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Bundesliga

Oliver Kahn tritt auf Transfer-Bremse

Nübel-Leihe bei Bayern ausgeschlossen - Kein Sané-Deal?

31.05.2020 21:34
Alexander Nübel wechselt im Sommer vom FC Schalke 04 zum FC Bayern
© Anke Waelischmiller/SVEN SIMON
Alexander Nübel wechselt im Sommer vom FC Schalke 04 zum FC Bayern

Oliver Kahn, Vorstandsmitglied bei Bayern München, hat die Verpflichtung von Alexander Nübel verteidigt und gleichzeitig eine Leihe des 23 Jahre alten Torhüters ausgeschlossen.

"Hier denkt niemand an eine Ausleihe, wir sind alle froh, dass Alex zu uns kommt", sagte Kahn am Sonntagabend bei "Sky90": "Es gibt nichts Besseres, als zwei exzellente Torhüter zu haben."

Zu weiteren Transfers wollte sich Kahn nicht äußern. Sowohl der umworbene Leroy Sané (Manchester City) als auch Kai Havertz (Bayer Leverkusen) stünden bei anderen Vereinen unter Vertrag. Zudem sei nun nicht der Zeitpunkt, um öffentlich über millionenschwere Transfers zu diskutieren, meinte der 50-Jährige mit Verweis auf die Coronakrise.

Kai Havertz sei jedoch "natürlich" ein "Top-Talent, ein super Spieler. Das heißt aber nicht, dass der FC Bayern an all diesen guten Spielern interessiert ist", so Kahn mit Verweis auf dessen laufenden Vertrag bis Sommer 2022.

"Im Moment sind da erst mal noch ganz, ganz andere Dinge zu bewältigen. Wenn der Markt überhaupt anspringen wird, im Moment bin ich ja da eher skeptisch", so der einstige Torhüter weiter. Ein Transfer-Stopp "könnte eine Option sein. Wir schauen uns im Moment alles an, wie viele europäische Vereine auch. Ich habe nicht festgestellt, dass die Vereine bereit sind, große Transfers zu machen."

Nübel-Transfer zum FC Bayern "eine sinnvolle Entscheidung"

Dass sich Nübel indes für einen Wechsel von Schalke 04 zum deutschen Fußball-Rekordmeister aus München entschieden hat, obwohl dort Manuel Neuer die unumstrittene Nummer eins ist und noch bis 2023 unter Vertrag steht, sei absolut positiv zu bewerten.

"Es war damals eine sinnvolle Entscheidung", den im Sommer ablösefreien Nübel zu holen, sagte Kahn: "Es ist ein Weg, den er einschlägt. Die Situation mit Manuel Neuer anzunehmen und sich hinter Manuel Neuer einzureihen."

In dessen Windschatten soll sich Nübel "Stück für Stück zur Nummer eins entwickeln".

Kahn: Keine einfache Situation auf Schalke

Dies sei Nübels Weg, diese Entscheidung, sich zunächst hinter Neuer einzuordnen, müsse man akzeptieren, so der ehemalige Bayern-Keeper: "Es zum jetzigen Zeitpunkt zu beurteilen, ist sehr, sehr früh." Nübel sollte zunächst in München ankommen und sich akklimatisieren. Alles Weitere würde man dann sehen, ergänzte Kahn.

Nübels bevorstehender Wechsel war im Januar publik geworden, daraufhin wandten sich die Schalke-Fans von dem Torhüter ab. Sportlich lief es in der Folge ebenfalls nicht mehr - nach einigen Patzern musste Nübel seinen Platz im S04-Tor an Markus Schubert abgeben.

Trainer David Wagner revidierte diese Entscheidung jedoch zuletzt wieder, weil auch Schubert nicht überzeugte. Dies alles sei eine große Herausforderung für Nübel, sagte Kahn: "Es ist für den Jungen alles andere als eine leichte Situation."

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