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Hüttel wirbt bei Frauen-Skifliegen um Zeit

29.04.2020 16:15
Warnt vor zu schnellen Entscheidungen: DSV-Funktionär Horst Hüttel
© Hahne /Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de
Warnt vor zu schnellen Entscheidungen: DSV-Funktionär Horst Hüttel

DSV-Funktionär Horst Hüttel hat in der Diskussion um die Einführung eines Weltcup-Skifliegens für Frauen vor zu schnellen Entscheidungen gewarnt.

"Es ist definitiv nur eine Frage der Zeit, bis die Damen auch skifliegen werden. Aber für einen kompletten Weltcup mit 40 Springerinnen ist es aus meiner Sicht für manche Mädchen zu früh", sagte der Sportlicher Leiter des Deutschen Skiverbands dem "SID".

Hüttel führte vor allem das Leistungsgefälle im Frauen-Skispringen an. Derzeit seien "15 bis 20 Springerinnen" in der Lage, auf einer der riesigen Schanze mit Weiten von 250 m zu springen. Einen Test-Wettkampf etwa im Rahmen des Männer-Weltcups in Vikersund würde er daher unterstützen.

Vor allem Hüttels norwegischer Amtskollege Clas Brede Brathen hatte zuletzt für ein Weltcup-Skifliegen der Frauen geworben, im gerade veröffentlichten Kalender für die kommende Saison fehlt ein solches jedoch. Brathen sprach daraufhin von "Ansichten aus der Steinzeit", Norwegens Olympiasiegerin Maren Lundby von "Diskriminierung".

Hüttel warb dagegen um Zeit und mehr Wettbewerbe auf Großschanzen, auf denen um die 120 m weit geflogen wird. "Ich glaube, wir müssen die besten Damen gut vorbereiten, und wir müssen daher noch mehr Wettkämpfe auf Großschanzen durchführen. Zuletzt waren das 50 Prozent, diesen Anteil müssen wir mindestens auf zwei Drittel schieben", sagte er.

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