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Schalkes McKennie in der Kritik: "Eine Frechheit"

28.05.2020 19:27
© Poolfoto via www.imago-images.de

Seit zehn Spielen wartet der FC Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga nun schon auf einen Sieg. Im Umfeld des Revierklubs nimmt die Kritik zu - auch am Lebenswandel eines etatmäßigen Leistungsträgers.

Mit der Schilderung seines Tagesablaufs während der Corona-Pause in einem "DAZN"-Interview ("An freien Tagen stehe ich um 13 Uhr auf, bin um 14 Uhr auf der Couch, um 15 Uhr schaue ich Netflix, und erst am Abend trainiere ich") stößt Mittelfeld-Abräumer Weston McKennie bei Klub-Ikone Klaus Fischer auf Unverständnis.

"Diese Aussage ist eine Frechheit. Bis 13 Uhr im Bett liegen, hallo? Wo gibt es denn so etwas? Wo leben wir? Er spielt Fußball für Schalke, wird dafür bezahlt. Ich erwarte von einem Profi, dass er nicht bis 13 Uhr schläft, sondern trainiert", sagte Fischer gegenüber "Sport Bild".

Auch intern habe der US-Amerikaner mit seinen Aussagen für Misstöne gesorgt, so das Blatt weiter - zumal McKennie, selbst momentan außer Form, im selben Atemzug auch von der englischen Premier League als sein "Traum" und "nächstes Ziel" sprach.

FC Schalke 04: "Extrem bitter und extrem enttäuschend"

Ex-Torjäger Fischer ließ aber auch an den grundsätzlichen Tugenden der aktuellen Schalker Mannschaft kein gutes Haar: "Wenn es spielerisch nicht läuft, dann müssen die Einsatzbereitschaft und das Läuferische passen. Ich sehe nichts davon. Alles, was uns in der Hinrunde stark gemacht hat, ist weg."

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider sprach nach dem blamablen 1:2 bei Fortuna Düsseldorf am Mittwoch etwas zurückhaltender von einem "gehörigen Negativlauf", gab allerdings ebenfalls zu, die Partie sei "extrem bitter und extrem enttäuschend" gewesen. "Es war kein gutes Spiel, das kann man nicht schönreden."

(Noch) keine Diskussion gibt es auf Schalke dagegen um Trainer David Wagner. "Wir werden gemeinsam mit David Wagner zur neuen Saison den roten Faden wieder aufnehmen und da weitermachen, wo wir im Januar, Februar unterbrochen wurden", gab Schneider am Donnerstag gegenüber "Sky" zu Protokoll: "Man sollte jede Krise nutzen, um die richtigen Schlüsse zu ziehen."

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