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"Sie haben gehofft, es wäre zu kompliziert"

DAS-Revolution: So überrumpelte Mercedes die FIA

03.06.2020 16:01
Mit dem neuen DAS-System sorgte Mercedes bei den Testfahrten für Aufsehen
© Federico Basile / Insidefoto via www.imago-images.
Mit dem neuen DAS-System sorgte Mercedes bei den Testfahrten für Aufsehen

Es war der Hingucker bei den Formel-1-Testfahrten in Barcelona: Mit seinem neuen DAS-System beherrschte Serien-Weltmeister Mercedes die Schlagzeilen. Schon 2019 wollten die Silbernen die Idee umsetzen, damals intervenierte jedoch die FIA und stellte neue Anforderungen an die Ingenieure - und die reagierten cleverer als der Weltverband dachte.

In einem von Mercedes veröffentlichten Video erklärte Technikchef James Allison noch einmal genauer, was es mit dem DAS-System ("Dual Axis Steering", also zweiaxiale Lenkung) auf sich hat, wie die Entwicklung voran schritt und warum die Silberpfeile die FIA mit der Verwirklichung der Technik auf dem falschen Fuß erwischten.

"Wir wollten es [DAS] schon 2019 einführen. Wir sind zur FIA gegangen, haben es vorgeführt und erklärten, warum wir es für legal hielten", schilderte Allison. Der Weltverband habe daraufhin zugegeben, dass eine zweiaxiale Lenkung nicht illegal sei, "aber sie mochten nicht, wie wir es umgesetzt haben, weil die zweite Achse über einen Hebel am Lenkrad bedient wurde". 

"Sie haben gehofft, es wäre zu kompliziert"

Der Weltverband forderte von den Silberpfeilen, dass sich das gesamte Rad rein- und wieder rausbewegen müsse. Eine Technik, die es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab.

"Als sie das sagten, haben sie gehofft, es wäre zu kompliziert und würde ihnen keine weiteren Probleme mehr bescheren", richtete der Technikchef mit dem Wissen, dass sein Team zur Saison 2020 das "Unmögliche" möglich gemacht hatte, einen nett gemeinten Seitenhieb Richtung FIA.

Als Mastermind hinter DAS nannte Allison Mercedes-Chefdesigner John Owen. "Er hat ein sehr, sehr gutes Gespür dafür, ob sich etwas umsetzen lässt oder nicht. Das ist eine wirklich hilfreiche Eigenschaft, denn es erlaubt uns, beim Geldausgeben mutig zu sei", lobte der Brite seinen Teamkollegen.

"John hat die Aufgabe angenommen, erkannt, dass er es schaffen kann, und eine Gruppe von sehr talentierten Mechanikern genommen, die zwei bis drei Wege entwickelten, wie es funktionieren könnte. Wir haben uns für die wahrscheinlichste Variante entschieden und ein Jahr später gab es das DAS-System, das man am Anfang der Saison gesehen hat", erklärte Allison.

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