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Trainer von Bayern, BVB und Schalke gewähren Einblick

Flick, Favre und Co.: So kurios ist das Geister-Coaching

03.06.2020 09:55
Hansi Flick vom FC Bayern und BVB-Coach Lucien Favre im Gespräch
© Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Hansi Flick vom FC Bayern und BVB-Coach Lucien Favre im Gespräch

Die ersten vier Geister-Spieltage der Bundesliga sind Geschichte. Schon jetzt fällt auf: Mit den ungewöhnlichen Gegebenheiten kommen einige Teams besser zurecht als andere. Gegenüber "Sport Bild" haben sich die Trainer der Klubs nun zu den Umstellungen geäußert, darunter Hansi Flick vom FC Bayern, BVB-Coach Lucien Favre und Schalkes David Wagner.

Glücklich ist mit der Situation keiner, dennoch versuchen die Übungsleiter, die positiven Aspekte der Geisterspiele hervorzuheben.

"Wenn ich etwas reinrufe, kommt es besser an, es kommt mehr an. Zuvor war der Lärmpegel einfach zu groß", erläuterte Flick, schränkte allerdings ein: "Der gegenüberliegende Außenverteidiger kann mich, glaube ich, immer noch schwer verstehen."

Geschadet hat's dem FC Bayern nicht: Der Rekordmeister hat als einziges Team alle Spiele nach dem Restart der Liga gewonnen.

"Dadurch, dass man gut hören kann, wer wie mit wem kommuniziert, weiß man, wie sich die Mannschaft gegenseitig coacht auf dem Feld. Das gefällt mir gut", betonte Flick. Sein Fazit: "Man gewöhnt sich relativ schnell an die Dinge, an die Voraussetzungen."

Favre kann BVB-Stars "besser erreichen"

Auch BVB-Coach Lucien Favre hat sich mit der Arbeit vor leeren Rängen arrangiert. "Ich kann die Spieler besser erreichen, deshalb stehe ich mehr. Es hilft in manchen Situationen, dass ich sie direkt ansprechen kann", so der Schweizer. Dies sei für einige seiner Schützlinge "immer sehr wichtig". Favre weiß: "Einige Spieler brauchen das."

Borussia Dortmund ist - ähnlich wie der FC Bayern - gut aus den Startlöchern gekommen. Drei von vier Partien gewannen die Westfalen, einzig das direkte Duell mit den Münchnern ging mit 0:1 verloren.

Ganz anders ist die Stimmung beim Revierrivalen: Vier Spiele, vier Niederlagen und 1:10 Tore lautet die Schreckensbilanz des FC Schalke 04 seit dem Wiederbeginn der Bundesliga. Für Knappen-Coach David Wagner hat die sportliche Krise jedoch wenig mit der ungewohnten Atmosphäre zu tun.

Der US-Amerikaner analysierte gegenüber "Sport Bild" ebenso präzise wie sachlich: "Durch die fehlende Kulisse entsteht ein komplett neues Arbeitsumfeld – insbesondere in taktischer Hinsicht. Man versteht jedes Wort, jede Anweisung – das gilt natürlich auch für die gegnerische Mannschaft."

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