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Angreifer kann sich Rückkehr nach Deutschland vorstellen

Philipp bereut BVB-Abschied nicht - Flop-Image schmerzt

04.06.2020 07:37
Maximilian Philipp spielte zwei Jahre beim BVB
© Sergei Mikhailichenko via www.imago-images.de
Maximilian Philipp spielte zwei Jahre beim BVB

Maximilian Philipp verließ Borussia Dortmund im vergangenen Sommer in Richtung Russland. Sein Wechsel vom BVB zu Dynamo Moskau sei eine gute Entscheidung gewesen - obwohl nicht immer alles nach Plan lief.

"Ich bereue es nicht, habe viel Spielzeit bekommen, die ich in Dortmund so nicht mehr hatte", führte der 26-Jährige im Gespräch mit dem "kicker" aus: "Bei Dynamo habe ich wieder das Gefühl bekommen, richtig gebraucht zu werden."

In 14 Einsätzen in Russlands höchster Spielklasse lieferte er sieben Tore. Vor allem im Winter lief es richtig gut, als er vier Treffer in zwei Spielen erzielte und somit die Partien gegen Rostov (2:1) und Lokomotive Moskau (2:1) im Alleingang entschied.

Die folgerichtige Auszeichnung zum "Spieler des Monats Dezember" habe ihm "natürlich" noch "einmal Selbstvertrauen gegeben. Wir hatten eine gute Phase, sind in der Tabelle nach oben geklettert. Schön, dass ich meinen Beitrag dazu leisten konnte."

Dennoch stand Philipp in seiner neuen Heimat zwischenzeitlich auch in der Kritik. Nach seinem starken Einstand in der Metropole im Spätsommer rutschte der Flügelstürmer mit Dynamo zeitweise in den Tabellenkeller. "Ich habe es mitbekommen. Einerseits gehört es zum Geschäft dazu, andererseits liest niemand gerne, wenn er als Flop bezeichnet wird", so Philipp über die kritischen Stimmen.

Philipp kann sich Bundesliga-Rückkehr vorstellen

Die russische Liga plant am 21. Juni die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Am 23. Spieltag trifft Dynamo als Sechstplatzierter auf den Tabellendritten FK Krasnodar. Ob Philipp spielt, hängt jedoch von der Gesundheitslage ab. "Mir ist es wichtig, dass wir absolute Sicherheit haben, das habe ich dem Verein auch mitgeteilt. Ich denke, die Bundesliga ist da ein tolles Vorbild für die anderen Ligen. Wenn ich bei uns das Gefühl hätte, dass es nicht so professionell gehandhabt wird, dann würde ich nicht spielen wollen."

Auch daher verfolge er die Spiele der Bundesliga mit großem Interesse. Eine Rückkehr nach Deutschland sei ebenfalls ein Thema. "Ja, auf jeden Fall. Ich bin Deutscher, das ist mein Zuhause. Ich fühle mich hier bei Dynamo sehr wohl, aber die Heimat ist immer noch mal etwas anderes."

Dass sich Philipp, der während der Corona-Pause der Initiative "Common Goal" beigetreten ist, in der Zwischenzeit noch einmal für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen kann, sei eher unwahrscheinlich. "Ich war nie so nah dran, dass ich mal einen Anruf verdient gehabt hätte. Da bin ich sehr selbstkritisch. Mir hat vieles gefehlt, was Jüngere wie Serge Gnabry oder Julian Brandt mir voraushaben." Den Traum habe er jedoch nie aufgegeben.

20-Millionen-Ablöse "unangenehm"

An die hohe Ablösesumme, die Borussia Dortmund vor zwei Jahren für seinen Wechsel vom SC Freiburg bezahlt hat, denkt Maximilian Philipp unterdessen nicht allzu gerne zurück.

"Das ist mir unangenehm. Was könnte man mit 20 Millionen alles machen? Aber wir Spieler können nichts für die Preise, die für uns gezahlt werden. Für mich ist es dennoch viel zu viel."

Über die Initiative Common Goal will zukünftig einen Teil seines Gehaltes spenden. "Wir sind privilegiert von den Unsummen, die im Fußball existieren, sollten wir alle etwas zurückgeben. Wir können damit so vielen Menschen helfen, dessen sollte sich jeder bewusst sein."

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