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"Er wird ein Rematch wollen, wenn ich ihn verhaue"

Fury kündigt zwei Mega-Fights gegen Joshua an

15.05.2020 17:21
Will gleich zweimal gegen Anthony Joshua boxen: Tyson Fury
© Chris Farina via www.imago-images.de
Will gleich zweimal gegen Anthony Joshua boxen: Tyson Fury

Spätestens seit Tyson Furys denkwürdiger Demontage von K.o.-Monster Deontay Wilder am 22. Februar in Las Vegas sehnt die Boxwelt ein Duell des "Gypsy Kings" mit seinem britischen Schwergewichts-Konterpart Anthony Joshua herbei.

Das Problem: Fury ist vertraglich zu einer Revanche gegen Wilder verpflichtet. Joshua muss Pflichtherausforderer Kubrat Pulev aus dem Weg räumen. Beide Kämpfe sollen im Herbst stattfinden.

Zuletzt hatten Spekulationen die Runde gemacht, Fury könne Wilder "ausbezahlen", um sofort gegen Joshua kämpfen zu können. Aber nicht mit Fury.

"Ein paar Zeitungen haben berichtet, ich würde Wilder 10 Millionen Dollar zahlen, damit er Platz macht. Aber ich zahle ihm gar nichts. Ich hole mir lieber nochmal seinen Skalp", trötete der 2,06-Meter-Riese in einem Instagram-Live-Interview mit "iFL TV".

Fury vs. Joshua wäre der absolute Mega-Fight

Fury hatte Wilder Ende Februar im MGM Grand von Las Vegas vernichtend geschlagen. Neben der WBC-Krone im Schwergewicht eroberte der Brite auch den prestigeträchtigen Gürtel der Box-Bibel "The Ring". Fury gilt seit seinem Sieg über Wladimir Klitschko 2015 zudem als "linearer" Champion.

Joshua hält die Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF. Bei Fury vs. Joshua stünden somit alle – aber auch wirklich alle – Titel auf dem Spiel, die im Boxsport etwas zählen.

Der britische Clash um die unumstrittene Meisterschaft aller Klassen soll nach Furys Willen 2021 stattfinden – und das nicht nur einmal. "Es kommen zwei AJ-Fights, denn er wird natürlich ein Rematch wollen, wenn ich ihn verhaue", tönte der 31-Jährige.

Corona-Krise: Tyson Fury setzt auf Training

Fury verriet auch, wie er sich während des Corona-Lockdowns bei Laune hält – Training, Training, Training.

"Durch ein Workout werden im Gehirn Endorphine ausgeschüttet, die glücklich machen, das ist ein wissenschaftlicher Fakt", erklärte der Box-Champion. "Bei mir gehen die nach ein paar Stunden wieder runter, deshalb muss ich drei-, viermal am Tag trainieren."

Fury litt jahrelang an Depressionen und macht keinen Hehl daraus, dass er sich auch heute noch mit psychischen Problemen herumschlägt. Nach seinem Sensations-Sieg über Klitschko war er in einen beinahe fatalen Strudel aus Drogen, Alkohol und Junk Food geraten.

Mit fast 180 Kilo auf den Rippen startete Fury Anfang 2018 ein – für viele – aussichtsloses Box-Comeback, das er am Jahresende mit einem Sieg über Wilder im ersten Kampf der beiden beinahe krönte. Vor drei Monaten erfüllte er seine Mission mit dem Vegas-Triumph gegen den "Bronze Bomber" schließlich.

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