Robert für uns ganz wichtige Spieler. Ich bin froh, dass sie ein paar Tage mehr Zeit hatten, um sich zu erholen. Deshalb ist klar, dass sie am Dienstag von Anfang an spielen können."

... zu Lucas Hernández: "Wir haben eine eingespielte Mannschaft. Wir konnten auch in den letzten Trainingseinheiten nicht viel einstudieren. Da ging es vielmehr darum, Kraft zu tanken und etwas Spaß zu haben. Da sind wenig taktische Dinge auf dem Programm. Es ist einfach so, dass Alphonso Davies uns auf der linken Seite mit seiner Dynamik guttut. Lucas macht es gut, auch wenn er heute enttäuscht war, dass er rausmusste. Ich glaube aber, die zwei Spieler dann reinzubringen, war der entscheidende Pluspunkt für uns."

... zu Joshua Zirkzee: "Er hat das Tor super gemacht. Das zeigt seine Qualität. Es zeichnet ihn auch im Training aus, dass er beim Abschluss sehr mutig ist. Aber man hat heute auch gesehen, dass er schon noch das eine oder andere dazulernen muss. Aber dafür sind wir Trainer da, um solche Spieler zu entwickeln."

... zu den Aussagen von Thomas Müller nach dem Pokalspiel: "Ich gehe davon aus, dass es auch in dieser Periode zu Transfers kommt. Deshalb mache ich mir da wenig Gedanken. Intern habe ich diese Diskussion noch nicht gehört. Es ist völlig in Ordnung, wenn die Spieler sich über so etwas unterhalten. Aber letztendlich muss alles auch weitergehen. Das wir unseren Mitarbeiten auch Solidarität anbieten, dass ist unsere Aufgabe und das können wir. Alles andere ist eine Sache, die Thomas jetzt so gesagt hat. Ich kann nur sagen, es wird Transfers geben - auch wenn wir auf Gehalt verzichten. Wir haben ja auch Abgänge, dementsprechend werden auch Zugänge kommen."

... zum Einfahren der Meisterschaft am Dienstag in Bremen: "Das Ziel ist es natürlich, dass wir das Spiel in Bremen gewinnen. Wir wollen den Sack zumachen und in Bremen unsere Erfolgsserie fortsetzen."

... zur Rotation (vor dem Spiel): "Die Mannschaft hat schon einige Körner gelassen. Deswegen haben wir einige Umstellungen vorgenommen und vier frische Spieler gebracht. Alphonso hat viele Spiele gemacht und geht immer Volldampf, deshalb müssen wir ihn auch ein bisschen schützen."

... zu Startelfdebütant Michael Cuisance (vor dem Spiel): "Er macht eine sehr gute Entwicklung. Er hat in der Coronapause gut trainiert und in Sachen Fitness nachgelegt. Er ist auch deutlich positiver geworden. Er hat sich diesen Startelfeinsatz verdient. Die Mitspieler müssen ihn unterstützen, das habe ich ihnen auch gesagt."

... zum Abschied von Dr. Müller-Wohlfahrt (vor dem Spiel): "Ich empfinde eine große Dankbarkeit. Er ist für mich der beste Arzt, den ich je kennengelernt habe. Sein Abgang tut uns deshalb natürlich weh, aber gleichzeitig haben wir vollstes Verständnis für seine Entscheidung."

Hasan Salihamidzic (Sportvorstand FC Bayern München) ...zur Rotation (vor dem Spiel): "Wir haben nach der Pause schon sechs Spiele gemacht. Da muss man zuschauen, dass sich die Spieler jetzt nicht verletzen. Deshalb macht der Trainer das richtig, ein paar Jungs eine Chance zu geben. Ich freue mich, dass Spieler wie Zirkzee und Cuisance eine Chance bekommen, weil sie eine sehr gute Entwicklung genommen haben und gut trainiert haben."

... zu Sommertransfers (vor dem Spiel): "Alle im Klub sind gut bedient, wenn wir in den nächsten Wochen und Monaten nur dann über Transfers sprechen, wenn sie gemacht sind. Das wir uns darum kümmern werden, dass wir nächstes Jahr wieder einen Kader haben, mit dem wir alles gewinnen können, ist aber auch klar."

... zu einer Vertragsverlängerung mit David Alaba (vor dem Spiel): "Wir sind sehr zufrieden, wie sich David in dieser Saison auf neuer Position entwickelt hat. Er ist der Chef in der Abwehr und zu einer echten Persönlichkeit gereift. Wir haben einige Gespräche geführt und werden in den nächsten Wochen noch einige führen. Im Moment sind wir alle gut bedient, uns auf das Sportliche zu konzentrieren. Also alles zu seiner Zeit. Wir werden alles versuchen. Aber ich glaube, dass beide Parteien wissen, was sie aneinander haben. David weiß, was er am FC Bayern hat und genauso wissen wir, was wir an David haben.""

... zu den Aussagen von Thomas Müller nach dem Pokalspiel (vor dem Spiel): "Der Thomas hat sich nach dem Pokalspiel, wo er mit der Leistung nicht so zufrieden war, mit seiner Aussage etwas verdribbelt. Da haben wir am nächsten Tag gleich drüber gesprochen. Wir haben uns hingesetzt und ich habe ihm auch gesagt, dass das nicht korrekt war. Er hat das verstanden. Er ist ja ein sehr intelligenter Junge und sehr intelligenter Spieler. Die Haltung des Klubs ist so, dass wir uns erst zu Transfers äußern, wenn sie gemacht sind. Das gilt für uns Verantwortliche aber besonders auch für die Spieler. "

Manuel Neuer (Kapitän und Torhüter FC Bayern München) ... zum großen Jubel nach Schlusspfiff: "Nach dem DFB-Pokal-Halbfinale war es so ähnlich. Immer wenn es knapp ist und man Spiele am Ende entscheidet freut man sich ein bisschen mehr. Jetzt rückt man der Meisterschaft ein bisschen näher."

... zum Spiel: "Arbeitssiege können wir auch gut, das haben wir schon öfters gezeigt. Wir haben taktisch heute ein bisschen anders gespielt, hatten nicht so viel Ballbesitz und haben Mittelfeldpressing gespielt. Wir haben Gladbach ein bisschen kommen lassen. Das war heute unsere Marschroute."

... zu Leon Goretzka: "Gerade bei Umschaltbewegungen hat er die Athletik um mit schnellen Läufen vorne rein zu stechen. Joshua Kimmich ist eher der defensive Sechser. Leon kennt die etwas offensivere Position als Achter gut und wenn er sich weiter vorne bewegt, kann er oft in den Strafraum reinstechen. Das hat er heute wieder unter Beweis gestellt. Das er nicht nur Assists liefern kann, sondern auch Tore macht, haben wir in dieser Saison ja schon öfter gesehen."

... zu den Aussagen von Thomas Müller nach dem Pokalspiel: "Noch sind wir ja nicht soweit. Bisher wird ja nur viel geschrieben und spekuliert. Ich denke, dass die Verantwortlichen sich auch ihre Gedanken drüber machen. Wenn das dann vonstatten geht, kann man da immer nochmal drüberschauen und intern über solche Dinge reden. Hasan vertritt den Verein und ist verantwortlich den Kader für nächste Saison zu planen. Deshalb gibt es da zwei Perspektiven."

Leon Goretzka (Torschütze FC Bayern München) ... zum Lob an seiner Person: "Es ist immer schön, wenn man Komplimente bekommt. Gerade nach so einem Spiel sind die Emotionen natürlich extrem positiv. So spät das Siegtor zu erzielen, dass wir am Dienstag Meister werden können, ist natürlich ein gutes Gefühl. Aktuell bin ich überglücklich."

... zum Spiel: "Es war unfassbar schwierig heute. Gladbach hatte einen unheimlich guten Plan. Wenn wir unser Pressing spielen, ist es unser Ziel, den Gegner zu einem langen unkontrollierten Ball zu zwingen. Mit den Chipbällen auf die körperlich starken Stürmer Thuram und Embolo ist unser Ziel aber eigentlich deren Plan. Das macht es dann für den Kopf extrem schwierig, weil man viel hinterherläuft. Wir hatten heute ein paar andere Spieler auf dem Platz, deshalb wollten wir mehr aus der Kompaktheit kommen und haben uns etwas defensiver aufgestellt."

... zu seiner Dynamik: "Eine Dynamik ist im heutigen Fußball sowieso essentiell. Das war heute wieder eine enorme physische Herausforderung - nicht nur für mich, sondern für alle Spieler auf dem Platz. Wir hatten viele Spiele in den Beinen - auch mit dem Pokalspiel unter der Woche. Dementsprechend ist es eine Willensleistung am Ende das Ding noch gewinnen zu wollen und nicht mit einem Unentschieden nach Hause zu fahren."

... zum Einfahren der Meisterschaft am Dienstag in Bremen: "Das ist natürlich der Plan. Wir wollen da gewinnen. Da kommen auch zwei Jungs zurück, die uns guttun werden. Da wollen wir das Ding nach Hause fahren."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ... zum Spiel: "Wir haben Tore bekommen, die sicher vermeidbar waren. Die sind auch aus Mut resultiert - gerade beim ersten Tor. Aber kein Vorwurf an Yann. Wenn du was mitnehmen willst, musst du hier wahrscheinlich auch ein oder zwei Tore mehr machen. Weil Bayern München halt Bayern München ist und bis zum Schluss an den maximalen Erfolg glaubt, verlierst du dann noch. Das wollen wir uns auch erarbeiten"

... zum Treffer zum 1:2: "Wir hatten vorher systematisch nochmal umgestellt und eigentlich genügend Spieler hinter dem Ball. Ich glaube auch, dass der Ball so nicht gewollt war. Da geht es darum, dass bis zur letzten Minute - auch wenn du müde bist - am Maximum aufmerksam zu verteidigen und vorne vielleicht noch einen Punch zu setzen. Das sind Dinge, die wir uns erarbeiten müssen, wenn wir eine Spitzenmannschaft sein wollen."

... zum frühen Aus von Marcus Thuram: "Das war sehr bitter. Wir hatten Alassane Plea schon nicht dabei. Uns ging es dann ähnlich wie Bayern mit Lewandowski und Müller. Dann verlierst du nach zehn Minuten deinen nächsten bulligen, spielstarken Stürmer. Wir wissen noch nicht, was er hat. Dann muss du Breel Embolo bringen, der nach drei Wochen Pause eigentlich noch nicht für so viel Spielzeit bereit war. Das hat er trotzdem richtig gut gemacht."

... zu den Auswirkungen für das Rennen um die Champions League: "Die Niederlage ist extrem ärgerlich, weil wir uns mehr vorgenommen hatten. Wir reden nicht nur, dass wir das wollen, sondern wir zeigen es auch. Wir haben uns in den letzten Wochen mehrfach selber geschlagen, auch heute haben wir unseren Teil dazu beigetragen. Das ist am Saisonende, wenn es ums Eingemachte geht, eine schwierige Konstellation. Aber wir haben noch drei Spiele und deshalb heißt es jetzt, Mund abputzen und weitermachen. "

... zur guten Bilanz gegen die Bayern (vor dem Spiel): "Statistiken sind in dem Zusammenhang albern. Die sind genauso Vergangenheit wie der Sieg im Hinspiel. Statistiken allein helfen uns nicht. Wir müssen große Spiele offen gestalten und auch gewinnen, wenn du große Ziele erreichen willst."

... zur Aufstellung (vor dem Spiel): "Mit Marcus Thuram habe ich einen Stürmer aufgestellt, der das hohe Verteidigen der Bayern bestrafen kann, Bälle festmacht und trotzdem spielstark ist. Dahinter haben wir zwei Flügelspieler, die sehr fleißig gegen den Ball arbeiten und gleichzeitig in der Vorwärtsbewegung mit Ball sehr schnell sind. Christoph Kramer ist ein spielstarker Sechser, der Bälle halten kann. Er soll gemeinsam mit Florian Neuhaus das Spiel nach vorne ankurbeln."

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) ... zum Spiel: "Wir haben zwei ganz blöde Gegentore bekommen. Die letzten 30 Minuten haben wir uns sehr tief hinten reindrücken lassen. Die ersten 60 Minuten haben wir es sehr gut gemacht und hatten sogar mehr Ballbesitz als Bayern. Wir haben es geschafft, ihre Abläufe zu stören und verhindert, dass Welle um Welle auf uns zu rollt. Gleichzeitig haben wir viel Gutes mit dem Ball gemacht. Nach der Umstellung von ihnen wurden wir tiefer hinten reingedrückt, haben aber auch tief ganz gut verteidigt. Nur kriegen wir dann so ein blödes Gegentor. Es waren so ganz viele kleine Momente um die 60. Minute, wo das Spiel dann Richtung Bayern gekippt ist. Da haben wir zu viele Fehler im eigenen Ballbesitz gemacht. Davon haben wir uns nicht mehr erholt."

... zum Fehler von Yann Sommer: "Wir dürfen nicht anfangen, einzelne Szenen zu bewerten. Wenn er den Ball wegschlägt passiert nichts. Da müssen wir nicht drüber reden. Aber auf die Saison gesehen ist das einfach nicht unser Spiel. Dann würde er 100.000-mal in der Saison den Ball wegschlagen und der Gegner hat den Ball. So haben halt 99.999-mal wir den Ball und einmal der Gegner. Dann fressen wir halt ein Gegentor. Das ist seine Spielweise und die brauchen wir. Sowas wie heute kann immer mal passieren. Das ist ganz normal."

... zur Entwicklung von Leon Goretzka: "Für mich ist das keine richtige Überraschung. Er ist unfassbar athletisch und war das auch schon immer. Er ist ein unfassbarer Box-to-Box-Spieler. Er ist vielleicht nicht der ganze feine Typ im Mittelfeld. Aber er geht immer mit vorne rein und ist sehr torgefährlich. Das sind zwei Merkmale, die ihn absolut auszeichnen."

Yann Sommer (Torhüter Borussia Mönchengladbach) ... zu seinem Fehler vorm 0:1: "Man muss eine gute Balance finden zwischen Risiko und Sicherheit. Das ist ein ganz klarer Fehler von mir. Ich habe die falsche Entscheidung getroffen. Es ist gegen Bayern wichtig, dass man die Kontrolle hat und die Bälle nicht nur lang schlägt, sondern kurz aufbaut. Ich ärgere mich extrem über die falsche Entscheidung, weil wir gut im Spiel waren. Natürlich muss ich ihn nicht dahinspielen. Ich habe schon oft solche Bälle gespielt und es hat geklappt."

... zu seinem Umgang mit dem Patzer: "Ich gehe gar nicht damit um. Ich muss es abhaken. Es bringt nichts, da im Spiel lange dran rumzustudieren. Das muss man zur Seite legen. Jetzt nach dem Spiel ärgert es einen natürlich. Aber man muss einfach weitermachen."

... zur Reaktion seiner Mitspieler nach dem Fehler: "Wir verzeihen jedem jeden Fehler. Wir haben einen super Spielstil mit viel Mut und Risiko. Da passieren halt mal Fehler."

... zum Spiel: "Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viel Kontrolle gehabt. Wir waren sehr mutig, hatten gute Laufwege und konnten die Bälle gut halten. Wir haben den Bayern schwierige Aufgaben gestellt. In der zweiten Hälfte war es dann etwas schwieriger für uns."

Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund 0:1

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Ich bin nicht oft sprachlos, aber heute bin ich es. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir sind fast neun Kilometer mehr gelaufen. Der BVB war im Umschalten kreuzgefährlich, aber wir haben wenig zugelassen - bis auf das Tor. Wir wollten im Spiel bleiben und dann zuschlagen. Leider haben wir uns nicht belohnt."

Steven Skrzybski (Fortuna Düsseldorf) ... zum erneuten späten Punktverlust: "Insgesamt müssen wir den Kopf hochnehmen. Das werden wir auch machen und hoffentlich schon im nächsten Spiel wieder punkten. Klar ist es anstrengend. Wir wollen als Team das für manche vielleicht Unmögliche schaffen, wobei uns die Leistung auch positiv stimmt. Natürlich haben wir einige Spiele in Führung liegend nicht über die Runden gebracht, aber wir werden weiter Gas geben."

... zu seinen beiden Pfostentreffern: "Klar hätte ich zumindest einen von den beiden gerne gemacht. Aber das ist Fußball, man kann sich das nicht immer wünschen. Ich muss weiter hart arbeiten, dann kann sich die Münze irgendwann drehen und dann gehen die Dinger hoffentlich rein. Natürlich werde ich da noch ein, zweimal heute Abend dran denken."

... zum Spiel: "Wir wissen, was wir können. Wir wollen heute gut verteidigen und Nadelstiche setzen. Das haben wir ganz gut gemacht, haben uns aber leider nicht belohnt. Wenn man dann hinten raus das Spiel verliert, ist das immer ärgerlich."

... zur Situation im Abstiegskampf: "Wir wussten, dass es ein Kampf bis zum letzten Spieltag werden kann. Wir wollen jetzt nicht rumheulen und lieber weiter Gas geben und das aus eigener Kraft schaffen. Wir wollen erstmal unsere Spiele gewinnen und dann können wir gucken, was die anderen da unten machen. Wir wollen einfach schon am nächsten Spieltag wieder ein Erfolgserlebnis haben."


Mehr dazu: Noten zu Düsseldorf vs. BVB


Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Das war ein sehr schweres Spiel. Wir haben nicht unverdient gewonnen, aber auch sie hatten zwei Pfostenschüsse. Wir haben alles riskiert, um das Tor zu machen. Düsseldorf war sehr gut organisiert, wir hatten viel Mühe, Torchancen zu kreieren. Am Ende war es ein wenig Glück für uns, aber wir haben alles probiert."

Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund)... zum Spiel: "Wir haben uns enorm schwergetan. Sie haben sehr defensiv gespielt und waren nur aufs Kontern aus. Das haben sie in der zweiten Halbzeit sehr gut gemacht und haben Chancen gehabt. Es ist schon ein bisschen glücklich, dass wir heute als Sieger vom Platz gehen."

... zu der Verkündung seiner Vertragsverlängerung: "Ich hoffe nächste Woche. Den Tag kann ich noch nicht genau sagen. Wir sind uns auf jeden Fall einig. Wir machen nur noch einen Termin aus und dann sollte das klappen."


SC Paderborn - Werder Bremen 1:5

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben es nicht annähernd geschafft, an die Leistungen anzuknüpfen, die uns bisher ausgezeichnet haben. Bremen hat genau das gezeigt, was man im Abstiegskampf zeigen muss. Wenn wir nicht gemeinsam versuchen, uns gegen gewisse Situationen zu stemmen, haben wir keine Chance, dann kannst du nur als Verlierer vom Platz gehen. Das macht mich nachdenklich und traurig. Wir dürfen so nicht auftreten, das ist nicht Bundesliga. Das sind nicht wir. Wir müssen nicht Drumherum reden, es ist rechnerisch ganz weit weg."

Christian Strohdiek (Kapitän SC Paderborn): "Das überlassen wir denen, die gut rechnen können. Wir wollen weiter erfolgreich unseren Fußball spielen. Das ist das Ziel, was wir uns für die letzten drei Spiele setzen. Daran werden wir am Dienstag wieder ansetzen."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es war ein Kampfspiel von der ersten bis zur letzten Minute. Wir hatten in der ersten Halbzeit die Intensität, die wir brauchten und viele Situationen erzwungen. Der verschossene Elfmeter hätte ein Knackpunkt werden können, dann haben wir aber zugeschlagen. Wir hatten in der ein oder anderen Situation auch Glück. Für uns war es ein wichtiger Sieg, und es war wichtig, dass wir die Tore geschossen haben. Wir stehen auf einem Abstiegsplatz. Es gibt keinen Grund, in irgendeine Form der Euphorie zu verfallen."

... zu seinen Gedanken beim verschossenen Elfmeter: "Scheiße und weiter! Wir hatten ja gesehen, dass wir über die Flügel Räume hatten und die wollten wir nutzen. Wir sind eine Mannschaft, die normal gerne durchs Zentrum kombiniert. Heute wollten wir viel mehr die Flügel bespielen, deshalb standen die Flügelspieler heute auch breiter. Die Jungs haben das sehr gut gemacht."

Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen): "Es war schön. Die Einwechslung war schon ein leicht emotionaler Moment, weil man da realisiert, wo man in den neun Monaten überall gestanden hat. Es war für mich auch nicht das erste Mal, deswegen ist es schon ein sehr besonderer Moment. Ich bin froh, dass es mir die Mannschaft etwas leichter gemacht hat. Mit dem klaren Vorsprung konnte ich etwas befreiter aufspielen. Es war mal wieder ein besonderes Erlebnis."

Davy Klaassen (Doppeltorschütze SV Werder Bremen) ... zum Spiel: "5:1 ist ein Superergebnis für uns. Wir haben diese Woche viel an unseren Offensivaktionen gearbeitet und heute hat sich das ausgezahlt. Wir haben das gut gemacht. Wir haben in den richtigen Momenten die Tore gemacht."

... zur Niederlage der Düsseldorfer: "Natürlich freuen wir uns enorm darüber."

... zum Spiel gegen Bayern: "Bayern ist der schwerste Gegner in der Liga. Das wird ein extrem hartes Spiel für uns, aber wir werden dagegen gehen. Vielleicht können wir da was mitnehmen. Der Sieg heute war sehr wichtig - auch für die kommenden drei Partien."


VfL Wolfsburg - SC Freiburg 2:2

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Dieses Unentschieden geht in Ordnung, wer weiß, wofür der Punkt noch gut ist. Wir haben nicht auf unserem normalen Level gespielt und dem Gegner zu leicht die Torchancen gegeben. Die Gegentore kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause haben uns schon psychisch beeinflusst. In der Schlussphase wollten wir durch die Wechsel noch den Sieg erzwingen, das hat leider nicht funktioniert."

Wout Weghorst (Doppeltorschütze VfL Wolfsburg): "Nach dem 2:0 sind wir zu passiv geworden. Wir sind die Zweikämpfe nicht gut angegangen, was normal unsere Stärke ist. Das war einfach ein bisschen zu wenig, das geht nicht. Das war heute für uns eine Riesenmöglichkeit auf drei Punkte und einen Riesenschritt nach Europa zu machen. Das haben wir verpasst."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "So kann es gehen: Wir haben zwei Zweikämpfe verloren und schon stand es 0:2. Dass das 0:3 glücklicherweise nicht gegeben wurde, hat uns emotional wieder hochgezogen. Phasenweise war es eines unserer besten Spiele in dieser Saison, besonders von der Raumaufteilung her. Ich denke gar nicht so viel an die Europa League, sondern freue mich, dass wir überhaupt wieder spielen können."


Hertha BSC - Eintracht Frankfurt 1:4

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Wir haben die Tore zu einfach kassiert. Wir haben nicht gut miteinander verteidigt und uns zu einfach ausspielen lassen. Frankfurt hat verdient gewonnen."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es war ein absolut verdienter und souveräner Sieg. Das tut zu diesem Zeitpunkt sehr, sehr gut. Die Mannschaft hat eine Top-Mentalität, unsere Mannschaft hat immer Charakter gehabt. Wir müssten für die Europa-League-Qualifikation alle Spiele gewinnen und sind dann noch angewiesen auf die Konkurrenz. Aber man will immer das Bestmögliche aus einer Mannschaft herausholen."

Bas Dost (Torschütze Eintracht Frankfurt): "Die Rote Karte entscheidet alles. Trotzdem musst du in der zweiten Halbzeit zeigen, was du draufhast und das haben wir gut gemacht."

Kevin Trapp (Torhüter Eintracht Frankfurt): "Wir haben heute sechs oder sieben Spieler gewechselt und die, die reingekommen sind, haben einen richtig guten Job gemacht und sich reingehauen. Wir hatten in der Halbzeit nicht das Gefühl, dass wir dieses Spiel verlieren können. Wir haben uns gesagt, wir müssen einfach so weitermachen und dann werden die Tore schon kommen."


1. FC Köln - Union Berlin 1:2

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Ich denke, dass wir ganz gut in diese Partie gekommen sind. Wir haben dann aber den Fehler gemacht, uns vom Gegner locken zu lassen, haben lange Bälle gespielt, genau das wollte Union. Für dieses bedeutende Spiel haben wir insgesamt aber auch zu wenig investiert, Union hatte mehr Spannung, und wenn der Gegner am Ende neun Kilometer mehr gelaufen ist, dann ist das viel zu viel. Ich habe gar keine Lust, diese Saison irgendwie austrudeln zu lassen. Die Mannschaft kann das besser, und ich erwarte, dass wir wieder mehr investieren, hart spielen und an unsere Grenzen gehen."

Rafael Czichos (1. FC Köln): "Wir können alle nicht damit zufrieden sein. Auch wenn wir jetzt mehr oder weniger ins Ende taumeln, was wir auf gar keinen Fall wollen, ist das alles andere als zufriedenstellend für uns. Von daher müssen wir schleunigst zusehen, dass wir wieder eine gewisse geistige Frische auf den Platz bringen und an das anknüpfen, was wir in dieser Saison schon gezeigt haben."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Es war ein umkämpftes Spiel, aber darauf waren wir vorbereitet. Die Mannschaft hat unseren Plan über 90 Minuten sehr gut umgesetzt. Wir versuchen, den Jungs in schweren Phasen wie zuletzt zu helfen, aber in erster Linie muss der Spieler selbst den Kopf freibekommen. Und ich habe die Mannschaft schon vor dem Spiel sehr fokussiert und sehr ruhig erlebt. Gegen Paderborn gilt es jetzt, den Sack zuzumachen, und das wird die Herausforderung sein."

Marvin Friedrich (Torschütze Union Berlin): "Das waren drei wichtige Punkte für uns und ein Schritt in die richtige Richtung. Wir wussten, dass es sehr wichtig ist, hier Zähler mitzunehmen. Solange rechnerisch alles möglich ist - und Fußball ist verrückt - sollten wir sehen, dass wir am Dienstag zuhause wieder punkten."

Christian Gentner (Torschütze Union Berlin) ... zu seinem Treffer: "Heute war er wichtig für den Mannschaftserfolg. Das war für uns eines der letzten vier Endspiele, ein absolutes Highlightspiel. Das war enorm wichtig, wir haben eine lange Serie hinter uns, wo wir kein Spiel gewonnen haben."

... zum fast geschafften Klassenerhalt: "Ich bin so lange dabei und habe schon so viele verrückte Sachen erlebt. Von daher fangen wir nicht an zu rechnen. Es sieht jetzt sehr gut aus. Wir wussten, dass wir noch ein paar Punkte brauchen. Ob es nach heute schon reicht, mal sehen. Wir können uns aber gedulden. Den nächsten Schritt wollen wir am Dienstag gehen. Es war heute ein enorm großer und wichtiger Schritt und genauso fühlt es sich an."

... zur Umstellung auf Viererkette: "Wir hatten uns erhofft, dadurch mehr spielerische Lösungen nach vorne zu finden. Das hat im Training schon ganz gut ausgesehen. Im Endeffekt war der Matchplan nicht gänzlich neu, aber gut für heute."


TSG Hoffenheim - RB Leipzig 0:2

Alexander Rosen (Direktor Profifußball TSG 1899 Hoffenheim) ... ... zum Spiel: "Wir sind natürlich unzufrieden, dass wir dieses Spiel verloren haben. Dennoch bin ich stolz auf die Mannschaft, weil sonst alles geklappt hat. Das einzige Manko war die Chancenverwertung. Am Ende geht es dann um Ergebnisse und Leipzig ist eine ganz große Mannschaft. Diese Leistung soll der Maßstab für die nächste drei Spiele sein und dann bin ich mir sicher, dass wir uns auch belohnen werden."

... über die aktuelle Trainerkonstellation (vor dem Spiel): "Es ist eine Lösung Made in Hoffenheim. Es ist eine besondere Form, die es so noch nicht gab. Man muss da nochmals eine Woche zurückblicken, denn es war in keiner Form geplant, dass wir die letzten vier Spiele, mit einer anderen Konstellation bestreiten werden. Wir werden uns alle aufteilen und das hat unter der Woche schon sehr gut funktioniert. Es ist ein richtiges Team und dennoch muss es explizite Rollen geben. Ich bin nach wie vor Sportdirektor und werde nicht als Trainer an der Linie stehen. Wir haben den Co-Trainer Matthias Kaltenbach an der Linie, der U19 Trainer unterstützt wird."

... über mögliche Auseinandersetzungen zwischen Spieler und Trainer (vor dem Spiel): "Auseinandersetzungen kann ich nicht bestätigen. Dies ist ein viel zu großes Wort. Ich möchte Alfred Schreuder an dieser Stelle noch einmal für die vollbrachte Leistung danken. Er hat die Mannschaft in die aktuelle Ausgangslage gebracht und die ist hervorragend. Wir haben nichts mehr zu verlieren, in einem Jahr des großen Umbruchs. Es gab oft Meinungsverschiedenheiten, aber das war alles im normalen Bereich."

... über die Entscheidung, Alfred Schreuder zu entlassen (vor dem Spiel): "Es war nicht ein einziges Thema, welches wir einfach benennen könnten. Natürlich haben wir diskutiert, aber es ist wie am Ende einer Saison, bei der man sich kritisch zusammensetzt. Wenn man bedenkt, was alles passiert ist, mit der Corona-Krise und dem ersten Jahr nach Nagelsmann. Es war ein großer Umbruch, mit vielen Spielerverkäufen und dies braucht natürlich Zeit. Das hat man in der Hinrunde gesehen, haben uns allerdings dann auch wieder stabilisieren können. Es kamen zusätzlich noch Zusatzeffekte hinzu, wie die Schmähungen gegen Dietmar Hopp. Wenn man das alles betrachtet, war es ein extrem intensives Jahr für uns. Dieses Buch hat allerdings noch vier Kapitel mit den letzten vier Spieltagen."

Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim) ... ... zum Spiel: "Wir haben kein schlechtes Spiel gezeigt. Am Ende gewinnt Leipzig aber verdient und hätte noch das ein oder andere Tor noch erzielen können. Zu Beginn hatten wir auch unsere Chancen und wenn man gegen Leipzig die wenigen Chancen nicht nutzt, verliert man diese Partie. Im Spiel versucht man die aktuelle Trainersituation natürlich auszublenden und man hat auch gesehen, dass Jeder für Jeden gekämpft hat."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ... ... über die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte (vor dem Spiel): "Es war nicht so schwer, die richtige Kabine zu finden. Allerdings parkt man nun auf der anderen Seite, als dass man es drei Jahre zuvor gewohnt war. Natürlich ist es etwas Besonderes, aber mit Zuschauern wäre es schöner gewesen. Aber das ist natürlich selbsterklärend."

Lukas Klostermann (RB Leipzig) ... ... zum Spiel: "Das wichtigste war, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Phasenweise haben wir gut agiert, allerdings auch zwischendurch ziemlich wild. Aber alles in allem haben bei uns der Wille und die Einstellung gepasst. Deshalb haben wir am Ende auch verdient gewonnen. Die ganze Mannschaft fühlt sich gut, trotz der langen Saison. Das wichtigste ist, dass die Einstellung und Mentalität bei jedem stimmt. Dadurch kann man immer mehr aus seinem Körper herausholen."

Markus Krösche (Sportdirektor RB Leipzig) ... ... über die Wechselgerüchte um Timo Werner (in der Halbzeitpause): "Wir sind froh, dass Timo Werner aktuell noch bei uns ist. Vielleicht wird es auch da eine Veränderung geben, aber das wird die Zeit zeigen. Wenn es etwas zu vermelden gibt, werden wir dies dann auch machen. Wir versuchen uns natürlich immer auf jeder Position vorzubereiten, wie wir den Kader ergänzen können. Deshalb ist es keine außergewöhnliche Situation."

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