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Gladbach geht mit Jobsharing-Modell einen besonderen Weg

Bensebaini über Situation mit Wendt: "Tut uns beiden gut"

22.05.2020 08:23
Ramy Bensebaini gehört zu den Aktivposten bei Gladbach
© Jan Huebner
Ramy Bensebaini gehört zu den Aktivposten bei Gladbach

Mit seinen zwei Scorerpunkten (ein Tor, ein Assist) im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (3:1) war Linksverteidiger Ramy Bensebaini der herausragende Akteur zum Bundesliga-Restart bei Borussia Mönchengladbach.

Der 25-Jährige fühlt sich in seiner ersten Saison am Niederrhein pudelwohl und profitiert nach eigener Aussage vor allem von der Spielanlage von Cheftrainer Marco Rose.

Zu seiner herausragenden Torquote von fünf Treffern in zwölf Einsätzen meinte Bensebaini im Gespräch mit dem "kicker": "Ich freue mich, dass ich mit meinen Toren der Mannschaft helfen und zu unseren Siegen beitragen konnte. Ich habe mich in dieser Spielzeit sehr weiterentwickelt, tatsächlich vor allem in der Offensive."

Das System von Rose passe ihm persönlich sehr gut, betonte der Algerier, der im vergangenen Sommer von Stade Rennes aus Frankreich zur Gladbacher Borussia gewechselt war.

"Bei meinen bisherigen Vereinen lag das Hauptaugenmerk eher auf meiner Rolle in der Defensive. Bei der Borussia erwartet der Trainer von uns, dass wir hoch pressen. Daraus gelangen wir Verteidiger häufig im Mittelfeld an den Ball, sodass sich auch für uns die ein oder andere Torchance bietet", erklärte der Linksfuß, der vor allem mit seinen beiden Toren beim Heimsieg gegen den FC Bayern München im Dezember (2:1) für großes Aufsehen sorgte.

Bensebaini fügte hinzu: "Mir gefällt es, sowohl defensiv als auch offensiv Akzente setzen zu können. Der Fußball bei der Borussia kommt meiner Spielweise sehr entgegen."

Bensebaini hofft auf weitere Einsätze von Beginn an

Als Besonderheit in Gladbach gilt in der laufenden Saison die Konkurrenzsituation auf der Linksverteidiger-Position. Bensebaini und sein Teamkollege sowie Klub-Urgestein Oscar Wendt betreiben bisher eine Art Jobsharing-Modell. Der schwedische Routinier Wendt absolvierte in 2019/2020 16 Spiele von Beginn an, Bensebaini bislang deren zehn.  

Der 31-malige algerische Nationalspieler nimmt diese spezielle Konstellation als befruchtend wahr. "Natürlich möchte jeder Spieler am liebsten alle Spiele von Beginn an bestreiten. Das ist bei mir nicht anders. Mir war aber von Anfang an bewusst, dass ich mit Oscar einen starken Konkurrenten auf meiner Position habe, der zudem schon lange Zeit im Verein ist. Die Konkurrenzsituation tut uns beiden gut", beschrieb Bensebaini. 

Nach seiner Wahrnehmung sei Cheftrainer Rose "froh, zwei starke Spieler auf dieser Position zu haben. Letztendlich liegt es dann an ihm, zu entscheiden, wen von uns beiden er aufstellt. Das wird auch gegen Leverkusen so sein."

Ob seine Top-Leistung aus der letzten Woche der ausschlaggebende Argument für einen weiteren Startelf-Einsatz am Samstagnachmittag im kleinen Rhein-Derby sei, vermochte Bensebaini nicht zu sagen. Er gab aber zu: "Ich hoffe, dass ich den Trainer überzeugen konnte."

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