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Vom Kneipenspiel zum Profisport: Diese Disziplinen begeistern Millionen

30.04.2020 08:15
© Elmar Kremser/SVEN SIMON

Eines haben alle unsere berühmten Sportarten gemeinsam: Sie haben alle mal klein angefangen. Jedoch sind die Ursprünge unterschiedlich. Während beispielsweise viele der olympischen Disziplinen auf die Antike zurückgehen, muss man beim Fußball, wie wir ihn heute kennen nur in das Großbritannien des 19. Jahrhunderts schauen, wo der erste Verein der Welt von Cricket-Spielern gegründet wurde.

Allerdings begeistern mittlerweile Sportarten, die man eigentlich eher aus Kneipen kennt, eine Millionenpublikum. Vor allem Darts hat in den vergangenen Jahren eine riesige Fangemeinde aufbauen können. Aber auch Snooker und Poker gehören dazu.

Billard

Heute kennen wir Billard in seiner Form Pool als Kneipenspiel. In erster Linie geht es darum, mit dem Queue die Kugeln in Taschen auf dem Tisch zu befördern. Allerdings werden die Kugeln nicht direkt mit dem Stock angestoßen, sondern mit einer weißen Kugel, die wiederum vom Queue gestoßen wird. 

Besonders beliebt ist die Variante Snooker. Das Spiel wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der britischen Armee in Indien als Zeitvertreib ins Leben gerufen. Etwa 1880 wurde das Spiel nach Großbritannien gebracht, wo es in den Pubs immer beliebter wurde. Nun konnten auch Zivilisten in den Genuss dieser neuartigen Billardvariante kommen. 

Die erste Meisterschaft folgte 1910, die erste Weltmeisterschaft im Jahr 1927. Bis in die 40er Jahre wurde Snooker immer beliebter, nicht zuletzt wegen des Dauermeisters Joe Davis, der sich schließlich mangels Konkurrenz von den Turnieren zurückzog. Es wurde ruhiger um den Sport. Mit den ersten Fernsehübertragungen Ende der 60er Jahre, wurde der Sport wieder populärer und vor allem professioneller. 

Den Höhepunkt erreichte der Sport wohl in den 90er Jahren mit Größen wie etwa Ronnie O’Sullivan, dessen Namen man durchaus auch schon außerhalb des Sports gehört haben kann, seinen Höhepunkt. Nicht zuletzt, weil die Disziplin im Jahr 1998 sogar olympisch wurde. Heute erfreut sich Snooker dennoch großer Beliebtheit.

Mittlerweile werden jährlich über 20 Turniere gespielt, die im deutschen Fernsehen übertragen werden und das mit guten Quoten, obwohl es keine deutschen Snooker-Größen gibt. Auch die Wettbüros können sich in Sachen Snooker nicht beklagen. Allerdings sollte man beim Abschließen vor allem online auf seriöse Anbieter achten. Außerdem gilt es hier die verschiedenen Boni, die die verschiedenen Anbieter mit sich bringen, miteinander zu vergleichen.

Poker

Kartenspiele sind seit jeher beliebt als Zeitvertreib in Kneipen. Einer der ganz großen Favoriten ist selbstverständlich Poker. Die ersten Vorläufer des Spiels stammen wohl aus Frankreich. Im 19. Jahrhundert kam Poker dann in den USA an. Vor allem während des Goldrausches breitete sich das Spiel rasend schnell in den vereinigten Staaten aus. 

Sehr lange galt Poker noch als Glücksspiel. Seit den 70er Jahren  wird es aufgrund der strategischen Elemente nicht mehr nur als reines Glücksspiel gesehen. Allerdings hatte es durch seine Hinterhof- und Kneipenmentalität immer einen eher schlechten Ruf. 

Vor allem das Fernsehen hat das Pokerspiel in Deutschland als Sport etabliert. Nicht zuletzt hat der Entertainer Stefan Raab einen großen Anteil daran, der im Jahr 2006 die große TV-Total-Pokernacht ins Leben gerufen hatte, die sich gut zehn Jahre bei ProSieben im Programm halten konnte. Daneben findet man aber auch auf diversen Sportsendern Ausstrahlungen von Pokerturnieren. 

Einer der aktuell berühmtesten deutschen Turnierspieler und der besten Pokerstars der Welt ist Fedor Holz. Im Jahr 2016 hat er durch das Spiel über 16 Millionen Dollar gewinnen können. 

Darts

Die momentan wohl beliebteste Kneipensportart ist Darts. Das sieht man beispielsweise an den Zuschauerzahlen, die sich die letzte Weltmeisterschaft im Januar angeschaut haben. Der Privatsender "Sport1" konnte 1, 59 Zuschauer im Schnitt verzeichnen. Der Reiz liegt für viele darin, dass Darts-Spieler Menschen wie Du und ich sind. Es zählt nämlich hier keine sportliche Figur, sondern der Umgang mit den Pfeilen. Das bedeutet: man braucht ein gutes Auge, eine solide Hand-Augen-Koordination und viel Geduld. 

Die Geschichte des Darts beginnt, wie so viele Sportarten, in Großbritannien. Hier wurde es Ende des 19 Jahrhunderts. 1896 wurde die Dartscheibe, so wie wir sie heute kennen, entworfen. Vielmehr wurde die Anordnung der Zahlen auf der Scheibe festgelegt. 

Bis 1908 galt Darts in Großbritannien noch als Glücksspiel, weshalb ein Pub Besitzer sich vor Gericht behaupten musste. Allerdings bewies er dem Richter mit dem damals besten Dartspieler der Gegend das Gegenteil. Ab dann wurde der Pfeilsport offiziell nicht mehr als Glücksspiel behandelt und es folgten diverse Meisterschaften. Darts wurde immer beliebter. 

Vor allem aber in den vergangenen zehn Jahren entwickelte sich ein regelrechter Hype um den Sport. Profis wie beispielsweise der Niederländer Michael van Gerwen erwirtschaften mit Preisgeldern mehrere hunderttausend Euro pro Jahr. Je nach Höhe wird aber auch die Millionen-Grenze geknackt. 

Darts ist aktuell beliebter denn je. Das ist wohl einer der Gründe, warum die Professional Darts Corporation mit dem olympischen Komitee in Verhandlungen steht. Allerdings finden Olympia und Darts nur sehr schwer zusammen
 

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