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"Wir brauchen eine kluge Transferpolitik"

Transfer-Fingerzeig? Das sagt Flick zum Festgeldkonto

09.06.2020 09:31
Hansi Flick vom FC Bayern zählt sich eher zu den ruhigeren Trainern
© Frank Hoermann/SVEN SIMON
Hansi Flick vom FC Bayern zählt sich eher zu den ruhigeren Trainern

Trainer Hansi Flick vom FC Bayern München hat sich in einem  Interview mit der "Frankfurter Rundschau" unter anderem zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf den Fußball und anstehende Transfergeschäfte geäußert.

Konfrontiert mit dem berühmten Festgeldkonto des FC Bayern, das den Münchnern angeblich auch in der Krise solides Wirtschaften ermöglicht, trat Flick eher etwas auf die Bremse. "Die Topklubs in England und Frankreich werden mit den Investoren im Rücken stark bleiben, die Spanier auch", ist sich der 55-Jährige sicher. "Unsere Möglichkeiten sind weit entfernt von unerschöpflich. Wir brauchen eine kluge Transferpolitik. Und wir haben ja auch einen sehr guten Kader beisammen."

Eine Aussage, die den Ton trifft, den die Verantwortlichen des Rekordmeisters zuletzt häufiger an den Tag legten. Experten vermuten, dass sich der FC Bayern im Werben um vermeintliche Wunschspieler wie Leroy Sané oder Kai Havertz in eine gute Position bringen will. Die Nachricht an die Konkurrenz: Wir müssen uns nicht zwingend verstärken, wir zahlen nicht jeden Preis.

Flick: FC Bayern hält Vorschriften "gewissenhaft" ein

Auch der Coach selbst spürt die Auswirkungen der Pandemie. Flick hat seine Kinder und Enkel bereits längere Zeit nicht persönlich treffen können.

"Die Zeit wäre sogar da gewesen", meinte der 55-Jährige. "Aber die Erlaubnis nicht. Auch wir Trainer unterliegen den Quarantäne-Bestimmungen des medizinischen DFL-Konzepts. Das heißt: Nur die wirklich notwendigen sozialen Kontakte am Wohnort sind gestattet. Daran halten wir uns bei Bayern München sehr gewissenhaft."

Mit dem Nachfolger von Niko Kovac haben die Münchner in der Fußball-Bundesliga eine beeindruckende Siegesserie geschafft. Für Flick hat sich sein Coaching während der Geisterspiele nicht verändert. "Für mich ist das Coaching im Grunde wie sonst auch. Mit einem Unterschied: Ich höre viel mehr von der Mannschaft auf dem Platz", sagte der Bayern Trainer.

Seine Mannschaft lobte er: "Die Spieler pushen und coachen sich gegenseitig enorm. Ich selbst versuche es zu dosieren und verschaffe mir wirklich nur dann Gehör, wenn ich den Eindruck habe, die Mannschaft braucht mich jetzt. Das ist meine Art. Ich gehöre sicher nicht zu der Kategorie Trainer, die lautstark alles kommentieren."

Ein Sonderlob setzte es für Joshua Kimmich, der immer hundert Prozent gebe, David Alaba, der auf seiner neuen Position als Innenverteidiger als Leader agiere und die unter Flick wiedererstarkten Jérôme Boateng und Thomas Müller.

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