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So sehr leiden die Radsport-Teams unter der Corona-Krise

11.05.2020 07:13
David Lappartient ist der Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI)
© dpa
David Lappartient ist der Präsident des Internationalen Radsport-Verbandes (UCI)

Die Coronavirus-Krise macht dem Radsport schwer zu schaffen. Bei mehr als 25 Prozent der 19 WorldTour-Teams wurden die Gehälter bereits gekürzt.

"Wir wissen, dass drei, vier, fünf Mannschaften mehr Schwierigkeiten haben als andere. Wir hoffen, dass alle Teams die Saison beenden können", sagte David Lappartient, der Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI.

Vor allem der CCC-Rennstall, für den auch der frühere deutsche Tour-Etappengewinner Simon Geschke sowie Olympiasieger Greg van Avermaet fahren, befindet sich arg in Schieflage. Das Management der Schuhgeschäfte-Kette überlegt, sich aufgrund der Einbußen aus dem Sponsoring zurückzuziehen. Alle Mitarbeiter aus dem Betreuerstab mussten bis auf wenige Ausnahmen freigestellt und die Fahrer-Gehälter stark gekürzt werden.

Auch bei den Rennställen Mitchelton-Scott, Bahrain-McLaren, Astana und Lotto-Soudal, der Mannschaft um Klassikerspezialist John Degenkolb, ging es nicht ohne Gehaltskürzungen. Das deutsche Sunweb-Team ist bislang nicht betroffen, obwohl der Geldgeber in der Tourismusbranche tätig und mit voller Wucht von der Corona-Krise betroffen ist.

"Allerdings ist unser Hauptsponsor Sunweb glücklicherweise ein sehr gesundes Unternehmen und mit einem sehr intelligenten und strategisch kompetenten Management ausgestattet", sagte Teamchef Iwan Spekenbrink der "dpa". Auch Bora-hansgrohe-Manager Ralph Denk freut sich, dass die Geldgeber ihn nicht im Stich lassen.

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