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Torwart-Idol Stein voller Vorfreude auf Zweitliga-Kracher

22.05.2020 15:02
Uli Stein freut sich auf den Zweitliga-Gipfel
© Elmar Kremser/SVEN SIMON, via www.imago-images.de
Uli Stein freut sich auf den Zweitliga-Gipfel

Der Hamburger SV sucht Tuchfühlung zum Tabellenführer, Arminia Bielefeld kann sich wohl entscheidend absetzen. Das Spitzenspiel der 2. Bundesliga verspricht deutliche Hinweise in der Aufstiegsfrage.

Uli Stein steckt voller Vorfreude auf den Zweiliga-Kracher. Wenn sich der Hamburger SV und Arminia Bielefeld im Kräftemessen der Aufstiegsanwärter duellieren, ist die Ikone beider Klubs selbstverständlich live dabei. Diesmal allerdings nicht auf der Tribüne, der frühere Nationaltorhüter verfolgt das wegweisende Aufeinandertreffen gezwungenermaßen aus dem eigenen Wohnzimmer.

"Beim Hinspiel war ich auf der Alm und war sehr angetan von der Qualität des Spiels", sagte Stein dem "SID" und fügte mit Blick auf die Partie am Sonntag (13:30 Uhr) an: "Ich hoffe, dass das Rückspiel genauso wird." Ein Favorit ist vor dem Duell für ihn nicht auszumachen. "Beide sind auf Augenhöhe, beide sind gleich stark", sagte Stein: "Der HSV ist individuell auf den Einzelpositionen vielleicht stärker besetzt, aber die mannschaftliche Geschlossenheit und der Teamgeist sind bei Bielefeld stärker. Insofern gleicht sich das aus."

Stein, 1983 Europapokalsieger der Landesmeister mit dem HSV und Aufstiegsheld in Bielefeld, drückt im Schlussspurt beiden Klubs die Daumen, am Sonntag könnte er mit einem Unentschieden gut leben: "Aber in erster Linie will ich ein schönes Spiel sehen." Er erwartet zwar, dass die fehlende Kulisse die Leistungen bei dem Geisterspiel um "10, 15 Prozent schmälern" wird. Zumindest Spannung scheint aber garantiert, denn die Tabellenkonstellation birgt jede Menge Brisanz.

Sieg brächte Arminia endgültig in die Aufstiegsspur

Gelingt der Arminia (52 Punkte), der mit Abstand auswärtsstärksten Mannschaft der Liga, im Volksparkstadion der nächsten Dreier, kann sie den Champagner wohl schon einmal kaltstellen. Dann hätte das Team von Trainer Uwe Neuhaus bei sieben verbleibenden Spielen zehn Punkte Vorsprung auf den HSV (45). Entsprechend selbstbewusst reisen die Bielefelder an die Elbe. "Für Hamburg steckt mehr Brisanz drin. Wir gehen in das Spiel wie in jedes andere", sagte Torjäger Andreas Voglsammer im Westfalen-Blatt.

Verteidigen die Hamburger dagegen ihre Arena mit einem Sieg, sehen sie den Konkurrenten mit dann vier Zählern Rückstand wieder am Horizont auftauchen. Genau das ist das Ziel des Teams von Trainer Dieter Hecking, das wie Bielefeld am ersten Spieltag nach der Coronapause in der Nachspielzeit zwei wichtige Punkte verschenkte. Nun muss der absolute Fokus her.

Denn nach dem Duell mit den Ostwestfalen folgt am Donnerstag das nächste Spitzenspiel beim VfB Stuttgart. Danach könnte sich eine Richtung im umkämpften Aufstiegsrennen abzeichnen. "Ich glaube, dass der HSV und Bielefeld etwas stärker sind als Stuttgart und sich am Ende durchsetzen", sagte Stein, bei der Arminia ist er sich sogar sicher. Der HSV hat noch etwas zu beweisen.

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