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Umstrittenes IOC-Hilfspaket sorgt weiter für Wirbel

19.05.2020 20:45
Das vom IOC gestellte Hilfspaket sorgt für Verwirrung
© unknown
Das vom IOC gestellte Hilfspaket sorgt für Verwirrung

Das Hilfspaket des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für notleidende Verbände in Zeiten der Coronakrise sorgt weiter für Verwirrung.

Die vom IOC zur Verfügung gestellten 150 Millionen US-Dollar sollen den Verbänden von ihren Einnahmen durch die Olympischen Spiele in Tokio wieder abgezogen werden.

Andrew Ryan, Generaldirektor der Vereinigung aller Olympischen Sommersportarten (ASOIF), teilte dem Branchendienst Insidethegames mit, dass das Geld, das die internationalen Sportverbände und Nationalen Olympischen Komitees (NOKs) aus dem Paket erhalten, "Ende nächsten Jahres von den Umsatzanteilen abgezogen wird".

Gemeint sind damit die Einnahmen, die die Fachverbände durch die Olympischen Spiele in Tokio haben und die durch die Verlegung der Spiele ins Jahr 2021 zunächst ausbleiben. Das trifft einige Verbände hart, die große Probleme beim Cashflow (Kapitalfluss) haben.

Das IOC hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass die Verlegung der Spiele den Ringeorden 800 Millionen US-Dollar zusätzlich kosten würden. 650 Millionen US-Dollar würde man für die Organisation der Spiele in Tokio bereitstellen, 150 Millionen Dollar erhielten Verbände und NOKs, Mitglieder aus der olympischen Familie, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken.

Die Verkündung des Programms hatte jedoch schon kurz darauf bei den Verbänden Unsicherheit ausgelöst, weil nicht klar wurde, wie die Finanzhilfe genau aussehen sollte. Mittlerweile teilte das IOC mit, dass es sich um Darlehen, Zuschüsse oder auch Sachmittel handeln würde. Laut Ryan jedoch dreht es sich ausschließlich um Darlehen.

Dem Tischtennis-Weltverband ITTF ist trotz Nachfrage bis heute vom IOC nicht mitgeteilt worden, wie die Finanzhilfen konkret aussehen. Auch in den Mitteilungen durch das IOC dazu wurde keine klare Stellung bezogen. Angesichts dieser Unklarheit können Verbände und NOKs die Hilfen derzeit nicht wahrnehmen.

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